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Ikone des Jazzgesangs in Weimar: Norma Winstone singt mit dem Jazzorchester „The music of Kenny Wheeler“

Norma Winstone | Foto: Lisa Valder

Ikone des Jazzgesangs in Weimar: Norma Winstone singt mit dem Jazzorchester „The music of Kenny Wheeler“

Einen ganz besonderen Gast begrüßt die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar Ende Juni: Eine Ikone des Jazzgesangs, die Londoner Sängerin Norma Winstone, kommt für ein Konzert mit dem Jazzorchester der HfM nach Weimar. Das Konzert mit dem Titel „The music of Kenny Wheeler featuring Norma Winstone“ findet am Sonntag, 30. Juni um 19:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus statt.

Die Leitung des Jazzorchesters übernimmt Stefan Schultze. Eintrittskarten zu 8 Euro, ermäßigt 5 Euro, gibt es bei der Tourist-Information Weimar sowie an der Abendkasse.

Schwerpunkt des Konzertprogramms ist „The Sweet Time Suite“ (Part I-VIII) aus der Feder des Jazztrompeters Kenny Wheeler, mit dem Norma Winstone bereits seit den 1970er Jahren zusammengearbeitet hat. Ihre Stimme wurde damals schon ein wichtiger Teil von Kenny Wheelers Bigband, was auch auf der 1990 im Label ECM erschienenen Doppel-CD „Music for Large and Small Ensembles“ zu hören ist. Weitere Werke des Abends sind Arrangements von Steve Gray und Michael Gibbs.

Beim Konzert des Jazzorchesters der Weimarer Musikhochschule wirken zudem weitere interne und externe Gäste mit – unter anderem Magnus Schriefl am Flügelhorn, der den Part von Kenny Wheeler übernimmt, sowie Prof. Wolfgang Bleibel und der Lehrbeauftragte Peter Ehwald an Saxophonen.

Norma Winstone gehört zu den großen Stimmen des europäischen Jazz. Im Zeitraum von rund fünf Jahrzehnten hat sie in einer einzigartigen Karriere das ganze Spektrum des zeitgenössischen Jazz abgedeckt. Ende der 1970er Jahren formte sie das Quartett Azimuth gemeinsam mit dem Kenny Wheeler, John Taylor und Ralph Towner.

Dabei entstand eine besondere Musikmischung aus introvertiertem Kammerjazz und freiem Spiel, in der Norma Winstone die traditionellen und zeitgenössischen Ausdrucksmittel meisterhaft in eine Balance brachte.

„Konventioneller Jazzgesang traf in der Musik von Azimuth auf lautmalerische Elemente, und bisweilen übernahm Norma Winstones Stimme die Funktion eines zusätzlichen Instruments“, berichtete Deutschlandfunk über das Quartett. In den vergangenen Jahren hat sich die Sängerin immer wieder als ausdrucksvolle Interpretin und kreative Improvisatorin empfohlen.

So entstanden zuletzt bemerkenswerte Aufnahmen im Trio mit dem Saxofonisten und Klarinettisten Klaus Gesing und dem Pianisten Glauco Venier, bei denen auch Filmmelodien aus diversen Epochen ganz neu eingesungen wurden.

2015 erhielt Norma Winstone den britischen „Parliamentary Jazz Award for Best Vocalist“ sowie das goldene Ehrenabzeichen der „British Academy of Songwriters, Composers and Authors“. Im Jahr 2017 wurde sie mit dem „Jazz FM Award for Vocalist of the year“ ausgezeichnet.

[19.06.2019]