Ruth Zechlin 100

Ästhetische und politische Konstellationen - Tagung 26. bis 28. Juni 2026

Jenny-Fleischer-Alt-Saal, Beethovenhaus Schloss Belvedere, Weimar Eintritt frei

Zum 100. Geburtstag der Komponistin, Cembalistin und Organistin Ruth Zechlin widmet sich die Tagung ihrem Werk und Wirken im Spannungsfeld von Musik, Geschichte und Gesellschaft. Zechlins künstlerischer Weg führt durch sehr unterschiedliche politische und kulturelle Kontexte – vom Nationalsozialismus über die DDR bis in das vereinte Deutschland – und wirft grundlegende Fragen nach dem Verhältnis von musikalischer Struktur, ästhetischer Haltung und biographischer Erfahrung auf.


Im Zentrum der Tagung stehen sowohl Analysen einzelner Werke und Werkgruppen als auch die größeren Zusammenhänge, in denen Zechlins Musik entstand und rezipiert wurde: ihre künstlerischen Netzwerke und institutionellen Kontexte, ästhetische Debatten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie politische und gesellschaftliche Rah-menbedingungen ihres Schaffens. Die Beiträge widmen sich unter anderem Zechlins internationalen Bezügen, ihrer Stellung zwischen Ost und West, Fragen von Gender und musikalischer Identität, der Rezeption zeitgenössischer Komponisten wie György Ligeti sowie analytischen Perspektiven auf zentrale Werke.


Die Tagung bringt Perspektiven aus Musikwissenschaft, Zeitgeschichte und der Praxis Neuer Musik zusammen und richtet sich an Forschende, Studierende sowie an alle, die sich für zeitgenössische Musik interessieren. Ziel ist es, Ruth Zechlins Werk als Aus-gangspunkt für weiterführende Reflexionen über Musik, historische Erfahrung und ästhe-tische Verantwortung im 20. (und 21.) Jahrhundert zu verstehen.

Hier finden Sie den Programmflyer.

Das vollständige Programm mit allen Abstracts und Biografien finden Sie hier.