Aktuelle Informationen zum Studienfach Kulturmanagement
Kulturkreis veröffentlicht Buch über neues Denken in Wirtschaft und Kunst
Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft, Martin Schwemmle, Hellen Gross, Fabian Zimpel (Hrsg.) Art&B. Das Festival für neues Denken in Wirtschaft und Kunst

Wie entstehen neue Perspektiven, wenn vertraute Denk- und Handlungsmuster an Grenzen stoßen? Diese Frage steht im Zentrum des neu erschienenen Buches Art&B. Das Festival für neues Denken in Wirtschaft und Kunst, das am 9. Juni 2026 im Murmann Verlag veröffentlicht wurde. Herausgegeben wird der Band vom Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft, Hellen Gross, Martin Schwemmle und Fabian Zimpel.
Die Publikation eröffnet einen Resonanzraum zwischen Kunst und Wirtschaft – zwei Feldern, die oft mit einfachen Zuschreibungen belegt werden: hier Kreativität und Freiheit, dort Effizienz und Gewinnorientierung. Art&B zeigt, was entsteht, wenn diese unterschiedlichen Logiken aufeinandertreffen und sich neue Sichtachsen öffnen.
„Kunst und Wirtschaft bewegen sich unter ähnlichen Bedingungen: Beide arbeiten in Unsicherheit, brauchen neue Ideen und müssen das Unvorhersehbare gestalten“, so Mitherausgeber Fabian Zimpel. Der Band ist daher wie ein Festival angelegt – als Raum für Austausch, Vielfalt und neue Denkbewegungen.
Der Kulturkreis verbindet seit seiner Gründung Kunst, Kultur und Wirtschaft: in der Förderung künstlerischer Nachwuchstalente ebenso wie in Programmen, die Selbstreflexion und Ambiguitätstoleranz stärken. Art&B knüpft an diese Arbeit an und führt sie in den öffentlichen Diskurs: Essays, Interviews und Statements aus Kunst, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft erkunden, wie künstlerische Perspektiven Möglichkeitsräume öffnen und wirtschaftliches Denken Fragen von Umsetzung, Wirkung und Verantwortung einbringt.
Entlang der Themen Freiheit, Kraft und Dynamik entsteht ein vielstimmiger Dialog über Innovation, Verantwortung und Zukunftsfähigkeit. „Wir fühlen uns verpflichtet, Räume zwischen Kunst, Wirtschaft und Gesellschaft weiter zu öffnen und mit Art&B einen Beitrag zu leisten, der Inspiration und Orientierung bietet“, sagt Rodger Masou, Geschäftsführer des Kulturkreises.
Der Band versammelt Beiträge u. a. von Carsten Brosda, Amelie Deuflhard, Armin Nassehi, Alexis von Hoensbroech, Melanie Wald-Fuhrmann, Otto Scharmer und Maryam Aras.
Kultur in Transformation
Neue Schriftenreihe von Prof. Dr. Hellen Gross und Prof. Dr. Steffen Höhne
Eine Publikationsreihe zu Wandelprozessen im Kultursystem
Kulturmanagement bewegt sich im Spannungsfeld von Kultur und Gesellschaft, Politik und Wirtschaft – und all diese Bereiche stehen in enger Wechselwirkung zueinander. Gleichzeitig erlebt der Kulturbereich tiefgreifende Transformationsprozesse: Institutionen verändern ihre Strukturen, Produktions- und Distributionsformen wandeln sich, kulturpolitische Steuerungsmodelle werden neu gedacht, ökonomische Rahmenbedingungen verschieben sich und Akteur:innen übernehmen neue Rollen.
Die Kulturmanagementforschung begleitet diese Entwicklungen. Sie analysiert nicht nur theoretische Modelle des Kultursektors, sondern insbesondere die Dynamiken des Wandels und deren Auswirkungen auf Organisationen, Märkte, Institutionen und Praktiken. Dabei berücksichtigt sie die ästhetischen, politischen, ökonomischen und sozialen Kontexte, in denen kulturelle Produktion, Vermittlung und Rezeption stattfinden.
