
Spannung auf Saiten
11th International LOUIS SPOHR Competition | Young Violinists im Herbst 2026 in Weimar
Wer hier gewinnen will, braucht viel Zeit für die Vorbereitung: In rund einem Jahr dient ein renommierter Violinwettbewerb in Weimar wieder als Begegnungsort, Inspirationsquelle und Karriere-Sprungbrett. Die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar lädt zum 11th International LOUIS SPOHR Competition | Young Violinists vom 29. Oktober bis 7. November 2026 die besten jungen Geiger*innen ein.
In einer Vorrunde per Video sowie drei Präsenzrunden bewertet eine internationale Jury aus renommierten Geigenpädagog*innen, Solist*innen und Kammermusiker*innen junge Musiker*innen im Alter von 7 bis 21 Jahren.
Der Spohr-Wettbewerb genießt weltweites Ansehen und zieht regelmäßig außergewöhnliche Talente aus mehr als zwanzig Ländern nach Thüringen. Neben Werken des Namenspatrons Louis Spohr präsentieren die Teilnehmenden ein vielfältiges Repertoire – von Bach, Beethoven und Paganini bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen.
„Die Finalrunde findet in Begleitung des hervorragenden Orchesters unserer Hochschule statt“, sagt der Juryvorsitzende Prof. Dr. Friedemann Eichhorn. Die Finalist*innen spielen je nach Alterskategorie Violinkonzerte von Mozart, Bruch oder Mendelssohn Bartholdy.
Zu gewinnen gibt es Preise und Sonderpreise im Gesamtwert von mehr als 17.000 Euro. Beim Preisträgerkonzert am 7. November 2025 um 19:30 Uhr in der Weimarhalle konzertieren die preisgekrönten Teilnehmer*innen mit der Jenaer Philharmonie. Anmeldeschluss ist der 15. Juni 2026.
„Wir dürfen uns auf zehn Tage freuen, in denen Weimar zum Zentrum des internationalen Geigennachwuchses wird“, sagt der Juryvorsitzende und Weimarer Violinprofessor, Dr. Friedemann Eichhorn. „Es ist sehr berührend zu sehen, mit welcher Selbstverständlichkeit und Hingabe die jungen Menschen ihre Musik auf der Bühne leben und fürs Publikum erlebbar machen. Und es erfüllt uns mit Freude und Stolz, dass viele frühere Preisträger und Teilnehmer der Wettbewerbe heute auf internationalen Bühnen aktiv sind.“
Seit seiner Gründung in den 1990er Jahren hat sich der Weimarer Spohr-Wettbewerb zu einer der international renommiertesten Adressen für den instrumentalen Nachwuchs entwickelt. Rund 100 Violinist*innen aus mehr als 20 Ländern weltweit vergleichen ihre Fertigkeiten, treffen Gleichgesinnte, knüpfen Kontakte und Freundschaften.
Ehemalige Preisträger*innen waren später beim ARD-Musikwettbewerb, beim „Leopold Mozart“- oder beim Tschaikowsky-Wettbewerb erfolgreich. Viele bekleiden heute wichtige Orchesterpositionen, z.B. als Konzertmeister der Staatskapelle Dresden, der Deutschen Oper am Rhein, des Tonhalle-Orchesters Zürich oder des Philharmonia Orchestra London.
Louis Spohr war der deutsche Paganini, ein echter Teufelsgeiger. Und nicht nur das: Spohr (1784–1859) komponierte auch schnell wie der Wind, schrieb annähernd 300 Werke, die vielfach auf den Notenpulten der internationalen Geiger-Welt stehen.
Die fünfzehn Violinkonzerte, zehn Sinfonien, sechsunddreißig Streichquartette sowie zahlreichen Opern und Oratorien des vielseitigen Konzertmeisters, Dirigenten, Musikfestorganisators und Pädagogen sind ein unverzichtbarer Repertoire-Bestandteil. In Gotha, Erfurt und Nordhausen wirkte Spohr als Musiker und Kapellmeister – und schrieb damit ein wichtiges Kapitel der Thüringer Musikgeschichte.
Nähere Informationen:www.hfm-weimar.de/spohr
[30.10.2025]
