Im Vordergrund: Luka Juhart (links) und Uroš Rojko | Foto: Claudia Buder

„finalissimo – go!!“

69 Stücke für Akkordeon solo erleben in Weimar, Jena und Schmalkalden ihre Uraufführung

Das Akkordeon hat sich als „Instrument des Jahres 2026“ in vielen Facetten mit beachtlicher Resonanz präsentiert. In Thüringen war und ist die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar dabei in bedeutendem Maße Initiatorin und Kooperationspartnerin zahlreicher Veranstaltungen. Den Abschluss des Akkordeon-Jahres bildet nun das Projekt „finalissimo – go!!“: An einem Wochenende werden an drei Thüringer Musikschulen in drei Konzerten insgesamt 69 neue Werke für Akkordeon solo uraufgeführt. Der Eintritt ist frei.

Am Anfang des Projekts standen erfolgreiche Meisterkurse der renommierten slowenischen Instrumentalisten und Komponisten Uroš Rojko und Luka Juhart im Jahr 2024. Im Anschluss vergab die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar an beide Künstler je einen Kompositionsauftrag. Ähnlich der Intention Béla Bartóks in seinem „Mikrokosmos“ sollte eine Sammlung mit progressivem Aufbau für junge Spieler*innen entstehen. Die Komponisten gingen mit so großer Begeisterung ans Werk, dass statt einzelner Stücke gleich 69 Kompositionen entstanden.

Beide Komponisten begleiten das Projekt von Beginn an. Bereits im Juni waren sie während der Tage des Akkordeons, die jährlich an der Hochschule stattfinden, in Weimar zu Gast. Sie stellten erste Entwürfe vor und arbeiteten mit Schüler*innen und Studierenden an den Werken. „Komponisten persönlich zu erleben und zu erfahren, wie sie ihre Ideen klingend umsetzen, schafft Beziehungen zu den Werken und lässt so ein Verständnis für Neue Musik wachsen“, sagt die Weimarer Akkordeonprofessorin Claudia Buder.

Vom 1. bis 4. Oktober 2026 folgte in Ranis ein Förderkurs, bei dem die Kompositionen vertieft erarbeitet wurden. An den Uraufführungen beteiligt sind 22 Schülerinnen und Schüler von fünf Thüringer Musikschulen aus Bad Langensalza, Jena, Schmalkalden, Rudolstadt und Weimar sowie Studierende der Weimarer Akkordeonklasse. Alle beteiligten Lehrenden sind Alumni der Weimarer Musikhochschule. Uroš Rojko und Luka Juhart werden bei den Konzerten anwesend sein. „Dieses Projekt baut eine kongeniale Brücke zwischen künstlerischem Schaffen und musikalischer Bildung“, betont Claudia Buder.

Die Wirkung des Projekts reicht über die Konzerte hinaus: Luka Juhart hat seine Werke inzwischen in drei Alben bei einem slowenischen Verlag veröffentlicht und damit wegweisendes pädagogisches Material geschaffen. Die Sammlung von Uroš Rojko wird nach der Uraufführung beim „Verlag Neue Musik“ erscheinen.

„finalissimo – go!!“ ist eine Kooperation der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, des Landesmusikrats Thüringen, des Deutschen Akkordeonlehrer-Verbands e.V. und des Landesverbands der Thüringer Musikschulen. Das Projekt wird unterstützt vom Freistaat Thüringen, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Weitere Informationen:www.lmrthueringen.de.

Die Konzerte im Überblick:

Samstag, 31. Oktober 2026, 10:30 Uhr – Weimar, Coudraysaal der Musikschule Johann Nepomuk Hummel

Samstag, 31. Oktober 2026, 17:00 Uhr – Jena, Großer Saal der Musik- und Kunstschule

Sonntag, 1. November 2026, 15:00 Uhr – Schmalkalden, Rathaussaal

[23.10.2006]