Das Bild zeigt junge Musiker*innen auf einer Bühne, davor steht ein Mann.
Hochschulorchester mit Prof. Nicolás Pasquet | Foto: Maik Schuck

Die Seele öffnen

Hochschulorchester spielt Gustav Mahlers 5. Sinfonie und William Waltons Violakonzert in der Weimarhalle 

Einer besonderen sinfonischen Herausforderung stellen sich die Studierenden der Orchesterinstrumente: Unter der Leitung von Prof. Nicolás Pasquet spielt das Hochschulorchester am Donnerstag, 2. Februar um 19:30 Uhr in der Weimarhalle Gustav Mahlers großformatige und technisch anspruchsvolle 5. Sinfonie.

Vor der Pause erklingt William Waltons Konzert für Viola und Orchester. Solistin ist hier Neasa Ní Bhriain, Solobratschistin der Staatskapelle Weimar, die mit diesem Auftritt ihr Konzertexamen an der Weimarer Musikhochschule abschließt.

Eintrittskarten zu 20 Euro, ermäßigt 15 Euro, gibt es bei der Tourist-Information Weimar sowie an der Abendkasse. 

„Gustav Mahler selbst schrieb sinngemäß über den 3. Satz seiner Sinfonie, dass die einzelnen Stimmen so schwer zu spielen seien, dass man eigentlich lauter hervorragende Solist*innen im Orchester bräuchte, um ihn zu bewältigen“, sagt Chefdirigent Nicolás Pasquet.

„Die Herausforderung ist für alle Instrumentengruppen in allen Sätzen enorm, die Klang- und Gefühlswelt Mahlers ist immer extrem! Es gilt, einerseits virtuos und technisch exzellent zu spielen, andererseits die Seele zu öffnen und zu lernen, diese extreme Ausdruckspalette nachzuvollziehen und die vielen Farben und Gefühle an das Publikum zu transportieren.“

In seinem Violakonzert in a-Moll verknüpft William Walton lyrische Elemente aus spätromantischer Klangtradition mit lockeren Anklängen an Tanzmusik und Gershwin. Über den technischen Anspruch sagt die Solistin Neasa Ní Bhriain: „Das Konzert braucht sowohl präzise Schnelligkeit – wie im 2. Satz – als auch Doppelgrifftechnik und ein butterweiches Legato. Zu hören sind englische Landschaften mit windigen Hügeln und wilden Flüssen – sowie auch der britischer Humor. Walton ist offenbar ein sehr witziger Mann gewesen.“

Neasa Ní Bhriain ist seit 2018 Solobratschistin der Staatskapelle Weimar, Lehrbeauftragte am Musikgymnasium Schloss Belvedere sowie seit 2022 auch Lehrbeauftragte an der Leipziger Musikhochschule. Sie ist zudem Gründungsmitglied des „ensemble reflektor“, einem preisgekrönten Kammerorchester, das sich als Botschafter für eine Musikkultur ohne Grenzen sieht.

Als Solobratschistin gastierte sie bereits beim Gewandhausorchester zu Leipzig, Münchener Kammerorchester, MDR Sinfonieorchester und bei der Wexford Festival Opera. An der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar studierte sie in der Klasse von Prof. Erich Wolfgang Krüger und Prof. Ditte Leser. 

[23.01.2022]