Szenenbild: Kino mon ami

Vivaldi, Bach und Strauß

Fünf Musikfilme im Rahmen der Weimar Master Classes im Kommunalen Kino mon ami

Das hochkarätige Konzertprogramm der 66. Weimar Master Classes wird auch in diesem Jahr wieder durch eine spannende Musikfilm-Reihe im Kommunalen Kino mon ami ergänzt. Vom 29. Juli bis zum 6. August befassen sich Dokumentar- und Spielfilme u.a. mit dem Leben und der künstlerischen Wirkung von Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Antonio Vivaldi oder Johann Strauß. Eintrittskarten zu 7 Euro, ermäßigt 5 Euro, gibt es an der Kinokasse.

Den Beginn macht der Musikfilm „Chronik der Anna Magdalena Bach“ (BRD/IT 1968) am Mittwoch, 29. Juli um 21:00 Uhr im Kino mon ami. Anhand von erhaltenen Handschriften, Briefen und zeitgenössischen Berichten inszenieren Jean-Marie Straub und Danièle Huillet das Leben von Anna Magdalena Bach, der zweiten Frau Johann Sebastian Bachs. Im Film verzahnt sich ihre Existenz mit dem Musizieren Johann Sebastian Bachs und ihrem eigenen Spiel am Spinett.

Weiter geht es am Donnerstag, 30. Juli um 21:00 Uhr mit „Living Bach“ (DE 2023) der Leipziger Filmemacherin Anna Schmidt. Ihr Dokumentarfilm spürt Bach-Enthusiasten rund um den Globus auf und offenbart außergewöhnliche und lebensverändernde Beziehungen zu Bachs unvergleichlicher Kunst. Weltweit gibt es über 300 Bachchöre und -ensembles, in denen sich Musikliebhaber*innen unterschiedlichster Kulturen, Religionen und Lebensrealitäten zusammenfinden.

In der kommenden Woche steht am Dienstag, 4. August um 21:00 Uhr zunächst der Musikfilm „Johann Strauß – Der ungekrönte König“ (DDR/AT 1987) auf dem Kinoprogramm. Der DEFA-Film setzt bei einem Opernball im Jahre 1986 ein und blendet beim Donauwalzer zurück ins Wien der Jahrhundertwende – zu Stationen aus dem Leben des „Walzerkönigs“ Johann Strauß, zu seinen Triumphen und Misserfolgen, dem Glanz und den privaten Nöten.

Es folgt am Mittwoch, 5. August um 21:00 Uhr der Film „Die siebente Saite“ (FR 1991) mit dem Vater-Sohn-Gespann Guillaume und Gérard Depardieu in den Hauptrollen. Nach dem Tod seiner Frau zieht sich der Komponist Sainte Colombe komplett zurück. Nur die Musik hält ihn überhaupt noch am Leben. Einer der wenigen Menschen, die er an sich heranlässt, ist sein talentierter Schüler Marin Marais. Dieser überflügelt bald den Meister und macht als reifer Mann Karriere am Hofe von Ludwig XIV.

Zum Abschluss zeigt das Kino mon ami am Donnerstag, 6. August um 21:00 Uhr noch den relativ neuen Musikfilm „Vivaldi und ich“ (IT/FR 2025). Der preisgekrönte Theater- und Opernregisseur Damiano Michieletto verwebt in seinem Spielfilmdebüt die Biografie des weltberühmten Komponisten mit dem Schicksal einer jungen Waise. Die talentierte Violinistin Cecilia wächst im barocken Venedig des 18. Jahrhunderts auf. Antonio Vivaldi, der neue Leiter des Orchesters, ermutigt sie, ihren eigenen Weg zu gehen.

Nähere Informationen: www.hfm-weimar.de/masterclasses

[28.07.2026]