Foto: Thomas Müller

Jetzt mit Orchester

Neun Finalist*innen beim Internationalen LOUIS SPOHR Wettbewerb

Der 11. Internationale LOUIS SPOHR Wettbewerb für junge Geiger*innen an der Weimarer Musikhochschule befindet sich in seiner finalen Phase. Neun der insgesamt 60 eingeladenen Teilnehmenden wurden für die dritte Präsenz-Wertungsrunde nominiert, die am heutigen Donnerstag, 5.11. und morgigen Freitag, 6.11. im Konzertsaal des Musikgymnasiums Schloss Belvedere in Weimar stattfindet. Auch dieses Finale mit dem Hochschulorchester unter der Leitung von Prof. Ekhart Wycik kann live und im Livestream auf dem YouTube-Kanal der Hochschule erlebt werden.

Am Freitagabend steht abschließend fest, wer die Gewinner*innen des wichtigen Violinwettbewerbs für den Nachwuchs sein werden – und wer sich die Preise und Sonderpreise im Gesamtwert von mehr als 17.000 Euro erspielt haben wird. Freuen darf man sich auf das Konzert der Preisträger*innen am 7. November 2026 um 19:00 Uhr in der Weimarhalle. Es erklingen berühmte Violinkonzerte mit der Staatskapelle Weimar unter der Leitung von Marco Alibrando. Tickets zu 20 Euro, ermäßigt 15 Euro, gibt es bei der Tourist-Information Weimar sowie an der Abendkasse.

Die Finalist*innen in den drei Alterskategorien kommen aus Südkorea, China, Israel, Litauen und Polen, wobei einige von ihnen inzwischen in europäischen Ländern leben. Für den Violinwettbewerb an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar hatten sich insgesamt 251 junge Geiger*innen zwischen zehn und 21 Jahren aus mehr als 40 Ländern beworben.

Seit seiner Gründung in den 1990er Jahren hat sich der Weimarer Spohr-Wettbewerb zu einer der international renommiertesten Adressen für den instrumentalen Nachwuchs entwickelt. Ehemalige Preisträger*innen waren später beim ARD-Musikwettbewerb, beim „Leopold Mozart“- oder beim Tschaikowsky-Wettbewerb erfolgreich. Viele von ihnen haben später wichtige Orchesterpositionen bekleidet, darunter Konzertmeister der Staatskapelle Dresden, der Deutschen Oper am Rhein, des Tonhalle-Orchesters Zürich und des Philharmonia Orchestra London.

Louis Spohr war der deutsche Paganini, ein echter Teufelsgeiger. Spohr (1784–1859) komponierte auch schnell wie der Wind, schrieb annähernd 300 Werke. Die fünfzehn Violinkonzerte, zehn Sinfonien, sechsunddreißig Streichquartette sowie zahlreichen Opern und Oratorien des vielseitigen Konzertmeisters, Dirigenten, Musikfestorganisators und Pädagogen sind ein unverzichtbarer Repertoire-Bestandteil. In Gotha, Erfurt und Nordhausen wirkte Spohr als Musiker und Kapellmeister – und schrieb damit ein wichtiges Kapitel der Thüringer Musikgeschichte.

Nähere Informationen: www.hfm-weimar.de/spohr

Livestream ab der 2. Runde: www.hfm-weimar.de sowie www.youtube.com/hfmfranzlisztweimar

[05.11.2026]