(da)Ensemble | Foto: Hochschule für Musik Würburg

Preis für Wiederaufführbarkeit

Das Weimarer “(da)ensemble” wird beim D-bü-Wettbewerb ausgezeichnet

Mit einer feierlichen Preisverleihung ist am vergangenen Wochenende der D-bü-Wettbewerb für neue Konzertformate der deutschen Musikhochschulen 2026 in Würzburg zu Ende gegangen. Acht Studierenden-Ensembles waren aus 55 Einreichungen der 24 deutschen Musikhochschulen ausgewählt worden, um innovative Konzertformate an außergewöhnlichen Spielorten der Stadt auf die Bühne zu bringen.

Den mit 4.000 Euro dotierten “Preis für Wiederaufführbarkeit” gewann das “(da)ensemble” der Weimarer Musikhochschule mit seinem Programm “Ara(da)zwischen”. Das Ensemble besteht aus drei Musikerinnen mit drei Perspektiven: Clara Reinisch (Klavier, Fortepiano), İpek Atila (Violine, Barockvioline) und Milea Henning (Raumkonzeption, Effekte, Schlagzeug) entwickeln gemeinsame interdisziplinäre Programme zwischen klassischer Musik und neuen Konzertformaten. Geprägt von ihren vielseitigen künstlerischen und persönlichen Erfahrungen finden sie neue Wege, Konzerterlebnisse zu gestalten. Ihr gemeinsames Arbeiten versteht das Konzertieren als offenen Raum, in dem Klang und Kontext gemeinsam mit dem Publikum zu Dialog und Resonanz werden.

“Es war eine Ehre, so viele kreative Menschen im Rahmen des Wettbewerbs zu treffen, und als Ensemble fühlten wir uns sehr inspiriert und dankbar, für das Finale ausgewählt worden zu sein”, sagt die Weimarer Violinstudentin İpek Atila. "Besonders freuen wir uns darüber, Menschen durch unsere persönlichen Geschichten berühren zu können und einen neuen Zugang zu schaffen, in dem instrumentale Qualität, historische Aufführungspraxis und zeitgenössische Musik zusammenkommen und einen emotionalen Raum eröffnen."

Der D-bü-Wettbewerb, der alle zwei Jahre an einer anderen Musikhochschule stattfindet und 2026 von der Hochschule für Musik Würzburg ausgerichtet wurde, gilt als wichtige Plattform für den kreativen musikalischen Nachwuchs. Studierende der deutschen Musikhochschulen kuratierten und präsentierten Programme mit genreübergfreifenden Ansätzen, Alter und Neuer Musik, Musiktheater bis hin zu immersiven, performativen Medieninstallationen und machten dabei deutlich, wie vielfältig, lebendig und reflektiert die nächste Generation der Musikszene unterwegs ist.

Die aus Studierenden der deutschen Musikhochschulen bestehende Jury unter Anleitung von Prof. Dr. Wiebke Rademacher (mdw Wien) würdigte alle Beiträge und vergab die gleichrangigen und jeweils mit 4000 Euro dotierten Preise schließlich an folgende Ensembles:

Preis für Originalität:
Ensemble Hunch mit dem Programm Villa Echoes - Klang der Erinnerung
Hochschule für Musik und Theater München (Maria Matinyan, Paul Bießmann, Ophelia Flassig)

Preis für Wiederaufführbarkeit:
(da)ensemble mit dem Programm Ara(da)zwischen
Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar (Clara Reinisch, İpek Atila, Milea Henning)

Preis für Publikumserfolg:
Püppchenkollektiv mit dem Programm Frauenliebe und Überleben
Hochschule für Musik und Theater Rostock (Lea Hartlaub, Maxine Moesta, Lara Göhlert, Olesia
Stepanova, Viktor Maria Sommerfeld)

[07.05.2026]