Anspielprobe des Spohr-Wettbewerbs 2022 | Foto: Thomas Müller

Live und im Livestream

60 junge Geiger*innen beim 11.  Internationalen LOUIS SPOHR Wettbewerb

Aus einer Rekordzahl an Anmeldungen hat eine Kommission nun ihre Auswahl getroffen. Insgesamt 60 Teilnehmende in drei Alterskategorien wurden zum 11th International LOUIS SPOHR Competition | Young Violinists an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar eingeladen. Für den im Herbst 2026 stattfindenden Violinwettbewerb hatten sich 251 junge Geiger*innen aus mehr als 40 Ländern beworben.

Vom 29. Oktober bis 7. November 2026 werden die jungen Violinist*innen im Alter von 10 bis 21 Jahren in drei Wertungsrunden zunächst im Festsaal Fürstenhaus um die Preise spielen. Neben Werken des Namenspatrons Louis Spohr reicht das vielfältige Repertoire von Bach, Beethoven und Paganini bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Die Finalist*innen spielen je nach Kategorie Violinkonzerte von Mozart, Bruch oder Mendelssohn Bartholdy. Die Finalrunde wird vom Hochschulorchester unter der Leitung von Prof. Ekhart Wycik im Konzertsaal des Musikgymnasiums Schloss Belvedere begleitet.

Ab der 2. Runde ist der Wettbewerb zusätzlich auch im Livestreamunter www.hfm-weimar.de sowie auf dem YouTube-Kanal der Hochschule unter www.youtube.com/hfmfranzlisztweimar zu erleben. Zu gewinnen gibt es Preise und Sonderpreise im Gesamtwert von mehr als 17.000 Euro. Beim Konzert der Preisträger*innen am 7. November 2026 um 19:00 Uhr in der Weimarhalle konzertieren die Gewinner*innen mit der Staatskapelle Weimar unter der Leitung von Marco Alibrando. Tickets zu 20 Euro, ermäßigt 15 Euro, gibt es bei der Tourist-Information Weimar sowie an der Abendkasse.

„Wir dürfen uns auf zehn Tage freuen, in denen Weimar zum Zentrum des internationalen Geigennachwuchses wird“, sagt der Juryvorsitzende und Weimarer Violinprofessor, Dr. Friedemann Eichhorn. „Es ist sehr berührend zu sehen, mit welcher Selbstverständlichkeit und Hingabe die jungen Menschen ihre Musik auf der Bühne leben und fürs Publikum erlebbar machen. Und es erfüllt uns mit Freude und Stolz, dass viele frühere Preisträger und Teilnehmer der Wettbewerbe heute auf internationalen Bühnen aktiv sind.“

Seit seiner Gründung in den 1990er Jahren hat sich der Weimarer Spohr-Wettbewerb zu einer der international renommiertesten Adressen für den instrumentalen Nachwuchs entwickelt. Ehemalige Preisträger*innen waren später beim ARD-Musikwettbewerb, beim „Leopold Mozart“- oder beim Tschaikowsky-Wettbewerb erfolgreich. Viele von ihnen haben später wichtige Orchesterpositionen bekleidet, darunter Konzertmeister der Staatskapelle Dresden, der Deutschen Oper am Rhein, des Tonhalle-Orchesters Zürich und des Philharmonia Orchestra London.

Louis Spohr war der deutsche Paganini, ein echter Teufelsgeiger. Spohr (1784–1859) komponierte auch schnell wie der Wind, schrieb annähernd 300 Werke. Die fünfzehn Violinkonzerte, zehn Sinfonien, sechsunddreißig Streichquartette sowie zahlreichen Opern und Oratorien des vielseitigen Konzertmeisters, Dirigenten, Musikfestorganisators und Pädagogen sind ein unverzichtbarer Repertoire-Bestandteil. In Gotha, Erfurt und Nordhausen wirkte Spohr als Musiker und Kapellmeister – und schrieb damit ein wichtiges Kapitel der Thüringer Musikgeschichte.

Nähere Informationen: www.hfm-weimar.de/spohr

Livestream ab der 2. Runde: www.hfm-weimar.de sowie www.youtube.com/hfmfranzlisztweimar

[08.09.2026]