Pianistin Tamta Magradze | Foto: Tom McKenzie

Großes Konzertsolo

Debütkonzert mit der Pianistin Tamta Magradze bei den 64. Weimar Master Classes

Eigentlich sollte Arina Antonosian ihr Debüt bei den 64. Weimar Master Classes geben, doch leider konnte die Musikerin nicht nach Deutschland anreisen. Kurzfristig ist deshalb die mehrfach preisgekrönte und in Weimar ausgebildete Pianistin Tamta Magradze eingesprungen. Die Georgierin spielt das Debütkonzert am Dienstag, 23. Juli um 19:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus.

Eintrittskarten zu 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, gibt es bei der Tourist-Information Weimar sowie an der Abendkasse. 

Auf dem abwechslungsreichen Programm stehen Werke von der Barockzeit über die Romantik bis zur Gegenwart. Den Beginn macht Georg Friedrich Händels Suite Nr. 1 in B-Dur, gefolgt von einer Liszt-Bearbeitung von Händels Sarabande und Chaconne aus dem Singspiel Almira S 181. In einer klugen Dramaturgie folgt dann eine zeitgenössische Chaconne aus der Feder der 92-jährigen russischen Komponistin Sofia Gubaidulina.

Nach der Pause darf sich das Publikum auf Joseph Haydns E-Dur-Sonate Hob.XVI:31 freuen, bevor das Debüt mit zwei Schubert-Liedern in Liszt-Bearbeitungen sowie dem Großen Konzertsolo in e-Moll von Franz Liszt ausklingt. 

Die georgische Pianistin Tamta Magradze hat das Publikum mit ihren herausragenden Interpreten und ihrer Technik fasziniert. Sie ist Preisträgerin von mehr als zehn internationalen und nationalen Klavierwettbewerben für Pianist*innen.

Zu ihren Erfolgen zählen der Gewinn des Online-Publikumspreises beim Internationalen Liszt-Wettbewerb in Utrecht, der 1. Preis beim Next Generation International Piano Competition, der 2. Preis und der Lazar Berman Sonderpreis beim La Palma D'oro International Piano Competition sowie der 2. Preis beim Great Piano Masters International Piano Competition (Vladimir Horowitz Edition). 

Sie ist überdies Preisträgerin des Internationalen Kanada-Klavierwettbewerbs, Gewinnerin des 1. Preises bei einem internationalen Musikwettbewerb in Stockholm (Schweden) sowie des Großen Preises beim internationalen Musikwettbewerb „Music Without Borders“ in Litauen.

Sie erhielt den 1. Preis und den Sonderpreis für die beste Interpretation eines romantischen Stücks von Alexander Korsantia beim georgischen Tengiz-Amirejibi- Wettbewerb. Sie ist zudem Finalistin und Sonderpreisträgerin des prestigeträchtigen Internationalen Liszt-Wettbewerbs in Budapest. 

Tamta Magradze spielt regelmäßig Konzerte in ganz Europa, unter anderem im TivoliVredenburg in Utrecht (Niederlande), im Großen Saal der Liszt-Akademie in Budapest (Ungarn), im Musikhuset in Aarhus (Dänemark), Toni Areal Zürich (Schweiz), La Redoute in Bonn, Colombes Conservatoire Hall Colombes (Frankreich), Grande Auditorio do Conservatorio de Musica de Coimbra (Portugal), und im Kammermusiksaal im Steingraeber-Haus in Bayreuth.

Als Solistin konzertierte sie u.a. mit Orchestern wie der Ungarischen Nationalphilharmonie, der Jenaer Philharmonie, der Georgischen Symphonietta, der Thüringen Philharmonie, dem Georgischen Symphonieorchester sowie der Győr Philharmonie.

Geboren 1995 in Tbilisi (Georgien) begann Tamta Magraze im Alter von fünf Jahren Klavier zu spielen. Sie studierte zunächst an der Paliashvili-Central-Musikschule für begabte Kinder und erwarb einen Bachelor-Abschluss am Staatlichen Konservatorium Tbilisi.

Es folgte ein Master mit höchster Auszeichnung an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar bei Prof. Gerlinde Otto. Aktuell befindet sie sich in der Prüfungsphase des Aufbaustudiums zum Konzertexamen in Weimar.

[22.07.2024]