Grafik: Dipl.-Des. Susanne Tutein

Von Goethe bis Gounod

 „Eine Faust voll Theater“ an zwei vielschichtigen Abenden im Studiotheater Belvedere

Passend zum Themenjahr „Faust“ der Klassik Stiftung Weimar lädt die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar zu einer vielschichtigen szenischen Produktion ein. „Eine Faust voll Theater“ bietet am Donnerstag, 3. Juli und Freitag, 4. Juli jeweils um 19:30 Uhr im Studiotheater Belvedere ein abwechslungsreiches Bühnenerlebnis mit Gesang, Schauspiel, Tanz, Videodesign und Performance. Der Eintritt ist an beiden Abenden frei!

Im Innenhof des Theaters sowie im Studiotheater Belvedere selbst wird Johann Wolfgang von Goethes „Faust. Der Tragödie erster Teil“ in einer originellen Fassung aufgeführt, die klassische Szenen aus dem Drama mit Szenen aus Charles Gounods Oper „Faust“ und weiteren Liedern und Ensembles kombiniert.

Die rund 90-minütige Aufführung ist ein Beitrag des Instituts für Gesang und Musiktheater zum Faust-Jahr in Weimar und zeigt, wie lebendig, vieldeutig und zeitlos Goethes Werk auch heute noch interpretiert werden kann. 

Bachelor- und Masterstudierende präsentieren eine interdisziplinäre Annäherung an das ikonische Stück – poetisch, musikalisch und körperlich intensiv. „Ein besonderes Highlight der Produktion ist das aufwendig gestaltete Videodesign, das nicht nur als visuelle Kulisse fungiert, sondern die Handlung atmosphärisch verdichtet und zusätzliche Bedeutungsebenen eröffnet“, erklärt Regisseur Jochen Biganzoli, der als Professor für Musiktheater/Szene an der Weimarer Musikhochschule lehrt.

„Die visuelle Gestaltung wird so zum integralen Bestandteil des dramaturgischen Konzepts und verleiht der Aufführung eine eindringliche ästhetische Tiefe.“

Inszeniert wird das Projekt von Jochen Biganzoli sowie auch von Thomas C. Zinke. Für Bühne und Videodesign zeichnet Thomas Lippick verantwortlich, die Kostüme gestaltet Bernadette Nieslony. Die technische Leitung liegt bei Daniel Schauder.

Eine Faust voll Theater“ verspricht ein spannendes Zusammenspiel aus Tradition und Experiment und richtet sich an alle, die sich von junger Theaterkunst und klassischer Literatur und Musiktheater gleichermaßen begeistern lassen.

[16.06.2025]