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Spurensuche: Ausstellung im hzh zu verfolgten Musiker*innen im nationalsozialistischen Deutschland

Spurensuche: Ausstellung im hzh zu verfolgten Musiker*innen im nationalsozialistischen Deutschland

Die Ausstellung „Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen – eine Spurensuche“ kommt an die HfM Weimar. Sie erzählt die Lebensgeschichten von Musikerinnen und Musikern, die als Mitglieder Thüringer Theater, Musikhochschulen, Musikschulen sowie auch als private Lehrerinnen und Lehrer die kulturelle Landschaft Thüringens mitgestalteten – und nach 1933 wegen jüdischer Abstammung im nationalsozialistischen Deutschland tragische Schicksale erlitten oder ermordet wurden.

Die Ausstellung wurde am 15. November im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften im hochschulzentrum am horn eröffnet. Sie ist bis zum 31. Dezember 2019 werktags zwischen 10:00 und19:00 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Manche von den in der Ausstellung dargestellten Musikerinnen und Musiker sind für viele ein Begriff, wie etwa der weltberühmte Schwager Gustav Mahlers, Eduard Rosé (1859–1943). Er wirkte als erster Cellist am Orchester des Großherzoglichen Theaters sowie als Lehrer an der damaligen Großherzoglichen Musikschule in Weimar und wurde am Ende seines Lebens in das Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt.

Die Biografie des Posaunisten Paul Joseph Linder (1894–1972), der an der Rudolstädter Landeskapelle tätig war, wurde für die Weimarer Ausstellung zum ersten Mal rekonstruiert – dank der im Stadtmuseum Rudolstadt entdeckten Personalakte. Über viele andere Musikerinnen und Musiker ist kaum etwas bekannt: Ihre Namen werden jedoch trotzdem aufgelistet, um sie vor dem Vergessen zu bewahren.

Die Ausstellung „Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen. Eine Spurensuche“ entstand im Rahmen des gleichnamigen Forschungsprojektes, das von April 2018 bis Juni 2019 von der Thüringer Staatskanzlei gefördert und vom Verein weim|art e.V. getragen wurde. Kuratiert wurde die Ausstellung von Dr. Maria Stolarzewicz.

Das Forschungsprojekt wird aktuell dank der gemeinsamen Förderung der Thüringer Staatskanzlei und der Stiftung Deutsche Bank am Lehrstuhl für die Geschichte der jüdischen Musik fortgesetzt.