Luka Juhart und Uroš Rojko | Foto: Andrej Grilc

Ohren spitzen

Die erweiterten 4. Thüringer Akkordeontage rund um das Instrument des Jahres 2026

Zu den inzwischen 4. Thüringer Akkordeontagen lädt die Weimarer Musikhochschule ein. In diesem Jahr wird das Gemeinschaftsprojekt der Hochschule und des Thüringer Landesverbands des Deutschen Akkordeonlehrer-Verbands (DALV) auf zwei Tage erweitert: Die Teilnehmenden aus ganz Thüringen treffen sich am Samstag, 6. Juni und Sonntag, 7. Juni im Jenny-Fleischer-Alt-Saal im Beethovenhaus Belvedere.

Die vierte Auflage des Landestreffens wird mit besonderen Kompositionsaufträgen realisiert, die dem Instrument des Jahres 2026 – dem Akkordeon – gewidmet sind. Auf dem Programm stehen ein Begrüßungskonzert der Studierenden am Samstag, 6. Juni um 10:00 Uhr, gefolgt von einer Podiumsdiskussion mit den Komponisten Luka Juhart und Uroš Rojko. Diese beiden Musiker wurden mit der Komposition eines „progressiv gestalteten Sammelbands für die junge Generation“ beauftragt, der „in Zusammenarbeit der Hochschule mit den Thüringer Musikschulen zur Uraufführung kommt“, sagt die Weimarer Akkordeonprofessorin Claudia Buder.

Luka Juhart und Uroš Rojko stehen im Anschluss für Unterricht und Hospitation zur Verfügung, bevor am Nachmittag ihre Kompositionsaufträge offiziell vorgestellt werden. Der erste Akkordeontag klingt um 17:30 Uhr mit einem Abschlusskonzert der Studierenden aus. Es folgt noch eine separate Klausur zu den Kompositionsaufträgen am Sonntag, 7. Juni von 10:00 bis ca. 13:00 Uhr, erneut im Jenny-Fleischer-Alt-Saal.

„Das Akkordeon ist geprägt durch Vielfalt und daher prädestiniert, ebenso zu wirken“, sagt Prof. Claudia Buder, die die Akkordeontage gemeinsam mit dem Akkordeonisten und Pädagogen Stephan Bahr (DALV) künstlerisch leitet. Bei den Weimar Master Classes 2024 begeisterten die slowenischen Universalkünstler Luka Juhart und Uroš Rojko auf allen Ebenen: Sie präsentierten das Akkordeon im Zusammenspiel mit Klarinette auf höchstem künstlerischem Niveau: instrumental, kompositorisch sowie wissenswert pädagogisch. „Hier knüpfen wir an“, so Claudia Buder.

Das musikgeschichtlich betrachtet noch junge Instrument Akkordeon könne inzwischen auf eine beachtliche Literaturvielfalt hinsichtlich anspruchsvoller Kompositionen verweisen. Die Luft werde allerdings dünn bei pädagogisch qualitativer Literatur von bedeutenden Komponisten – so wie beispielsweise Johann Sebastian Bach, Béla Bartók und Sofia Gubaidulina ihre Schätze für die Jüngsten hinterlassen haben. „Mit dem Corona-Projekt ‚Georg Katzer – Junge Musik für Akkordeon‘ hat die Weimarer Hochschule bereits Einzigartiges und damit gleichzeitig Wertvolles in dieser Hinsicht geleistet“, so Buder.

[02.06.2026]