Aktuelles
Living Heritage and Music – UNESCO Summer School 2026 in Pelion, Griechenland
Vom 24.–30. Juli 2026 findet erstmals die UNESCO Chair Summer School on Music as Living Heritage in Pelion (Griechenland) statt. Organisiert von den UNESCO Chairs der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Nationalen und Kapodistrischen Universität Athen, widmet sich die Summer School dem aktuellen Thema Music as Living Heritage.
Eingeladen sind MA- und PhD-Studierende aus Musikologie, Ethnomusikologie, Anthropologie, Soziologie, Heritage- und Museumsstudien sowie verwandten Bereichen, die zu Musik und Living Heritage forschen.
Die Summer School findet im Rahmen des PelionFestival statt. Bewerbungen mit einem Abstract (max. 300 Wörter) und kurzem CV können bis 30. April 2026 eingereicht werden.
Weitere Informationen und Bewerbung: https://www.pelionfestival.com/application-form
Den vollständigen Call finden Sie hier.
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Living Heritage and Music – UNESCO Summer School 2026 in Pelion, Greece
From 24–30 July 2026, the first UNESCO Chair Summer School on Music as Living Heritage will take place in Pelion, Greece. Organized by the UNESCO Chairs at the University of Music Franz Liszt Weimar and the National and Kapodistrian University of Athens, the program explores the 2026 theme Music as Living Heritage.
The Summer School invites MA and PhD students in musicology, ethnomusicology, anthropology, sociology, heritage and museum studies, and related fields who are conducting research on music and Living Heritage.
Hosted by the PelionFestival, the program welcomes applications including an abstract (max. 300 words) and a short CV until 30 April 2026.
More information and application: https://www.pelionfestival.com/application-form
You can find the full call here.
Workshop
„Ethnographische Praxis im Wandel: kollaborativ, kooperativ, dekolonial?“

Der Workshop „Ethnographische Praxis im Wandel: kollaborativ, kooperativ, dekolonial?“ wird von Edilson Kuruaya und Bruno Britto geleitet. Ziel des Workshops ist es, die an der Universidade Federal do Pará (UFPA) sowie am Labor für Ethnomusikologie (LABETNO) angesiedelte Forschung von Edilson Kuruaya zu Musik und Instrumenten der Kuruaya zu diskutieren, sowie die Zusammenarbeit zwischen Edilson und dem Projekt „Resocialization of Sound: Collaboration in Research, Archiving and Dissemination with Amazonian Collectives“ im Sinne aktueller Konzepte ethnographischer Praxis zu thematisieren.
Die Kuruaya leben sowohl im urbanen Kontext der Stadt Altamira als auch in Dörfern am Curuá und am Iriri, die Nebenflüsse des Xingu-Flusses sind. Altamira ist eine Gemeinde in der Region Médio Xingu im Bundesstaat Pará im amazonischen Gebiet Brasiliens.
Derzeit führt Edilson Kuruaya als Student der UFPA und Forscher am LABETNO einen Teil seiner Forschung unter der Betreuung von Professorin Liliam Cristina Barros Cohen in Zusammenarbeit mit dem Projekt „Resocialization of Sound: Collaboration in Research, Archiving and Dissemination with Amazonian Collectives“ durch, an dem auch das Ethnologische Museum Berlin und die Hochschule für Musik Franz Liszt beteiligt sind. Im Rahmen dieses Projekts unternimmt Edilson einen Forschungsaufenthalt am Ethnologischen Museum Berlin mit Fokus auf die Kuruaya-Xipaya-Sammlung, die im 20. Jahrhundert von Emilie Snethlage zusammengetragen wurde. Anschließend besucht Edilson das IAI – Ibero-Amerikanisches Institut, wobei der Schwerpunkt auf den Tagebüchern von Emilie Snethlage liegt, insbesondere auf dem von ihr dokumentierten Wörterbuch mit Kuruaya-Begriffen.
Während des Museumsbesuchs analysiert Edilson Musikinstrumente sowie weitere Artefakte aus der Sammlung, um Objekte von besonderer kultureller Relevanz für das Kuruaya-Volk zu identifizieren und zugleich zu prüfen, ob im Museum erhaltene Objektmodelle vorhanden sind, die mit Praktiken, Wissensbeständen und Erinnerungen zusammenhängen, die heute nicht mehr in ihrem ursprünglichen Gebiet präsent sind oder sich derzeit in einem Revitalisierungsprozess innerhalb der Gemeinschaften befinden.
Beim Besuch an IAI recherchiert Edilson im Kuruaya-Wörterbuch gezielt nach Begriffen, die mit Musikinstrumenten und kulturellen Praktiken des Kuruaya-Volkes verbunden sind, vor dem Hintergrund, dass die Kuruaya-Sprache im Laufe der Jahre immer weniger innerhalb der Gemeinschaft gesprochen wird.
Der Workshop bietet eine kritische Reflexion über kollaborative und dekoloniale ethnografische Praktiken. Insbesondere wird die aktive Rolle indigener Forschender in Prozessen kollaborativer Forschung, Interpretation sowie der Zirkulation akademischen und museologischen Wissens Hervorgehoben. Zudem eröffnet der Workshop eine Diskussion über ethische Protokolle im Umgang mit Musik und mit dem Zugang zu in Museen bewahrten Objekten und Artefakten.
Der Workshop wird von der Swiss National Science Foundation (SNSF) im Rahmen des Projekts „Resocialization of Sound: Collaboration in Research, Archiving and Dissemination with Amazonian Collectives“ finanziert, das von Prof. Dr. Matthias Lewy koordiniert wird, der derzeit Inhaber der Professur für Transcultural Music Studies (TMS) an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar ist.
Datum: 24.01.2026
Uhrzeit: 10:00 Uhr
Ort: Seminarraum 168, Hauptgebäude der Universität Jena – Am Fürstengraben 1
Für das Seminar ist keine vorherige Anmeldung erforderlich; es richtet sich an alle Interessierten.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Bruno Britto: bruno.maues.de.lemos.britto(@)hfm.uni-weimar.de
Workshop DiasporAsa – klangliche Erinnerungsmosaike gegen das Vergessen
07. bis 09.11.2025
Vom 07.–09. November 2025 veranstaltet Musiker*innen und Musikvermittler*innen des asambura ensemble in Kooperation mit Studierenden der HfM Weimar sowie weiteren Workshopteilnehmer*innen in Weimar bzw. Buchenwald den Workshop „DiasporAsa – klangliche Erinnerungsmosaike gegen das Vergessen“.
In unserem dreitägigen Workshop begegnen wir der Vergangenheit durch Klang, Musik und Film. Es entsteht ein Raum, in dem Erinnerung künstlerisch erfahrbar wird.
Der Workshop ist ein Bestandteil des gleichnamigen Künstlerisch-Wissenschaftlichen-Projektseminares.
Die Teilnahme am Workshop ist für weitere interessierte Studierende der HfM geöffnet - die Zielgruppe ist dabei sehr divers, unabhängig von Vorkenntnissen oder Instrumentalpraxis: sowohl junge Menschen ab ca. 15 Jahren, Studierende bis hin zu älteren Menschen - zusammengefasst alle, die sich gerne mit dem Thema auseinandersetzen wollen. Weitere Infos und Anmeldung finden sich hier: https://asambura-ensemble.de/diasporasa-weimar/
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