Mitglieder des Kuratoriums und des Stiftungsrats der NEUEN LISZT STIFTUNG. V.l.n.r.: Prof. Dr. Wolfram Huschke, Georg Krupp, Prof. Rolf-Dieter Arens, Prof. Anne-Kathrin Lindig, Michael Fiech, Christine Keil und Karl-Philip Güntert | Foto: Thomas Müller

Erfolgreicher Stiftertag

NEUE LISZT STIFTUNG feiert 20-jähriges Bestehen mit Festkonzert und Orgelführung

Seit 20 Jahren setzt sich die Neue Liszt Stiftung für die Förderung herausragender junger Musiker*innen ein. Sie unterstützt Studierende der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und stärkt künstlerische Exzellenz, internationale Perspektiven und innovative Projekte. Anlässlich des Jubiläumsjahres lud die Stiftung am Samstag, 30. Mai zum Stiftertag ins Beethovenhaus Belvedere und ins Grand Hotel Russischer Hof ein.

Bei seiner alljährlichen Kuratoriumssitzung verständigte sich das Kuratorium der Neuen Liszt Stiftung unter der Leitung von Hochschulpräsidentin Prof. Anne-Kathrin Lindig über die sachgemäße Verwendung der Finanzen, neue Förderprojekte und die Gewinnung von Fördermitteln. Das Kuratorium wacht über einen effizienten und verantwortungsbewussten Einsatz der Stiftungsmittel. Das Stiftungsvermögen wird durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft professionell verwaltet.

Im Anschluss an die Kuratoriumssitzung erfreuten sich die Gäste des Stiftertags an einem Festkonzert im Jenny-Fleischer-Alt-Saal im Beethovenhaus Belvedere. Stipendiat*innen der Stiftung präsentierten ein vielfältiges Programm mit Werken u.a. für Akkordeonduo, Klavier, Gitarre sowie Liedduo mit Werken von John Dowland bis Franz Liszt. Im Anschluss gab Prof. Martin Sturm eine exklusive Führung durch den Orgelkosmos des Musikgymnasiums Schloss Belvedere, bevor der Stiftertag kulinarisch im Grand Hotel Russischer Hof ausklang.

Im Jahr 2006 ist mit der Ausrufung der Neuen Liszt Stiftung die Idee einer Förderstiftung nach dem Ideal Franz Liszts konkret geworden. In der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Klaviermanufaktur Steinway & Sons als ideelle Stifter, sowie der Deutschen Bank AG und einem privaten Mäzen fanden sich vier starke Partner, die die Idee schließlich umsetzten und seitdem vorantreiben. Die Stiftung versteht sich als Brücke zwischen gesellschaftlichem Engagement und musikalischer Spitzenförderung.

Dank ihrer verschiedenen Förderinstrumente konnte die Neue Liszt Stiftung in den vergangenen 20 Jahren schon viel Gutes tun. So wurden 64 Charlotte-Krupp-Stipendien und 9 Hans-Dietmar Berghausen-Stipendien sowie 7 Theodor Hlouschek-Preise vergeben. Im Förderprogramm für junge Künstler*innen konnten 390 Anträge bewilligt werden. Hinzu kam eine substantielle Förderung der stiftungseigenen Klavierakademie auf Schloss Schillingsfürst. Im Rahmen der internationalen Wettbewerbe der Weimarer Musikhochschule vergab die Stiftung zudem 26 Preise und Sonderpreise.

Als renommierte, undotierte Auszeichnung wurde mehrfach der Franz-Liszt-Ehrenpreis vergeben: erstmals 2011 an Alfred Brendel. Weitere Preisträger*innen waren Kurt Masur (ebenfalls 2011), Leslie Howard (2017), die Gebrüder Kutrowatz (2019), Martin Haselböck (2021), Cyprien Katsaris (2023) und Nike Wagner (2025).

[01.06.2026]