Willkommen im Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena…

… und damit in der musikalischen Vielfalt, die an diesem Institut wie in wenigen vergleichbaren Instituten ganz zentral zum Alltag von Forschung, Lehre, künstlerischer Vertiefung und Drittmittelprojekten gehört!

Auf dieser Seite finden Sie die aktuellen Informationen aus dem Institut und alles Wissenswerte rund um das Studium der Musikwissenschaft in Weimar und Jena.

Ob Aufarbeitung der Archivmaterialien der Hochschule, einem hier entwickelten Jazz-o-Mat, oder dem Austausch mit Musikforschung in Ländern in Europa und außerhalb, wie Tansania, Südafrika, Brasilien, Kolumbien, Israel und Afghanistan: die Liste der Lehr- und Forschungsschwerpunkte am Institut ist lang. Zu nennen sind u.a. die Aufarbeitung der Richard Wagner Sammlung Eisenach, das Verzeichnis der Musikhandschriften im Thüringischen Landesmusikarchiv, eine Cherubini Edition, die Theater- und Musikgeschichte in Weimar, die Ausstellung und das Symposium zu verfolgten Musikerinnen und Musiker im Nationalsozialismus, das Afghanistan Music Research Centre, der Kurs Music in Africa Online oder das Archiv zu jiddischer Musik aus dem Balkan und Osteuropa. Weitere Schwerpunkte liegen auf Music and Gender, auf Modalmusik aus der persischen, türkischen und arabischen Musikgeschichte, oder befassen sich mit transkultureller Musikästhetik und mit dem UNESCO Konzept von Musik als einem lebendigen Kulturerbe.

Aus all dem ergibt sich die Frage nach einem auf größere Vielfalt und Diversität angelegten musika­lischen Kanon. Dieser Frage nachzugehen bleibt am Institut themenübergreifend und stets präsent zugleich.


Vor diesem Hintergrund bleibt selbst der historische Kernbereich des Fachs, d.h. der Umgang mit abendländischer Musik­geschichte, nicht unberührt. Die aktuellen Bezüge zu Diversität haben auch die Beschäftigung mit Musikgeschichte grundlegend erweitert. Zudem wirken sich aktuell die Themen Krieg, Vertreibung und Migration auch auf die Lehrinhalte am Institut aus. In diesem Zusammenhang sind in letzter Zeit Lehrende wie auch Forschende aus Afghanistan und aus der Ukraine zu Gast am Institut gewesen.


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Die fast sechs Jahre als Institutsleiter werden mir als eine sehr bewegte Zeit in Erinnerung bleiben. Das Institut hat sich verändert, neue Herausforderungen sind hinzugekommen. Ohne die Mitarbeit des gesamten Kollegiums, der Mitarbeitenden, des Sekretariats und unserer Studierenden würden wir nicht da stehen, wo wir heute sind, als gefestigtes und für die vielfältigen Aufgaben an einer Musikhochschule und an der Universität gut gerüstetes Institut für Musikwissenschaft.


Meinem Nachfolger in der Institutsleitung, Prof. Dr. Michael Klaper, wünsche ich dieselbe Erfüllung bei dieser Aufgabe, wie auch ich sie anlässlich vieler großartiger Höhepunkte in den zurückliegenden sechs Jahre empfinden durfte.


Uns allen wünsche ich einen interessanten Austausch und eine gute, musikalisch vielfältige Zeit am Institut!


Prof. Dr. Tiago de Oliveira Pinto

UNESCO Chair on Transcultural Music Studies