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Vergessen und vergöttert: Solo- und Liederabend mit Klavier- und Gesangsstudierenden im Rahmen der HfM-Festwoche

Sopranistin Emma Moore | Foto: Guido Werner

Vergessen und vergöttert: Solo- und Liederabend mit Klavier- und Gesangsstudierenden im Rahmen der HfM-Festwoche

Im Rahmen der Festwoche zum 150. Geburtstag der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar präsentiert sich das Institut für Klavier von seinen besten Seiten: zum einen in Verantwortung seinem Namensgeber gegenüber, zum anderen auch voll Entdeckerfreude im Kosmos weitgehend unbekannter Weimarer Liedkomponisten.

So werden am Dienstag, 21. Juni um 19:30 Uhr im Saal Am Palais anspruchsvolle Solowerke Franz Liszts sowie Lieder und Klavierwerke u.a. von Conrad Ansorge, Richard Wetz und Johannes Brahms zu hören sein. Der Eintritt ist frei!

Franz Liszt selbst erlangte den Status des „Vergötterten“ frühzeitig und prägte dieses Image ein Leben lang – mit Akrobatik nach außen und Meditation nach innen. Beide Seiten dieser einmaligen Persönlichkeit werden im ersten Konzertteil mit den exzellenten Klavierstudierenden Tamta Magradze, Joanna Goranko und Can Cakmur zu erleben sein.

Die schier übermächtige Faszination, die von Liszts „Filetstücken“ ausging, wird hier der Rätselhaftigkeit seiner späten Klavierwerke gegenübergestellt. 

In der zweiten Konzerthälfte erklingen Kompositionen der sogenannten „Weimarer Liederschule“ mit Werken u.a. von Richard Wetz und Conrad Ansorge. Teilweise selbst noch Schüler des großen Meisters, waren diese Komponisten getrieben vom künstlerisch-poetischen Zeitgeist zu Beginn des 20. Jahrhunderts und litten existenziell an der Vergiftung Weimars durch die neuen Machthaber.

Auch wird das Publikum Ohrenzeuge großer Gefühle im begleiteten Kunstlied – und erlebt einmal mehr den Stellenwert der Künstlerischen Liedgestaltung an der Weimarer Musikhochschule. 

Lieder wie das „Wiegenlied“ und „Hymnen an die Nacht“ von Richard Wetz sowie „Geheimnis“ und „Himmelfahrt“ von Conrad Ansorge werden vom Liedduo Emma Moore (Sopran) und Teodora Oprisor (Klavier) interpretiert.

Zum Schluss bringen Evelina Liubonko (Sopran), Katerina Spanarova (Mezzosopran), Taiki Miyashita (Tenor), Christoph Kurzweil (Bariton) und Megumi Hata (Klavier) noch die Lieder „Der Abend“ und „Nänie“ von Johannes Brahms zu Gehör. 

[16.06.2022]