
Den Bogen bereit
Rekordzahl an Bewerbungen für den 11. Internationalen LOUIS SPOHR Wettbewerb
Eine Rekordzahl an Anmeldungen meldet der 11th International LOUIS SPOHR Competition | Young Violinists an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Für den im Oktober und November 2026 stattfindenden Violinwettbewerb haben sich insgesamt 251 junge Geiger*innen aus mehr als 40 Ländern rund um den Globus beworben. Eine dreiköpfige Jury wird nun per Video-Selektion insgesamt 60 Teilnehmende (20 pro Kategorie) auswählen.
Vom 29. Oktober bis 7. November werden dann diese besten jungen Violinist*innen im Alter von 7 bis 21 Jahren in drei Wertungsrunden um die Preise spielen. Neben Werken des Namenspatrons Louis Spohr reicht das vielfältige Repertoire von Bach, Beethoven und Paganini bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Die Finalist*innen spielen je nach Alterskategorie Violinkonzerte von Mozart, Bruch oder Mendelssohn Bartholdy. Die Finalrunde wird vom Orchester der Weimarer Musikhochschule begleitet.
Zu gewinnen gibt es Preise und Sonderpreise im Gesamtwert von mehr als 17.000 Euro. Beim Konzert der Preisträger*innen am 7. November 2026 um 19:30 Uhr in der Weimarhalle konzertieren die Gewinner*innen mit der Jenaer Philharmonie.
„Wir dürfen uns auf zehn Tage freuen, in denen Weimar zum Zentrum des internationalen Geigennachwuchses wird“, sagt der Juryvorsitzende und Weimarer Violinprofessor, Dr. Friedemann Eichhorn. „Es ist sehr berührend zu sehen, mit welcher Selbstverständlichkeit und Hingabe die jungen Menschen ihre Musik auf der Bühne leben und fürs Publikum erlebbar machen. Und es erfüllt uns mit Freude und Stolz, dass viele frühere Preisträger und Teilnehmer der Wettbewerbe heute auf internationalen Bühnen aktiv sind.“
Seit seiner Gründung in den 1990er Jahren hat sich der Weimarer Spohr-Wettbewerb zu einer der international renommiertesten Adressen für den instrumentalen Nachwuchs entwickelt. Die jungen Violinist*innen vergleichen ihre Fertigkeiten, treffen Gleichgesinnte, knüpfen Kontakte und Freundschaften. Ehemalige Preisträger*innen waren später beim ARD-Musikwettbewerb, beim „Leopold Mozart“- oder beim Tschaikowsky-Wettbewerb erfolgreich. Viele von ihnen bekleiden heute wichtige Orchesterpositionen, z.B. als Konzertmeister der Staatskapelle Dresden, der Deutschen Oper am Rhein, des Tonhalle-Orchesters Zürich oder des Philharmonia Orchestra London.
Louis Spohr war der deutsche Paganini, ein echter Teufelsgeiger. Und nicht nur das: Spohr (1784–1859) komponierte auch schnell wie der Wind, schrieb annähernd 300 Werke, die vielfach auf den Notenpulten der internationalen Geiger-Welt stehen. Die fünfzehn Violinkonzerte, zehn Sinfonien, sechsunddreißig Streichquartette sowie zahlreichen Opern und Oratorien des vielseitigen Konzertmeisters, Dirigenten, Musikfestorganisators und Pädagogen sind ein unverzichtbarer Repertoire-Bestandteil. In Gotha, Erfurt und Nordhausen wirkte Spohr als Musiker und Kapellmeister – und schrieb damit ein wichtiges Kapitel der Thüringer Musikgeschichte.
Nähere Informationen: www.hfm-weimar.de/spohr
[30.06.2026]
