
Bundesweiter Aktionstag
Deutsche Musikhochschulen setzen Zeichen für Respekt, Toleranz und ein gutes Miteinander
Die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar beteiligt sich am bundesweiten Aktionstag „Kunst.Macht.Menschlichkeit“ der 24 deutschen Musikhochschulen am Donnerstag, 27. November. In verschiedenen Veranstaltungsformaten soll ein klares Zeichen gegen Diskriminierung und Machtmissbrauch gesetzt werden. Jede Hochschule gestaltet diesen Tag individuell. Der Aktionstag richtet sich an alle Studierenden, Lehrenden und Beschäftigten in Technik und Verwaltung.
„Wir werden alles dafür tun, dass an den deutschen Musikhochschulen ein Umfeld vorhanden ist, das von Respekt, Vertrauen, Toleranz und Menschlichkeit geprägt ist“, so Prof. Christian Fischer, Vorsitzender der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen (RKM). Mit dem Aktionstag setzt RKM ein öffentlich sichtbares Zeichen für eine offene Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen, für Prävention und strukturellen Wandel – intern wie extern.
In Weimar geht es am 27. November ab 14:00 Uhr im Saal Am Palais in verschiedenen Formaten u.a. darum, wie der missbräuchliche Gebrauch von Macht verhindert werden kann. Folgende Leitfragen stehen dabei unter anderem im Fokus: Wie sieht für mich eine Hochschulgemeinschaft aus, in der ich mich in Studium, Lehre, Arbeit gut entfalten kann? Wie kann notwendige Macht sinnvoll, respektvoll, gesund eingesetzt werden? Was kann ich selbst dazu beitragen, diese Gemeinschaft zu gestalten?
„An der Weimarer Musikhochschule bieten wir diesem kleinen, feinen Programm die Möglichkeit, sich sowohl durch Reflexion als auch mittels performativer Elemente mit diesem Themenfeld auseinanderzusetzen“, sagt der Vizepräsident für Strategische Hochschulentwicklung, Dr. Jens Ewen. „Es ist ein Auftakt für die weitere Arbeit in diesem Bereich, denn wir wollen künftig jährlich einen solchen Thementag durchführen.“
Einen Impulsvortrag zum Thema „Utopisches Denken an Musikhochschulen“ hält um 14:00 Uhr im Saal Am Palais Frau Prof. Dr. Alexandra Kertz-Welzel (Musikpädagogik, Ludwig-Maximilians-Universität München). Es folgt ab 14:45 Uhr ein Workshop mit Svenja Wolff von der „Frl. Wunder AG“. Im Workshop wird betrachtet, wie sich die Teilnehmenden in der Verantwortungsgemeinschaft „Hochschule“ verorten, wie sie ihre Möglichkeiten wahrnehmen, Wirksamkeit zu entfalten und sich einzubringen.
Dafür setzt Svenja Wolff performative Methoden ein, die diese Verortung erlebbar machen und gleichzeitig eine Reflexion ermöglichen. Dabei soll es auch darum gehen, wie Macht als notwendiges Instrument gestaltet werden kann, um Verantwortung zu verteilen, wie alle dazu beitragen können und müssen, dass Rollen und Aufgaben wahrgenommen werden können.
Den Abschluss des Aktionstages bildet um 16:15 Uhr eine gemeinsame Reflexionsrunde mit allen Teilnehmenden zu u.a. folgenden Fragestellungen: Wie hilft uns das Erlebte, um uns in die Hochschulgemeinschaft einzubringen, um Veränderungsprozesse mitzugestalten, um Rollen und Aufgaben erfüllen zu können, um resilient zu bleiben für die Herausforderungen, die täglich auf uns zukommen?
[22.11.2025]