Mit der Publikationsreihe „Kultur in Transformation“ wird dieser Blick auf die Gegenwart und Zukunft des Kultursystems vertieft. Die Reihe widmet sich der wissenschaftlichen Analyse aktueller und kommender Veränderungsprozesse und schafft Orientierung in einem komplexen Feld zwischen marktwirtschaftlichen und kulturpolitischen Logiken.
Veröffentlicht werden wissenschaftliche Monographien, Tagungsbände sowie herausragende Qualifikationsarbeiten, die neue Perspektiven auf kulturelle Produktions‑, Organisations‑ und Vermittlungsformen eröffnen. Publikationssprachen: Deutsch und Englisch.
Kulturmanagement-Studentin Maria Varnava erhält den DAAD-Preis 2026

Die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar zeichnet in diesem Jahr die zypriotische Kulturmanagement-Studentin Maria Varnava mit dem DAAD-Preis 2026 aus. Gewürdigt werden ihre herausragenden Studienleistungen sowie ihr außergewöhnliches Engagement für die internationale Hochschulgemeinschaft.
Varnava überzeugt besonders in den Bereichen Kulturmarketing, Kulturpolitik und Kulturtheorie und verbindet wissenschaftliche Perspektiven konsequent mit praktischer Arbeit. Mit dem von ihr gegründeten „KuMagazin“ schafft sie eine Plattform, die internationalen Studierenden eine Stimme gibt und Einblicke in das Leben und die Herausforderungen am Studienort Weimar bietet.
Mit ihrem interkulturellen Konzertprojekt „Between Sounds“, gefördert durch das STIBET-I-Programm des DAAD, setzte sie zudem ein starkes Zeichen für kulturellen Austausch und übertraf die erwarteten Besucherzahlen deutlich.
Neben Studium und Projekten engagiert sich Varnava im Studierendenrat der Hochschule und gestaltet dort aktiv das studentische Gemeinschaftsleben mit.
Der DAAD-Preis würdigt internationale Studierende, die durch ihre Leistungen und ihr Engagement die Hochschulen bereichern. Maria Varnava steht beispielhaft für diese gelebte Vielfalt und gegenseitige Inspiration.
KuMagazin – Die erste Ausgabe ist da!
Zum Beginn des Wintersemesters 2025/26 erscheint die erste Ausgabe des KuMagazin – ein freiwilliges Projekt von Studierenden des Fachbereichs Kulturmanagement an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Das Magazin widmet sich aktuellen Themen rund um Kulturmanagement, Studienprofile, internationale Erfahrungen, Projekte und Musik.
Ziel des Magazins ist es, eine Plattform für interkulturellen Austausch, Orientierung und Vernetzung im Studienalltag zu schaffen. Es richtet sich insbesondere an neue Studierende und bietet Impulse für eigene Perspektiven und kreative Neuanfänge.
Das KuMagazin entstand aus studentischem Engagement und wird ohne kommerziellen Zweck veröffentlicht. Die Beiträge spiegeln die Vielfalt und Herausforderungen einer sich wandelnden Kulturbranche wider – zwischen Digitalisierung, Förderung und Selbstorganisation.
Lehrveranstaltungsverzeichnis Wintersemester 2025/26
Das Lehrveranstaltungsverzeichnis für das Wintersemester 2025/26 ist ab sofort online.
Lehrveranstaltungsverzeichnis Kulturmanagement
Die Anmeldung für die Kurse ist im Zeitraum vom 08.09.2025 - 20.10.2025 in Moodle möglich.
Hellen Gross wird neue Professorin für Kultur- und Veranstaltungsmanagement

Die Studienrichtung Kulturmanagement am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena steht künftig unter neuer Leitung. Zum 1. September 2025 übernimmt Prof. Dr. Hellen Gross den Lehrstuhl in der Nachfolge von Prof. Dr. Steffen Höhne, der 25 Jahre lang die Vermittlung seines Faches in Weimar prägte. Hellen Gross erhält ihre Ernennungsurkunde zur Professorin für Kultur- und Veranstaltungsmanagement am Donnerstag, 28. August im Roten Salon der Altenburg aus den Händen von Prof. Dagmar Brauns, Vizepräsidentin für Studium und Lehre.
