
Festlicher Abschluss
Studierende des Jazz spielen insgesamt elf Prüfungskonzerte im Mascha Weimar
Zu einem kompakten, kleinen Jazzfest hat das Institut für Neue und Musik Jazz in diesem Semester insgesamt elf Abschlusskonzerte von Bachelor- und Masterstudierenden zusammengefasst. Im Zeitraum vom 1. bis 17. Juni wird an sechs Abenden das „Mascha Weimar“ zum Jazzclub, um hier in gemütlicher Atmosphäre die ganze Vielfalt und Bandbreite der Weimarer Ausbildung hörbar zu machen. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei.
Zum Auftakt der spannenden „Jazz Sessions“ spielt das „Alex Rueß Trio“ am Sonntag, 1. Juni um 20:00 Uhr im Mascha Weimar. Die Formation um den Jazz-Gitarristen Alexander Rueß vereint treibende Grooves mit intimen Melodien. Inspiration schöpft die Band aus der Musik von Jazzgitarren-Ikonen wie Bill Frisell und Pat Metheny sowie aus amerikanischem Bluegrass.
Weiter geht es am 1. Juni um 21:45 Uhr mit dem „Max Enyedi Quartett“: Schlagzeuger Max Enyedi und sein Ensemble bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Jazz und populärer Musik.
Am darauffolgenden Abend des 2. Juni ist um 20:00 Uhr mit „Overlap“ eine größere Combo auf der Bühne des Mascha zu erleben. In diesem Projekt des Trompeters Tadeo Fisser vermischen sich Stile, Musikkulturen und Klangwelten, u.a. mit Congas und Marimbaphon.
Im Anschluss spielt um 21:45 Uhr das „Chia-Hsiang Wang Quartett“, benannt nach dem Gitarrenstudenten, dessen kreative Kompositionen erklingen. Das stilistische Spektrum reicht von modern interpretierten taiwanischen Melodien bis zu Kompositionen, die von Olivier Messiaen inspiriert sind.
Unter dem Motto „Just Jazz“ präsentiert am Dienstag, 3. Juni, um 20:00 Uhr zunächst der Saxophonist Qun Yin mit seinem Quartett ein Programm mit überwiegend eigenen Werken im traditionellen Jazzstil. Als besonderes Highlight spielt er ein selbst geschriebenes Stück mit chinesischen Einflüssen.
Es folgt um 21:45 Uhr das Andriy Dulysh Quintett mit seinem harten Groove mit Anklängen an Prog-Rock. Das frische Konzept der Band verkörpert eine Neuinterpretation der Begegnung von Jazz und Rock.
Eine Woche später tritt am 10. Juni um 19:00 Uhr dann die Jazzsängerin Marie Seferian im Mascha auf. Unter dem Titel „Three wishes“ ist ihr Programm von den Geschichten rund um Pannonica de Koenigswater inspiriert – eine Muse und Unterstützerin der New Yorker Jazzszene in den 1950er bis 80er Jahren.
Um 20:45 Uhr betritt ihre Kommilitonin Nola Fuchs die Bühne, die mit ihrer Stimme und Effektgeräten das Publikum in Welten mitnimmt, in denen sie hörbar und sichtbar werden lässt, was zuvor nur gefühlt wurde.
Nach Konzerten des Saxophonisten Danil Sulaiev und des Klarinettisten Maximilian Landsberg am 16. Juni gipfeln die „Jazz Sessions“ schließlich im Auftritt des „Famous Guitar Ensemble“ am Dienstag, 17. Juni um 20:00 Uhr im Mascha Weimar.
Die Bachelor-Studierenden der E-Gitarren-Klasse zeigen die Ergebnisse ihrer Beschäftigung mit der Musik der Gruppe „Bass Desires“ des Bassisten Marc Johnson. Diese Formation galt als eine der spannendsten Jazz-Formationen der späten 1980er Jahre und stand nicht nur bei Freunden der elektrischen Gitarrenmusik im Fokus.
[23.05.2025]
