Prof. Gregor Bühl

Prof. Gregor  Bühl
Foto: Guido Werner

Professor für Orchesterdirigieren

gregor.buehl(at)hfm-weimar.de

Gregor Bühl wurde 1964 geboren und begann sein Dirigierstudium an der Düsseldorfer Musikhochschule bei Wolfgang Trommer. Er nahm an Meisterkursen bei Ferdinand Leitner, Gary Bertini und Gerd Albrecht teil. 1995 wurde ihm der 2. Preis beim Nikolai Malko Dirigierwettbewerb in Kopenhagen verliehen und 1993 der Kulturpreis der Berenberg-Bank in Hamburg. Er war Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben und des DAAD.

Gregor Bühl ist ein international gefragter Opern- und Konzertdirigent. Mit seiner Neueinstudierung des „Der Ring des Nibelungen“-Zyklus an der Königlichen Oper Stockholm gewann er internationale Aufmerksamkeit. Die gesamte Produktion wurde vom schwedischen Fernsehen ausgestrahlt. Für das Label Capriccio hat Gregor Bühl in den vergangenen Jahren die Orchesterwerke von Walter Braunfels mit dem RSO Wien und der Deutschen Staatsphilharmonie eingespielt. Die vierte und letzte CD der Reihe wurde mit dem „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet. Im April wird, ebenfalls bei Capriccio, die zweite CD mit Werken von Niklos Rozsa erscheinen.

In den letzten Spielzeiten war Gregor Bühl regelmäßig am Theater Basel, der Königlichen Oper Kopenhagen, der Hamburgischen Staatsoper und der Stuttgarter Staatsoper mit verschiedenen Operndirigaten zu erleben. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn ferner mit dem Staatstheater Hannover, wo er in den vergangenen Spielzeiten mehrere Neuproduktionen leitete, darunter die deutsche Erstaufführung von Manfred Trojahns „Orest“ und eine vielbeachtete Produktion von Verdis „Traviata’“, die er aktuell auch am Theater Basel dirigiert.

2021 leitete er die vielbeachtete Uraufführung der Oper „Electric Saint“ von Steward Copeland am Deutschen Nationaltheater Weimar. Bühl gab sein Nordamerika-Debüt an der Canadian Opera Company in Toronto mit „Fidelio“ und sein Südamerika-Debüt am Teatro Colón in Buenos Aires mit einer Produktion von Lehárs „Lustiger Witwe’. Gastdirigate führten ihn u.a. an die Opéra National de Montpellier, an die Semperoper Dresden, wo er die selten aufgeführte Strauss-Bearbeitung von Mozarts „Idomeneo“ dirigierte, sowie auch an die Deutsche Oper Berlin und die Oper Leipzig.

Bei Konzertreisen durch Deutschland, Skandinavien, Osteuropa und Israel arbeitete Gregor Bühl u.a. mit den Radiosinfonieorchestern von Wien, Berlin, Hamburg, Saarbrücken, Hilversum und Hannover sowie mit den finnischen und dänischen Rundfunkorchestern. Weitere Dirigate führten ihn zum Israel Philharmonic Orchestra, der Staatskapelle Weimar, dem Trondheim Symphony Orchestra, den Düsseldorfer Symphonikern und der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz.

Seine erste Dirigierverpflichtung hatte er als Assistent von Gerd Albrecht an der Hamburgischen Staatsoper, bevor er 1995 als Erster Kapellmeister an das Staatstheater Hannover wechselte. Während der sechs Jahre, die er diesem Haus verbunden blieb, dirigierte er ein breitgefächertes Repertoire, das nicht nur die großen deutschen und italienischen Opern, sondern auch wichtige zeitgenössische Werke umfasste. Eine CD-Aufnahme mit Sharon Kam und dem London Symphony Orchestra mit amerikanischen Werken für Klarinette erhielt den „Deutschen Schallplattenpreis“.

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