„Die Professur für Kultur- und Veranstaltungsmanagement an der HfM Weimar bietet mir die einzigartige Möglichkeit, meine Leidenschaft für Forschung, Lehre und Praxis in einem inspirierenden Umfeld zu verbinden“, sagt die Wissenschaftlerin. „Ich möchte die Hochschule als zentralen Ort für wissenschaftlichen Diskurs und praxisnahe Ausbildung im Kulturbereich mitgestalten. Besonders motiviert mich die Chance, Studierende und Nachwuchswissenschaftler*innen in ihrer Entwicklung zu begleiten und gemeinsam mit regionalen wie internationalen Partner*innen innovative Impulse für den Kulturbetrieb zu setzen.“
Diese Ziele decken sich mit den Vorstellungen der Weimarer Hochschulleitung, wie die Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Prof. Dagmar Brauns, betont: „Die Hochschulleitung erhofft sich künftig eine noch engere Verknüpfung von Theorie und Praxis, insbesondere in den Bereichen Musik- und Veranstaltungsmanagement sowie die intensive, projektbasierte Vernetzung mit anderen, insbesondere künstlerischen Studiengängen der Hochschule, aber auch mit dem Studiengang Medienmanagement der Bauhaus-Universität Weimar. Wir sind davon überzeugt, mit Frau Dr. Gross genau die Richtige für diese Zielsetzung gewonnen zu haben.“
„Ich freue mich darauf, Teil einer Hochschule zu werden, die musikalische Exzellenz mit Persönlichkeitsbildung verbindet und in der Offenheit, Neugier und Innovation gelebte Werte sind. Besonders reizt mich die inspirierende Atmosphäre der Kulturstadt Weimar, die historische Tiefe mit künstlerischer und kultureller Innovationskraft vereint. Ich bin gespannt auf den Austausch, die Zusammenarbeit und die kreative Energie, die diesen besonderen Ort auszeichnen.“
In ihrer Lehre möchte sie den Studierenden ein fundiertes Verständnis für die betriebswirtschaftlichen Grundlagen des Kultur- und Veranstaltungsmanagements vermitteln sowie auch „einen kritischen Blick auf manageriale Instrumente“: „Gleichzeitig möchte ich die Studierenden für die gesellschaftliche Relevanz ihres zukünftigen Wirkens sensibilisieren. Der Fokus liegt dabei auf praxisnahen Formaten, interaktiven Methoden und der Verbindung von Theorie und Anwendung. Besonders wichtig ist mir, die Vielfalt des Kulturbetriebs abzubilden und die Studierenden zu befähigen, reflektiert, verantwortungsvoll und innovativ in diesem Feld zu agieren. Auch der Aufbau neuer Studienangebote und Module für Partnerstudiengänge wird im Fokus sein.“
Bereits während ihres Studiums der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim fokussierte Hellen Gross sich auf das Management von Kulturorganisationen. Nach ihrer Promotion zum strategischen Management und Marketing von Nonprofit-Organisationen an der Universität Mannheim am Lehrstuhl für Public und Nonprofit Management von Prof. Dr. Bernd Helmig war sie als Unternehmensberaterin im öffentlichen, privaten und Nonprofit-Sektor tätig. Von 2016 bis 2021 hatte sie die Professur für Nonprofit Management an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes inne.
Hellen Gross verfügt durch ihre langjährige Erfahrung an Universitäten und Hochschulen über eine breite Lehrerfahrung – auch mit digitalen Lehr- und Lernformaten. Ihre Forschung beschäftigt sich mit dem strategischen Management, Marketing und dem Personalmanagement von Kulturorganisationen sowie der Kulturpolitik und ist in renommierten, internationalen Fachzeitschriften publiziert, unter anderen im Journal of Business Research, dem Journal of Cultural Management and Cultural Policy und dem International Journal of Arts Management.
Seit April 2022 leitet sie als Vorstandsvorsitzende ehrenamtlich den Fachverband für Kulturmanagementforschung, wobei ihr die Weiterentwicklung des Faches Kulturmanagement in theoretischer, empirischer und methodischer Hinsicht und die Förderung von Nachwuchswissenschaftler*innen wichtige Anliegen sind.

