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Schillernder Kosmopolit: Klarinettenstudent Gervasio Tarragona Valli gewann 1. Preise bei Wettbewerben in Italien

Gervasio Tarragona Valli | Foto: Juan Manuel Alborés

Schillernder Kosmopolit: Klarinettenstudent Gervasio Tarragona Valli gewann 1. Preise bei Wettbewerben in Italien

Gervasio Tarragona Valli blickt auf einen erheblichen Erfahrungsschatz zurück. Der Klarinettenstudent der Klasse von Prof. Thorsten Johanns an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar hat bereits mit Orchestern zwischen Japan, Neuseeland und Peru konzertiert, Meisterkurse in Süd- und Mittelamerika gegeben und eine Vielzahl von Wettbewerben gewonnen.

Nun fügte der Weimarer Masterstudent seinem Portfolio zwei weitere Erfolge hinzu: Er gewann in Italien gleich zwei 1. Preise, Ende 2018 beim 16. Internationalen Klarinettenwettbewerb "Città di Carlino" sowie Mitte Januar 2019 beim internationalen Wettbewerb "Chalumeau" in Maruggio.

Im Wettbewerbsfinale in der süditalienischen Stadt Maruggio in Apulien spielte Gervasio Tarragona Valli ein Klarinettenkonzert von Carl Maria von Weber sowie die "Première Rhapsodie" von Claude Debussy. In der Kategorie "Soloist Senior" gewann er neben dem 1. Preis auch eine von der "Mediterranean Clarinet Academy" organisierte Konzertreise.

"Unmittelbar vor dem Wettbewerb war ich mit meinem Bruder drei Wochen lang auf Tournee, wir spielten Tango, Latin Jazz und Flamenco", erzählt der 29-jährige, in Uruguay geborene Musiker und verrät: "Deshalb hatte ich für den Wettbewerb fast nicht geübt."

Dem Klarinettisten sind seine vielen Preise bei Wettbewerben auch nicht das Wichtigste: "Erfolg ist nicht das, was ein Musiker sucht. Man sucht Emotionen, und von denen habe ich viele gehabt in den letzten Monaten mit sehr aufregenden Musikreisen!" Trotzdem blickt er stolz auf einen weiteren Erfolg zurück: Erst vor kurzem gelangte er als einer von nur sechs Halbfinalisten in das Semifinale des 73. Internationalen Genfer Musikwettbewerbs. Genf ist international einer der wichtigsten Wettbewerbe für Klarinettist*innen.

Gervasio Tarragona Valli studierte zunächst Pädagogik und Performance an der Musik-Akademie Basel und der Musikhochschule in Genf. Aktuell studiert er Performance bei Prof. Shirley Brill an der Hochschule für Musik in Saarbrücken sowie im Master das Hauptfach Klarinette bei Prof. Thorsten Johanns an der Weimarer Musikhochschule.

Er spielte als Solist mit Orchestern wie u.a. dem Tokyo Symphony Orchestra, New Japan Philharmonic, Banda Sinfónica Simón Bolívar, National Chamber Orchestra of Armenia, Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg, Camerata Académica de Buenos Aires und dem Orquesta Nacional de Uruguay.

Erste Preise gewann er beim Tokyo International Music Competition, Concorso Saverio Mercadante, Concorso Internazionale di Carlino, Audi Mozart Competition und Città di Chieri Winds Competition. Mit dem "Wabi Sabi Trio" war er Finalist des Osaka Chamber Music Competition – und mit dem "Duo Werther" erspielte er sich den 1. Preis gemeinsam mit dem Pianisten Luca Delle Donne beim Romanian International Music Competition.

Gervasio spielte als Solo-Klarinettist mit verschiedenen Orchestern wie dem Auckland Philharmonia (Neuseeland), Biel/Solothurn Sinfonieorchester (Schweiz) und dem Hyogo Performing Arts Center Orchestra (Japan). Er arbeitete mit Dirigenten wie u.a. Sir Neville Marriner, Daniel Harding, Claus Peter Flor und Dmitri Kitajenko und gab bereits Klarinetten-Meisterkurse in Panama, Kolumbien, Peru, Argentinien, Kuba und Italien.

Neben der klassischen Musik widmet er sich auch Musikstilen wie Tango, Latin Jazz, Bossa Nova, arabischer Musik und dem Flamenco gemeinsam mit seinem Bruder Martin Tarragona Valli an der Gitarre und dem polnischen Beatboxer Crobbs.

[25.01.2019]