Herzlich Willkommen ...

… auf der Seite des Instituts für Musikwissenschaft Weimar-Jena!

Eilmeldung zu Afghanistan:

Seit 2012 kooperiert das Institut über seinen UNESCO Lehrstuhl mit Musikeinrichtungen in Afghanistan. Angesichts der derzeitigen Lage sind Musiker:innen und ist das Musikleben im Land ernsthaft bedroht.

Eine Stellungnahme der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar dazu finden Sie hier.


Das Vorlesungsverzeichnis für das Wintersemester 2021/22 finden Sie hier!

Moodle-Einschreibezeitraum: 06.09.-10.10.2021


Die Wissenschaften und die „guten“ (bonis) Künste spielen bei uns am Institut eine große Rolle. Wissenschaften (scientiis) sind zentral für uns, was aber war genau mit bonis artibus gemeint, festgehalten im 18. Jahrhundert am Frontispiz des spätbarocken Stadttheaters von Mantua, das „Teatro Bibiena“? Waren damit die Schönen Künste, oder die Bildenden Künste gemeint? Genau wissen wir es nicht, wahrscheinlich aber sämtliche „guten“ Künste, also auch die darstellenden Künste inklusive der Musik. Im Jahre 1770 mit einem Konzert des 14jähringen Wolfgang Amadeus Mozart eingeweiht, diente das Teatro Bibiena zu Mantua immer zugleich als Stätte für die Präsentation wissenschaftlicher Erkenntnisse und Entdeckungen. Und diese Auffassung von scientiis et bonis artibus bringt uns in inhaltliche Nähe zum Alltag an unserem Institut: Der wissenschaftliche Umgang mit Musik wird einerseits aus der Beschäftigung mit ihr generiert, andererseits bringt Musikwissenschaft musikalische Praxis und ihre Vermittlung voran, verortet sie immer wieder neu in ihrer Zeit und auch in ihrem jeweiligen sozio-kulturellen Kontext. Dies gibt der Musikwissenschaft eine zentrale Position im Lehrplan einer Musikuniversität wie unserer.

Im nun zurückliegenden Semester war es weiterhin verhältnismäßig leise, d.h. es drang weniger klanglich-musikalisch aus Seminarräumen und Hörsaal wie sonst in die Korridore des Hochschulzentrum am Horn. Dennoch haben wir über 1000 Einschreibungen in unsere Lehrveranstaltungen verzeichnet, es wurde Musikgeschichte (n), Formenlehre, aber auch in das Fach eingeführt, über Musik und Vogelgesang und vieles mehr gelehrt und diskutiert und damit die große Breite, wie sie das Fach in Weimar ausgezeichnet, vermittelt. Alles ging wesentlich online vonstatten, mit Unterstützung durch Moodle und dem Videokonferenzsystem Webex. Noch wissen wir nicht wie es im kommenden Semester wird. Die Hoffnung ist groß, dass wir uns alle wieder wirklich begegnen können, denn genauso wie Musik auf den direkten Austausch von Musizierenden baut, hängt auch lebendige Vermittlung musikwissenschaftlicher Inhalte vom Dialog und vom kreativen wie kritischen Meinungsaustausch zwischen Lehrenden und Studierenden ab.

Bleibt also hoffnungsvoll in die kommenden Monate zu blicken. Über diese Institutsseite erfahren Sie zu gegebener Zeit wie wir das kommende Semester gestalten (dürfen).

Allen Mitgliedern unseres Instituts, den Studierenden wie Lehrenden, aber auch allen an Musikwissenschaft interessierten wünsche ich bis dahin 

Bonis feriae!


Prof. Dr. Tiago de Oliveira Pinto
UNESCO Chair und Institutsdirektor

© 2020 Tiago de Oliveira Pinto

Innerhalb kürzester Zeit hat die Corona-Pandemie Hochschulen in aller Welt gezwungen, ihr laufendes Lehrangebot vom Präsenzunterricht in die Online-Lehre zu verlagern. An unserem Institut ist dies bisher gut gelungen. Da die Lehrveranstaltungen der Musikwissenschaft zugleich auch sämtlichen Studierenden der Hochschule für Musik Franz Liszt angeboten werden, war eine erfolgreiche Umstellung auf digitale Lehre in diesem Semester besonders wichtig. Nur so konnte das Semester „gerettet“ werden. Wir sind uns jedoch bewusst, dass Online-Lehre kein idealer Zustand ist und keinesfalls die vollwertige Lehre am Institut ersetzt. Schließlich ist Wissensvermittlung ein lebendiger Vorgang, und dieser geschieht optimal nur in der lebendigen Interaktion zwischen Menschen!

Derzeit beginnen die Vorbereitungen am Vorlesungsverzeichnis für das kommende Wintersemester. Da ist von einem „Hybrid-Semester“ die Rede, das heißt die Thüringer Hochschulen werden die Online-Lehre fortsetzen. Einige ausgewählte Veranstaltungen werden wohl als Präsenzlehre stattfinden können, immer unter Wahrung der gültigen Hygienevorschriften.

Auch wenn wir jetzt nicht abschätzen können, wie das kommende Semester im Einzelnen gestaltet wird, eines ist sicher, es gibt wieder ein großes Angebot an Lehrveranstaltungen. Neben dem Hauptfach „Musikwissenschaft“ in seiner gesamten Breite bedient unser Institut sämtliche künstlerische und pädagogische Studiengänge der Hochschule und auch Studierende der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Bauhaus-Universität Weimar. Für so viele unterschiedlich Interessierte da zu sein und Lehre anzubieten, das ist eines der wichtigen Markenzeichen der Weimarer Musikwissenschaft. Auch in Corona-Zeiten!

  

Viel Freude bei Durchsicht der Institutsseiten und bleiben Sie gesund!

Prof. Dr. Tiago de Oliveira Pinto
Institutsdirektor und UNESCO Chair Holder „Transcultural Music Studies“