
Erfolgreiches Vorsingen
Thüringer Opernstudio begrüßt drei neue Stipendiat*innen in der Spielzeit 2026/27
Das Thüringer Opernstudio freut sich über drei neue Stipendiat*innen für die Spielzeit 2026/27. Aus 95 Bewerbungen hat eine Jury der beteiligten Thüringer Theater und der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar insgesamt 22 Bewerber*innen zum Vorsingen Ende Februar 2026 ins Deutsche Nationaltheater Weimar eingeladen. In drei Wertungsrunden galt es, verschiedene Arien sowie einen vorbereiteten Monolog vorzutragen.
Im Ergebnis wurden drei neue Mitglieder für das Thüringer Opernstudio (TOS) ausgewählt: Karin Blom (Sopran), Sviatoslav Vynnyk (Bariton) und Taku Hayasaka (Bariton). Die aktuellen TOS-Stipendiat*innen Joel Andreasson (Bariton) und Adèle Clermont (Sopran) wurden für eine weitere Spielzeit verlängert. Die bisherigen TOS-Mitglieder Antonia Schuchardt (Sopran) und Alessio Fortune (Bariton) haben Festverträge an Theatern in Erfurt und Pforzheim erhalten. „Diese Entwicklung bestätigt die künstlerische Qualität des Programms ebenso wie seine nachhaltige Wirkung im Übergang vom Studium in den Beruf“, sagt Opernstudio-Leiter Prof. Jochen Biganzoli.
„Nach dem Neustart im vergangenen Jahr lässt sich das Opernstudio bereits jetzt als äußerst erfolgreich bewerten. Die bisherigen Stipendiatinnen und Stipendiaten konnten sich in einer Vielzahl von Hauptrollen profilieren und wertvolle Bühnenerfahrung sammeln“, so Biganzoli. Die neuen TOS-Mitglieder singen in der kommenden Spielzeit am Deutschen Nationaltheater Weimar, am Theater Erfurt sowie am Theater Altenburg-Gera.
Das Thüringer Opernstudio ist das Sprungbrett auf die Bühne – ein Aufbaustudium für hochbegabte Sänger*innen, die den Schritt ins professionelle Opernleben machen wollen. Gemeinsam mit dem Deutschen Nationaltheater Weimar, dem Theater Erfurt, dem Theater Nordhausen sowie dem Theater Altenburg Gera bietet die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar eine in Deutschland einzigartige Verbindung von Studium und Engagement.
Die schwedische Sopranistin Karin Blom studierte Sologesang bei Kammersängerin Prof. Linda Watson an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Zuvor absolvierte sie die Gesangs- und Klavierakademie Vadstena sowie die Birkagårdens Folkhögskola in Stockholm. Bühnenerfahrung sammelte sie bei den Vadstena Opernfestspielen, unter anderem als Mrs X in Margareta Hallins „Den Starkare“ (2025) sowie in der Uraufführung von Anna Einarssons Oper „Fotografen“ (2024). Am Theater Akzent in Wien trat sie als Berta in Xavier Montsalvatges „Babel 46“ und als Zweite Dame in Mozarts „Die Zauberflöte“ auf. Karin Blom wurde mit mehreren Wettbewerben und Stipendien ausgezeichnet, darunter das Confidencen-Stipendium der Anders Wall Stiftung (2025), das Gabriele Sima-Stipendium (2024) sowie der 2. Preis beim Copenhagen Lied-Duo Competition (2025). 2026 ist sie Christina Nilsson-Stipendiatin.
Sviatoslav Vynnyk wurde in Dolyna (Ukraine) geboren. Er studierte Gesang an der Nationalen Musikakademie Mykola Lysenko in Lwiw und schloss dort sein Studium mit Auszeichnung ab; anschließend promovierte er im Fach künstlerisches Schreiben. Zu seinen Lehrern zählen u. a. Stefan Pyatnychko und Petro Onchul. Wichtige künstlerische Impulse erhielt er zudem durch Meisterkurse und internationale Wettbewerbsteilnahmen. 2018 wurde der Bariton mit dem Richard-Wagner-Stipendium in Bayreuth ausgezeichnet. Engagements führten ihn u. a. an die Nationaloper Lwiw, wo er Partien wie Giorgio Germont (La Traviata), Marullo (Rigoletto) und Morales (Carmen) sang. Weitere Rollen umfassen u. a. Graf Almaviva (Le nozze di Figaro) und Belcore (L’elisir d’amore). 2024 gab er sein Debüt an der Staatsoper Stara Zagora als Renato in Verdis „Un ballo in maschera“.
Taku Hayasaka wurde in der Präfektur Miyagi (Japan) geboren. Der Bariton schloss sein Masterstudium Musiktheater an der Kunstuniversität Graz mit Auszeichnung ab und studiert derzeit im postgradualen Lehrgang Lied, Oratorium und Konzert an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Zu seinen Gesangslehrern zählen Uwe Heilmann, Nicola Rossi Giordano, Ulf Bästlein und Angelika Kirchschlager. Künstlerische Impulse erhielt er zudem in Meisterkursen u. a. von Charles Spencer, Melanie Diener und Thomas Hampson. Er ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe, darunter der 1. Preis beim Ibra Grand Award Japan, und trat 2025 in der Carnegie Hall in New York auf.
Nähere Informationen: www.hfm-weimar.de/tos
[17.06.2026]
