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„Eine Ehre und neuer Ansporn“: Prof. Dr. Jana Leidenfrost ist Honorarprofessorin im Studienfach Kulturmanagement

Prof. Dr. Jana Leidenfrost bei der Verleihung der Honorarprofessur durch Hochschulpräsident Prof. Dr. Christoph Stölzl | Foto: Thomas Müller

„Eine Ehre und neuer Ansporn“: Prof. Dr. Jana Leidenfrost ist Honorarprofessorin im Studienfach Kulturmanagement

Auf Vorschlag des Senats der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar hat Präsident Prof. Dr. Christoph Stölzl die Diplom-Psychologin und Unternehmerin Dr. Jana Leidenfrost zur neuen Honorarprofessorin im Studienfach Kulturmanagement bestellt. Die Verleihung erfolgte im Rahmen einer Tagung zur aktuellen Situation des Kultursektors.

Ab Oktober 2021 wird sie weiterhin am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena in neuer Funktion Blockseminare und Mentoring zu praxisrelevanten Themen, sogenannten „professional skills“ wie Führungskompetenzen, Kooperation, Potenzialentfaltung, Selbstmanagement und Organisationsentwicklung anbieten.

„Mit großer Freude komme ich der Bestellung zur Honorarprofessorin durch die Hochschule nach“, sagt Dr. Jana Leidenfrost. „Es ist mir Ehre und neuer Ansporn zugleich, mein bisheriges Engagement nun auch auf diesem Wege fortzusetzen.“

Die Hochschule für Musik sei für sie zum besonderen Wirkungsort geworden: „Ein Ort, an dem sich auf spezielle Weise Herkunft und Zukunft verbinden. Ein Ort, der für mich Inspiration und Gestaltungskraft bedeutet! Ich liebe die Arbeit mit den Studenten und Studentinnen“, so die frisch bestellte Honorarprofessorin.

„Mit der Verleihung der Honorarprofessur wird eine verdiente, langjährig aktive Lehrbeauftragte ausgezeichnet, deren Tätigkeit eine wesentliche Bereicherung des Studienangebotes im Fach Kulturmanagement bildet“, sagt Studienfachsleiter Prof. Dr. Steffen Höhne.

„In der Lehre gelingt Frau Leidenfrost – das weiß ich aus vielen Gesprächen mit unseren Studentinnen und Studenten – eine überzeugende Verbindung aus grundlagentheoretischen und anwendungsorientierten Aspekten von Kulturmanagement.“

In seiner Laudatio auf Dr. Jana Leidenfrost skizzierte Steffen Höhne auch ihren Lebenslauf. Nach Abschlüssen in Psychologie an der Friedrich Schiller Universität-Jena mit dem Schwerpunkt: Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie sowie Klinische Psychologie folgte die Promotion an der Alpen-Adria Universität Klagenfurt mit der Arbeit ‚Kritischer Erfolgsfaktor Körper: Leistung neu denken – Ressourcenpflege im Management‘, eine Arbeit, deren Ergebnisse umfangreich in die internationale Führungskräfteentwicklung der Daimler Corporate Academy eingeflossen sind.

Neben der veröffentlichten Doktorarbeit ist ihre Mitherausgeberschaft von mehreren einschlägigen Sammelbänden zu Fragen des Persönlichkeitstrainings, der Motivation und der Personal- und Führungskräfteentwicklung nebst weiteren Publikationen zu nennen, womit die angesprochene Verbindung aus Theorie und Praxis eindrucksvoll unter Beweis gestellt wird, man von einer besonders hohen, theoriereflektierten Berufspraxis sprechen kann.

Ungeachtet dieser Expertise entschied sich Jana Leidenfrost nicht für eine akademische Karriere, sondern wechselte ins Feld. Es folgte eine langjährige Tätigkeit in der Personalentwicklung der Daimler AG in Stuttgart. Seit 2010 ist sie als Unternehmerin im Bereich Internationale Führungskräfte- und Organisationsentwicklung sowie Psychologisches Mentoring tätig. Hier befasst sie sich vor allem mit Themen, die der Vorbereitung auf künftige Berufsfelder unter den Bedingungen sich verändernder organisationaler Strukturen bis hin zu den unterschiedlichsten Formen beruflicher Selbständigkeit dienen.

Seit jeher hat sich Jana Leidenfrost in der akademischen Lehre engagiert, so an der Universität Koblenz-Landau, an der Fachhochschule Nordwestschweiz (Aargau, Basel und Solothurn), an der Humboldt-Viadrina School of Good Governance (Berlin und Frankfurt Oder), an der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (Zürich und Winterthur), an der Universität Potsdam (Hasso-Plattner-Institut) – und seit 2002/03 auch regelmäßig an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar.

Sie betont das starke und gewachsene Fundament, das im Zusammenwirken mit der Hochschule, der Fakultät und dem wissenschaftlichen Nachwuchs entstanden ist. Prägend für Ihren bisherigen Werdegang war u.a. ihr Weg als Leistungssportlerin und die Unterstützung starker Trainer und Mentoren an ihrer Seite.

Qualitäten wie Exzellenz, Visionskraft, Mut und Ausdauer weiterzugeben, und später gereifte Persönlichkeiten mit Herz und Verstand in ihren wissenschaftlichen, künstlerischen oder unternehmerischen Verantwortungen wirken zu sehen – das erfüllt sie mit Sinn. Wenn auch zukünftig die Absolventen und Absolventinnen sowohl Motor als auch Brücke sind, um mit Kultur Gesellschaft zu transformieren, dann sei gewiss ein Ziel des universitären Wirkens erreicht.

[27.09.2021]