Ute Freudenberg | Foto: Denis Apel, flyingpixel.de, Wikipedia

Ehrung für Alumna

Sängerin Ute Freudenberg erhält den Weimar-Preis 2026

Eine renommierte Absolventin der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar wird geehrt: Die Sängerin Ute Freudenberg erhält am 3. Oktober den Weimar-Preis 2026. Die öffentliche Verleihung findet am Tag der Deutschen Einheit um 11:00 Uhr in der Weimarhalle statt. Der Eintritt ist frei.

Für die musikalische Gestaltung des Festakts sorgt die Staatskapelle Weimar, deren Bläser*innen unter anderem eine instrumentale Version von Ute Freudenbergs Hit “Jugendliebe” zur Aufführung bringen werden. Die Laudatio auf die Preisträgerin hält die Moderatorin und Sängerin Kim Fisher. 

Der Weimar-Preis ist die bedeutendste Auszeichnung der Stadt Weimar und wird alle zwei Jahre an Persönlichkeiten vergeben, die sich durch ihr Wirken um das kulturelle Ansehen der Stadt verdient gemacht haben. Ute Freudenberg, gebürtige Weimarerin und mit Liedern wie „Jugendliebe" einem breiten Publikum bekannt, zählt zu den prägenden Stimmen der deutschsprachigen Musikszene.

Ute Freudenberg ist Alumna des Studiengangs “Tanz- und Unterhaltungsmusik”, der vor der Wende an der Weimarer Musikhochschule angeboten wurde. 1956 in Weimar geboren, begann sie ihre musikalische Laufbahn bereits in jungen Jahren. Mit 15 wurde sie in einem Ferienlager entdeckt und setzte sich 1972 bei einem Nachwuchswettbewerb durch, was ihr den Einstieg in die erste Fernsehsendung „Sechs Mädchen und Musik“ ermöglichte. Nach einem Studium an der Weimarer Musikhochschule wurde sie 1976 Gründungsmitglied der Rockband „Elefant“, mit der sie zwei LPs und zwölf Singles veröffentlichte.

In den 1980er-Jahren feierte Ute Freudenberg große Erfolge: Viermal in Folge wurde sie zur „beliebtesten Sängerin des Jahres“ gewählt (DDR-Jugendmagazin „Neues Leben“). 1984 übersiedelte sie nach Düsseldorf, wo sie als Studiosängerin arbeitete und in Holland sowie auf Kreuzfahrtschiffen als Solistin auftrat. 1988 sang sie unter dem Künstlernamen Heather Jones den Titelsong zum „Tatort – Pleitegeier“.

Nach ihrer Rückkehr nach Weimar 1996 gründete sie die Ute-F-Live-Band und feierte mit Alben wie „Land in Sicht“ (1997) und „Jubilee“ (1999) weitere Erfolge. 1998 erhielt sie die „Goldene Henne“, den begehrtesten Medienpreis des Ostens. Mit ihrem Hit „Jugendliebe“ prägte sie die Musiklandschaft der DDR und des wiedervereinten Deutschlands nachhaltig – der Song wurde 2005 zum „beliebtesten Osthit aller Zeiten“ gewählt.

In den folgenden Jahrzehnten moderierte sie TV-Sendungen, erhielt 2008 das Bundesverdienstkreuz am Bande für ihr soziales Engagement und tourte mit großen Namen wie Christian Lais durch Deutschland. 2023 feierte sie ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum.

[30.09.2026]