
Ethnographische Praxis im Wandel
Öffentlicher Workshop in Jena
Der UNESCO-Lehrstuhl für Transcultural Music Studies lädt am Samstag den 24. Januar zum öffentlichen Workshop „Ethnographische Praxis im Wandel: kollaborativ, kooperativ, dekolonial?“an der Universität Jena ein.
Der Workshop wird von Edilson Kuruaya und Bruno Britto geleitet, er bietet eine kritische Reflexion über kollaborative und dekoloniale ethnografische Praktiken. Insbesondere wird die aktive Rolle indigener Forschender in Prozessen kollaborativer Forschung, Interpretation sowie der Zirkulation akademischen und museologischen Wissens Hervorgehoben. Zudem eröffnet der Workshop eine Diskussion über ethische Protokolle im Umgang mit Musik und mit dem Zugang zu in Museen bewahrten Objekten und Artefakten.
Der Workshop wird von der Swiss National Science Foundation (SNSF) im Rahmen des Projekts „Resocialization of Sound: Collaboration in Research, Archiving and Dissemination with Amazonian Collectives“ finanziert, das von Prof. Dr. Matthias Lewy koordiniert wird, der derzeit Inhaber der Professur für Transcultural Music Studies (TMS) an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar ist.
Ziel des Workshops ist es, die an der Universidade Federal do Pará (UFPA) sowie am Labor für Ethnomusikologie (LABETNO) angesiedelte Forschung von Edilson Kuruaya zu Musik und Instrumenten der Kuruaya zu diskutieren, sowie die Zusammenarbeit zwischen Edilson und dem Projekt „Resocialization of Sound: Collaboration in Research, Archiving and Dissemination with Amazonian Collectives“ im Sinne aktueller Konzepte ethnographischer Praxis zu thematisieren.
Die Kuruaya leben sowohl im urbanen Kontext der Stadt Altamira als auch in Dörfern am Curuá und am Iriri, die Nebenflüsse des Xingu-Flusses sind. Altamira ist eine Gemeinde in der Region Médio Xingu im Bundesstaat Pará im amazonischen Gebiet Brasiliens.
Weitere Informationen finden Sie hier.
[19.01.2026]
