Foto: Karima Albrecht

Singt dem Herrn ein Lied

Der hochkarätige Kammerchor der Hochschule geht auf Konzertreise bis nach Schweden

Regelmäßig singt der Kammerchor der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar auf Tourneen in anderen Ländern – als klingender Inbegriff der hiesigen Lehrqualität. Die erste Konzertreise des Sommersemesters führt den Chor unter der Leitung von Prof. Jürgen Puschbeck vom 24. April bis 2. Mai in Kirchen in Weimar, Lübeck und Lüneburg – sowie auch nach Schweden, mit zwei Auftritten in Stockholm und Västeras.

Unter dem Titel „Singt dem Herrn ein Lied“ hat Chorleiter Jürgen Puschbeck ein weit gefächertes Programm mit deutscher und skandinavischer Chormusik zusammengestellt, das von Heinrich Schütz über Franz Liszt bis zum zeitgenössischen finnischen Komponisten Jaakko Mäntyjärvi reicht. 

So wird unter anderem die Vertonung des Psalms 100 „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ von Heinrich Schütz, die Motette „Singet dem Herrn ein neues Lied“ von Johann Sebastian Bach, das Pater Noster aus dem Oratorium „Christus“ von Franz Liszt“ sowie das „Jubilate Deo“ der schwedischen Chorleiterin und Komponistin Agneta Sköld zu hören sein.

Instrumental werden die Kirchenkonzerte durch Auftritte von Anissa Albrecht (Klarinette) und Karima Albrecht (Violoncello) ergänzt, die neben Duos von Carl Stamitz und Nicolas Bacri auch die „Disco Toccata“ für Cello und Klarinette von Guillaume Connesson zur Aufführung bringen.

Zum Tournee-Auftakt singt der Kammerchor am Freitag, 24. April um 19:30 Uhr in der Katholischen Kirche Herz Jesu in Weimar. Der Eintritt ist hier frei. Am darauffolgenden Samstag geht es für ein Konzert in die gleichnamige Herz-Jesu-Kirche in Lübeck, bevor die Reise weiter nach Schweden führt. Nach Auftritten im Dom von Västeras am 28. April und der Stockholmer Domkirche „Storkyrkan“ am 29. April schließt sich der Kreis mit einem letzten Konzert in der Kirche Lüneburg am 1. Mai.

Dem Kammerchor der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar gehören vorwiegend Studierende des Studienganges Schulmusik und der Studienrichtung Dirigieren und Gesang an. Er wurde 1926 als Madrigalchor von Walter Rein gegründet und entwickelte sich rasch zu einem Spitzenensemble der Musikhochschule. Nach dem zweiten Weltkrieg setzte zunächst Prof. Günter Fredrich, ab den 1970er Jahren sodann Prof. Gerd Frischmuth die chorische Arbeit fort. 

Letzterer trug maßgeblich zu dem hohen künstlerischen Niveau bei, das der Chor bis heute hält. Seit 1997 leitet Frischmuths einstiger Schüler Prof. Jürgen Puschbeck das Ensemble. Puschbeck war selbst Mitglied des Dresdner Kreuzchors, studierte in Weimar und wurde 1986 zunächst Chordirektor der Jenaer Philharmonie, bevor er 1997 die künstlerische Leitung des Kammerchors der Weimarer Musikhochschule übernahm – und 1998 zum Professor für Chordirigieren berufen wurde.

Der Chor weist eine rege Konzerttätigkeit auf: Gastspielreisen führten ihn bereits in fast alle europäischen Länder, in die USA, nach Japan und Israel. Das Ensemble wird seit vielen Jahren auch als Botschafter Thüringens und Deutschlands wahrgenommen. So gehören Konzerte für die thüringischen Landesvertretungen in Berlin und Brüssel bereits zur Tradition; ebenso gestaltete der Chor mehrfach Adventskonzerte im Auftrag der deutschen Botschaft in Wien, Bratislava und Košice. 

Der Kammerchor pflegt in erster Linie die a-cappella-Literatur des 16. bis 21. Jahrhunderts, daneben gehört aber auch die Vokalsinfonik zum festen Bestandteil des Repertoires. Hier, wie auch bei anderen Projekten, arbeitete der Chor mit namhaften Dirigenten wie z.B. Kurt Masur, Fabio Luisi, Helmuth Rilling, Georg Christoph Biller, Ton Koopman, Konrad Junghänel oder John Butt zusammen. Konzerte wurden vom MDR, HR, BR und ORF aufgezeichnet.

[25.03.2026]