Unser Selbstverständnis

Rundbrief des Präsidiums an die Hochschulangehörigen im April 2026


Liebe Studierende, liebe Kolleg*innen,

das Sommersemester 2026 startet in einer Phase, die uns als Hochschulgemeinschaft, aber auch als Einzelne auf besondere Weise fordert. Die Welt um uns herum vermittelt so viel Unsicherheit wie selten: Konflikte und Krisen berühren das Leben vieler Menschen unmittelbar. Auch das Leben von Menschen, die an unserer Hochschule studieren, lehren und arbeiten. Wir wissen, dass einige von Ihnen Sorgen tragen, die weit über den Hochschulalltag hinausgehen. Diese Sorgen sehen wir. Wir nehmen sie ernst.

Vor drei Jahren haben wir ein Banner entworfen, das seither am Fürstenhaus hängt. Die sechs Begriffe, die es trägt – divers, grenzenlos, tolerant, verbindend, weltgewandt, virtuos – sind kein Schmuck und kein leeres Versprechen. Sie benennen, wofür diese Hochschule steht. Sie gelten heute mehr denn je.

Wir bekräftigen dieses Bekenntnis ausdrücklich:

Divers zu sein bedeutet für uns, die Unterschiedlichkeit unserer Gemeinschaft als Stärke zu begreifen und Menschen in ihrer ganzen Vielgestaltigkeit willkommen zu heißen.

Grenzenlos zu sein bedeutet, dass wir die Überwindung nationaler, kultureller und politischer Grenzen in unserer Gemeinschaft als Aufgabe und Chance begreifen.

Tolerant zu sein bedeutet, entschieden gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Extremismus einzustehen, in unserer Hochschule und in unserem gesellschaftlichen Umfeld.

Verbindend zu sein bedeutet, Räume des Vertrauens zu schaffen, in denen Menschen trotz und wegen ihrer unterschiedlichen Hintergründe zusammenfinden.

Weltgewandt zu sein bedeutet, dass wir die Herkunft und die Geschichte aller Mitglieder und Angehörigen unserer Hochschule als Grundlage unserer Gemeinschaft begreifen.

Virtuos zu sein bedeutet, durch unsere individuellen und gemeinschaftlichen Leistungen in Musikpraxis, -pädagogik und -forschung auch einen Beitrag dazu leisten, das Schwierige in unserer Welt auszuhalten und Neues zu schaffen.

Weimar ist ein Ort, der lehrt, wie nah Aufbruch und Gefährdung, Humanität und Barbarei beieinanderliegen können. Diese Geschichte gibt uns eine Verpflichtung auf. Sie gibt uns aber zugleich Zuversicht: dass Bildung, Kunst und Wissenschaft etwas Gutes vermögen.

Wir wünschen Ihnen einen guten Semesterstart mit Neugier, Kraft und Zuversicht.

Das Präsidium der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar
 

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