Musiktheater | Szene

Wo Musik zur Handlung wird – und Szene zur Kunst


Die szenische Arbeit im Musiktheater bildet das Herzstück des Studiums. Hier verschmelzen Gesang, Schauspiel, Körper und Raum zu einer lebendigen Einheit. Von Beginn an stehen reale Rollen im Mittelpunkt: Figuren werden entwickelt, Situationen gestaltet, musikalische Strukturen dramatisch durchdrungen. Musik wird nicht nur gesungen – sie wird verkörpert.


Arbeiten unter echten Bedingungen
Im Studiotheater mit 150 Plätzen, moderner Bühnentechnik und Orchestergraben entstehen Produktionen unter professionellen Theaterbedingungen: mit Licht, Kostüm, Maske, Technik und Publikum. Die Studierenden sind Teil eines künstlerischen Gesamtprozesses und erleben, wie Musiktheater als Zusammenspiel aller Gewerke entsteht.
 

Praxis als künstlerische Schule
Jede Produktion fordert Ausdruckskraft, Präzision und Teamfähigkeit. Szenische Probenarbeit, musikalische Einstudierung und körperliche Präsenz greifen ineinander und formen eine eigenständige Bühnenpersönlichkeit.


Ziel
Die Entwicklung von Ausdruck, Präsenz und Authentizität. Eine individuelle szenisch-musikalische Sprache entsteht – getragen von künstlerischer Haltung und wachsender professioneller Reife.
 

Ansprechpartner*innen

Prof. Jochen Biganzoli

Prof. Jochen  Biganzoli
Foto: Volker Beinhorn

Professor für Musiktheater/Szene
Leitung Musiktheater/Szene

Beethovenhaus Belvedere

jochen.biganzoli(at)hfm-weimar.de

Jochen Biganzoli arbeitet seit 1999 als freischaffender Opernregisseur an nationalen und internationalen Bühnen, u. a. in Semperoper Dresden, Kongelige Teater Kopenhagen, Gran Teatre del Liceu Barcelona, Staatsoper Hamburg, Theater Lübeck, Staatstheater Meiningen, Staatstheater Augsburg, Oper Halle und Oper Leipzig. Immer gehören auch die Thüringer Theater in Altenburg, Gera, Eisenach und Meiningen zu den Stationen seiner Karriere. 

2013 erhielt er für seine Inszenierung von »Der Meister und Margarita« an der Hamburgischen Staatsoper den Rolf-Mares-Preis in der Kategorie »Herausragende Inszenierung«. Für seine »Lady Macbeth von Mzensk« am Theater Lübeck  wurde er 2016 für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie »Beste Regie Musiktheater« nominiert. Seine Produktion »Der ferne Klang« (Theater Lübeck) wurde in der Saisonbilanz 2018 der Zeitschrift »Die Deutsche Bühne« für »Bühne/Raum/Kostüm« hervorgehoben; sein »Freischütz« (Theater Lübeck) wurde im Jahrbuch der »Opernwelt« 2018/2019 in der Kategorie »Beste Aufführung« nominiert.

Mit seiner »radikal gedachten und verblüffend stimmigen« Inszenierung von »Tristan und Isolde« 2019 am Theater Hagen wurde Jochen Biganzoli in der Autorenumfrage von »Die Deutsche Bühne« als »herausragender Regiebeitrag zur aktuellen Entwicklung der Oper« ausgezeichnet und zudem erneut für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert.

Zu seinen jüngsten Arbeiten zählen »Die tote Stadt« und »The Wreckers« am Staatstheater Meiningen, »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« am Staatstheater Augsburg und »Euridice« am Deutschen Nationaltheater Weimar.

Jochen Biganzoli blickt auf umfangreiche Lehrerfahrungen an der Hochschule für Künste Bremen, an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie der Hochschule für Musik und Tanz Köln zurück. 

weitere Infos unter www.biganzoli.de

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