Studienfächer und Profile:

Historische Musikwissenschaft

Der Lehrstuhl für Historische Musikwissenschaft befasst sich mit der Geschichte der Musik und der Musik in der Geschichte. Einen Schwerpunkt bilden Quellen vom Musikmanuskript über Notendrucke, Egodokumente sowie Lehrwerke und Musikinstrumente, aber auch historische Quellen aller Art, die den Kontext der jeweiligen Musik verstehen und erhellen helfen. Hinzu kommen empirische Ansätze, wie die Erschließung von Repertoire und die Dokumentation von Fakten.

Geschichte des Jazz und der populären Musik

Das Masterstudienprofil „Geschichte des Jazz und der populären Musik“ widmet sich der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den verschiedenen Genres und Stilen des Jazz und der populären Musik in Geschichte und Gegenwart. Dazu zählen ihre historischen und aktuellen Produktions-, Distributions- und Rezeptionspraktiken sowie ihren sozialen, kulturellen, regionalen, ethnischen, ökonomischen und medialen Kontexten.

Transcultural Music Studies

Der UNESCO Lehrstuhl für Transcultural Music Studies (TMS) widmet sich der Musik und ihrer Erforschung aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive. Dabei sind sämtliche, weltweit existierenden musikalischen Stile von Interesse. Der Lehrstuhl untersucht Musik als „immaterielles Kulturerbe“ in Zusammenarbeit mit einem internationalen Netzwerk von Expert/-innen und bietet viele musik- und wissenschaftspraktische Anwendungsmöglichkeiten, wie Ausstellungen oder Konzerte.

Geschichte der Jüdischen Musik

Der Lehrstuhl für Geschichte der jüdischen Musik in Weimar ist der erste, voll ausgestattete Lehrstuhl für jüdische Musikgeschichte in Europa. Innerhalb des Masterstudiengangs „Musikwissenschaft“ erfolgt im Studienprofil „Geschichte der jüdischen Musik“ eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Vielfältigkeit und Pluralität der jüdischen Musik, die grundsätzlich als Ausdruck jüdischer Identität verstanden wird. 

Musikpraxis

Das Profil Musikpraxis ist ähnlich wie das Bachelor-Ergänzungsfach Musikpraxis eine Besonderheit der Weimarer Ausbildung und ergänzt die wissenschaftliche Ausbildung durch künstlerisch-praktische Erfahrungen.

Die Studierenden können aus den instrumentalen und vokalen Angeboten der Hochschule selbst wählen und Projekte mit gestalten; dadurch ergibt sich eine besondere Eignung der Absolventen dieses Profils für musikvermittelnde Berufe, wo zugleich die historische Komponente vermittelt werden kann.

Kulturmanagement

Im Studienfach „Kulturmanagement“ werden die Bedingungen und Veränderungen von Produktions-, Distributions- und Rezeptionsprozessen untersucht. Ein weiterer Fokus liegt auf den Organisationsprinzipien und Transformationen des kulturellen Feldes, den Kulturindustrien und -institutionen sowie den Rollenmodellen der Akteure im kulturellen Feld. Zentrale Bezugsdisziplinen für die Kulturmanagementlehre sind Kulturwissenschaft, Kulturpolitik, Kultursoziologie und Kulturökonomie / BWL-Managementlehre.

Die Kombination von Musikwissenschaft und Kulturmanagement ist in Deutschland an einer öffentlichen Hochschule nur in Weimar zu finden. Außerdem ist die Wahl der Fächerkombination nicht auf die Hochschule begrenzt, sondern es können auch Fächer von der FSU Jena gewählt werden. Es können „Interkulturelles Musik- und Veranstaltungsmanagement“ als Bachelor-Nebenfach und verschiedene Profile des Masterstudiengangs „Kulturmanagement“ gewählt werden.