►  Hochschule für Musik...  ►  Über uns
Beethoven in Japan: Drei neue Stipendiatinnen im Programm zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -künstlerinnen

Rosalía Gómez Lasheras (re.) beim Unterricht Anfang Februar | Foto: Ina Schwanse

Beethoven in Japan: Drei neue Stipendiatinnen im Programm zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -künstlerinnen

Kammermusik über Fächergrenzen hinweg, historische Aufführungspraxis und die Rezeption klassisch-romantischer Musik in Japan – das sind die Schwerpunkte unserer neuen Stipendiatinnen im Thüringer Programm zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -künstlerinnen.

Johanna Staemmler, Rosalía Gómez Lasheras und Minari Bochmann unterrichten und forschen bis zum Ende des Jahres an unserer Hochschule.

Das Kammermusikseminar von Violinistin Johanna Staemmler widmet sich gezielt sieben ausgewählten Schwerpunkten des Phänomens Kammermusik. In Vorträgen, Fallbeispielen, Experimenten und Seminarunterricht werden diese sieben Themenbereiche intensiv behandelt.

Der Fokus liegt dabei auf dem fächerübergreifenden Aspekt der Kammermusik, weshalb das Seminar sich ausdrücklich an alle Instrumentalist*innen, Sänger*innen und Dirigent*innen richtet und nicht im Ensemble teilgenommen werden muss. Zu ausgewählten Themen werden international anerkannte Gastredner*innen eingeladen.

Johanna Staemmler ist Gründungsmitglied des Armida Quartetts, das 2012 den ersten Preis und zahlreiche Sonderpreise beim ARD-Wettbewerb in München gewann. Mehr zu Johanna Staemmler lesen Sie hier.

„Ich glaube, dass historische Aufführungspraxis ein Werkzeug für jeden Musiker sein sollte, um die Partitur besser zu verstehen“, sagt Rosalía Gómez Lasheras. An der HfM wird die Pianistin und Cembalistin daher die historische Aufführungspraxis in der Klavier- und Kammermusikausbildung intensivieren. Ausgangspunkt der sowohl praktischen als auch theoretischen Sitzungen ist die Musik der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Ein Schwerpunkt wird auf den Aufnahmen der Schüler von Franz Liszt liegen.

Rosalía Gómez Lasheras bringt eine Leidenschaft für die Geschichte der musikalischen Ästhetik mit, der sie bereits in zahlreichen Experimenten auf barocken bis zu elektronischen Tasteninstrumenten Ausdruck verliehen hat. Mehr erfahren Sie hier.

Als Postdoc-Stipendiatin arbeitet Dr. Minari Bochmann zur Rezeption klassisch-romantischer Musik in Japan. Der Fokus ihres Forschungsprojektes, das am Lehrstuhl für Transcultural Music Studies angesiedelt ist, liegt dabei vor allem auf deutschen Komponisten wie Beethoven und Brahms. Ihre Promotion hat Minari Bochmann an der Universität Leipzig über „Die Rezeptionsgeschichte der Dodekaphonie in Italien bis 1953: Von Alfredo Casella zu Luigi Dallapiccola“ abgeschlossen.

Die beiden Stipendiatinnen der ersten Programmgeneration, Alina Bercu (Klavier) und Dr. Inna Klause (Musikwissenschaft), stellen sich und ihre Arbeit am 22. April in einem Konzert im Festsaal Fürstenhaus vor. Thema sind Komponist*innen in Haft.