
Von Brahms bis Tango
Vielgestaltiges Antrittskonzert von Kammermusikprofessor Martin Klett
Stilistische Vielseitigkeit ist ein künstlerisches Markenzeichen des Musikers und Musikpädagogen Martin Klett. Seit April 2025 lehrt er als neuer Professor für Kammermusik mit Schwerpunkt Klavier-Kammermusik an der Weimarer Musikhochschule – und spielt am Mittwoch, 3. Juni um 19:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus nun sein Antrittskonzert. Eintrittskarten zu 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, gibt es bei der Tourist-Information Weimar sowie an der Abendkasse.
Bei seinem Antrittskonzert präsentiert sich Martin Klett gemeinsam mit langjährigen musikalischen Weggefährten. So gewann er mit dem Klarinettisten Sebastian Manz 2008 den Deutschen Musikwettbewerb, gefolgt von zahlreichen gemeinsamen Konzerten und CD-Einspielungen. Auch mit dem Cellisten Valentino Worlitzsch – einem Alumnus der Weimarer Musikhochschule und Solocellisten des Gewandhausorchesters zu Leipzig – verbindet ihn eine regelmäßige kammermusikalische Zusammenarbeit.
Formiert zum Duo und Trio bringen die drei Musiker in der ersten Konzerthälfte Ludwig van Beethovens groß angelegte Sonate Nr. 2 für Klavier und Violoncello g-Moll op. 5 Nr. 2 sowie Johannes Brahms‘ spätes Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier a-Moll op. 114 zu Gehör. Der zweite Teil des Antrittskonzerts widmet sich dann dem Tango: Gemeinsam mit seinem 2008 gegründeten Cuarteto SolTango bringt Martin Klett die Musik der legendären „Orquestas Típicas“ aus der Goldenen Ära des Tangos auf die Bühne.
Es erklingen Tangos von Aníbal Troilo, Osvaldo Pugliese, Horacio Salgán und vielen weiteren Komponisten. Die Ensemblemitglieder führen moderierend durch ein Programm, dessen Arrangements sämtlich aus der Feder von Martin Klett stammen.
Martin Klett hat sich als außerordentlich vielseitiger und wandlungsfähiger Pianist einen Namen gemacht. So kann man ihn als klassischen Kammermusiker erleben, als Mitglied des Cuarteto SolTango, als Solist mit Repertoire von Bach bis Crumb, als Cembalist mit historisch informierten Ensembles oder in Rezitalen, die zwischen Klassik, Tango und Jazz changieren.
Aktuell konzentriert sich Martin Klett zunehmend auf das Cembalospiel und hat in diesem Rahmen mit Künstlern wie Maurice Steger, Jonian Ilias Kadesha, Arabella Steinbacher und Magali Mosnier sowie den Chaarts Chamber Artists und der Kammerakademie Potsdam zusammengearbeitet. Weitere Highlights der aktuellen Saisons sind Gastspiele bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Istanbul Music Festival, dem Internationalen Bachfest Hamburg und dem Mozarteum Salzburg.
Seine Ausbildung erhielt Martin Klett bei seinem langjährigen Mentor Prof. Konrad Elser an der Musikhochschule Lübeck und erhielt weitere prägende Impulse von Leon Fleisher, Elisabeth Leonskaja und Pascal Devoyon, als Cembalist von Christine Schornsheim, Richard Egarr und Avinoam Shalev sowie als Kammermusiker von Stephen Isserlis, Gerhard Schulz und vielen weiteren bedeutenden Musikerpersönlichkeiten.
[18.05.2026]
