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Kollegialer Dialog: Drei Fragen an Kammersängerin Brigitte Fassbaender zu ihrem Meisterkurs an der Weimarer Musikhochschule

Kammersängerin Brigitte Fassbaender beim Meisterkurs im Studiotheater Belvedere | Foto: Maik Schuck

Kollegialer Dialog: Drei Fragen an Kammersängerin Brigitte Fassbaender zu ihrem Meisterkurs an der Weimarer Musikhochschule

Die international renommierte Sängerin, Regisseurin und Gesangspädagogin Brigitte Fassbaender kommt zu einem hochschulinternen Meisterkurs an die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Sie unterrichtet von Dienstag, 17. November bis Donnerstag, 19. November am Institut für Gesang | Musiktheater insgesamt acht ausgewählte Studierende – unter Einhaltung aller Hygiene- und Sicherheitsregeln.

Geprobt werden Arien und Lieder verschiedener Epochen. Die Mezzosopranistin und Kammersängerin Brigitte Fassbaender hatte im Verlauf ihrer jahrzehntelangen Karriere an allen führenden Opernhäusern der Welt gastiert und alle große Partien ihres Fachs gesungen. Mitte der 1990er Jahre wechselte sie ins Regiefach und wurde später Intendantin des Tiroler Landestheaters.

Frau Fassbaender, Sie haben 2006 schon einmal einen Meisterkurs in Weimar gegeben …

Brigitte Fassbaender: Ich habe damals die Atmosphäre an der Hochschule als sehr angenehm und offen empfunden – ein kollegialer Dialog im Zeichen der Musik. Dem Charme des traditionsreichen Weimar kann sich wohl niemand entziehen!

Was sind für Sie die wichtigsten Aspekte in Ihrem Meisterkurs?

Fassbaender: An einem sogenannten Meisterkurs nehmen Fortgeschrittene höherer Semester teil. Hier ist eine Arbeit mit interpretatorischem Schwerpunkt wünschenswert. Aber auch Anregungen in stimmtechnischer Hinsicht bleiben nicht aus. Ich bin so etwas wie „das objektive Ohr im Arbeitsalltag“. Technik und Interpretation gehen Hand in Hand.

Welche Tipps können Sie Studierenden für die Bühnenkarriere mit auf den Weg geben?

Fassbaender: Es gibt keine Tipps. Es gibt nur die Bitte und den Hinweis, keinen Raubbau an der Stimme zu treiben oder treiben zu lassen, sich stimmtechnisch restlos und akribisch weiterzubilden, Geduld zu haben – und nie zufrieden zu sein. Unter Umständen wird man dann vom Sänger zum Künstler …

[16.11.2020]