
Alban Bergs „Lulu“ im Studiotheater
Studierende bringen eigene Opernproduktion auf die Bühne
In den vergangenen sechs Monaten haben Studierende der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar in Eigenregie intensiv an der musikalischen und szenischen Umsetzung eines der Hauptwerke der musikalischen Moderne gearbeitet: Sie bringen den ersten Akt von Alban Bergs Oper „Lulu“ in einer neuen Version für acht Jazz-Musiker*innen und Gesangssolist*innen auf die Bühne, die damit erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird. Die Mitwirkenden sind Studierende des Gesangs- und Jazz-Instituts.
Die szenische Werkstattproduktion wird am Samstag, 2. März um 18:30 Uhr und am Sonntag, 3. März um 17:00 Uhr im Studiotheater Belvedere aufgeführt. Arrangiert wurde die neue Fassung von Noah Damm, der die künstlerische Leitung des Abends innehat. Die Regie liegt in den Händen von Ioana Petre, es dirigieren Alban Matthiaß und Noah Damm. Bühne und Kostüme stammen von Sandra Schröder. Der Eintritt zu beiden Vorstellungen ist frei.
Der Opernabend beginnt mit einer musikalischen Einführung in das Werk und dessen Umsetzung mit Professor Michael Klaper, Ioana Petre und Noah Damm. Das auf der Bühne Präsentierte ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung der beteiligten Studierenden mit der Musik Alban Bergs und den Texten Frank Wedekinds. Auch in der Originalpartitur spielte demnach eine Jazz-Band als „Bühnenmusik“.
Der erste Akt von Alban Bergs Oper „Lulu“, der im Wien der 1920er Jahre spielt, führt in eine Welt der Intrigen, Leidenschaften und moralischen Abgründe. Die Handlung dreht sich um die faszinierende, jedoch tragische Figur der Lulu, einer verführerischen und rätselhaften Frau, die Männer in ihren Bann zieht und ihr Schicksal unaufhaltsam vorantreibt. Es tauchen verschiedenste Charaktere auf, von Dr. Schön, einem angesehenen Arzt und Liebhaber von Lulu, bis hin zu Alwa, seinem Sohn, der ebenfalls von Lulu fasziniert ist.
Die Beziehungen zwischen den Figuren sind von Komplexität und Manipulation geprägt, während Lulu selbst zwischen zugleich unschuldiger und ruchloser Verführerin zu schweben scheint. Der erste Akt von „Lulu“ legt den Grundstein für das Drama und führt das Publikum in eine Welt voll moralischer Ambivalenz.
[29.02.2024]
