Peter Ehwald | Foto: Dovile Sermokas

Holzbläser des Jahres

Peter Ehwald gewinnt den Deutschen Jazzpreis 2026

Große Ehre für einen in Weimar Lehrenden: Der Musiker Peter Ehwald wurde mit dem Deutschen Jazzpreis 2026 in der Kategorie Holzblasinstrumente ausgezeichnet. Der Berliner Saxophonist unterrichtet bereits seit vielen Jahren im Lehrauftrag Jazz-Saxophon, Jazz-Klarinette und Improvisation am Institut für Neue Musik und Jazz der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. 

“Ich habe mit großer Freude und großer Überraschung den Preis persönlich in Bremen entgegengenommen”, erzählt Peter Ehwald, der sich für diese Auszeichnung nicht bewerben musste: Sie basierte auf einer unabhängigen Juryentscheidung. Der Jazzmusiker hat bis Jahresende noch viel vor: Er plant eine Vielzahl an Konzerten mit dem Percussion-Ensemble ~su in Vorbereitung einer CD-Veröffentlichung im September 2026. Mit diesem Ensemble wird Ehwald überdies am 16. Oktober in Arnstadt - mit neuem Programm - live zu erleben sein. 

Weitere Auftritte plant Ehwald mit seinem “Trio Schultze Ehwald Rainey”: “Hier spiele ich Konzerte im September und nehme dann auch eine neue CD auf. Des Weiteren arbeite ich an einem Quartett-Programm, das ebenfalls im Herbst aufgenommen werden wird”, so der preisgekrönte Musiker. 

Die kompositorischen Ideen des Berliner Saxophonisten Peter Ehwald sind stets gepaart mit entfesselter Spielfreude und Spontaneität. Peter Ehwalds Musik ist auf über 30 Veröffentlichungen erschienen. Er arbeitete mit Musikern, wie Tom Rainey, Anna Webber, Keisuke Matsuno, Lisa Bassenge, Diego Pinera, Laura Robles, Dan Weiss, Kathrin Pechlof, Almut Kühne, Eivind Aarset, Saadet Türköz, Stefan Schultze, Rhani Krija, Kim Bo-Sung, Dan Weiss, Rudi Mahall, Claudio Puntin, Gunter Hampel, Nils Wogram, John Schröder, Matthias Akeo Nowak, Jon Scott, Samuel Rohrer, Jonas Burgwinkel, Robert Landfermann, Tomasz Dąbrowski und Simon Jermyn.

Peter Ehwald arbeitet kontinuierlich mit langjährig bestehenden Bands, dabei faszinieren ihn ungewöhnliche Besetzungen und Klangfarben. Mit seiner Band „Double Trouble” (zwei Kontrabässe, Saxophon und Schlagzeug) konnte er seine Musik weltweit präsentieren. Sein Trio ohne Bass mit dem Pianisten Stefan Schultze und dem New Yorker Schlagzeuger Tom Rainey begeistert die Presse und das Jazzpublikum. Er arbeitet fortwährend mit der Percussionistin Laura Robles und dem Schlagzeuger Diego Pinera.

Er komponierte über 20 Hörspielmusiken für den Deutschlandfunk, Deutschlandradio, RBB; HR und NDR. Seine Arbeit für Septett „Septuor de Grand Matin“ oszilliert zwischen dem Blau in „the Wee Hours of the Morning“ des Jazz und dem Schönberg'schen Kompositionsprinzip der entwickelnden Variation. Auch auf der in Südkorea erschienen CD „Tauchen“ von Peter Ehwald und dem Percussion Ensemble ~su nähern sich Ehwald’s Kompositionen  – diesmal über die klassische koreanische Musikpraxis - dem zeitgenössischen Klangidiom an.

Als gefragter Instrumentalist führen ihn Konzertreisen, oftmals unterstützt vom Goethe-Institut, nach Großbritannien, Frankreich, Südkorea, Polen, Spanien, Finnland, in die USA, nach Peru und Mexiko. Peter Ehwald ist künstlerischer Leiter der „Come Closer”-Konzertreihe in der „Other Music Academy” und dem „Come Closer“-Jazz Festival in Weimar.

[05.05.2026]