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Weiße Rose: Kammeroper von Udo Zimmermann wird von Studierenden im Studiotheater Belvedere inszeniert

Benjamin Mahns-Mardy als Hans Scholl und Yuko Hayashi als Sophie Scholl | Foto: Maik Schuck

Weiße Rose: Kammeroper von Udo Zimmermann wird von Studierenden im Studiotheater Belvedere inszeniert

Während die „Weiße Rose“ in der aktuellen Spielzeit am Theater Gera zu sehen ist, kann sie bald auch in einer anderen Inszenierung erlebt werden: Die Kammeroper von Udo Zimmermann über das Schicksal der Geschwister Scholl kommt als studentisches Projekt in Weimar auf die Bühne. Die szenische Arbeit von Lisa Astrid Mayer und Alexandra Pop feiert am Freitag, 5. Oktober um 18:30 Uhr im Studiotheater Belvedere Premiere.

Folgeaufführungen gibt es am 6. Oktober um 18:30 Uhr sowie am 7. Oktober um 16:30 Uhr im Studiotheater. Karten zu 7,50 Euro, ermäßigt 5 Euro, gibt es bei der Tourist-Information Weimar sowie an der Abendkasse.

Aufgeführt wird das Werk von einem 15-köpfigen Ensemble unter der musikalischen Leitung der Dirigierstudenten Vitali Alekseenok und André Callegaro. Bühne und Kostüme stammen von Selma Kracht. Auf und vor der Bühne singen Studierende der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar sowie Gäste der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Jeweils 20 Minuten vor Aufführungsbeginn wird eine Werkeinführung angeboten.

2018 jährt sich der Tod der Geschwister Scholl zum 75ten Mal. Sie wurden am 22. Februar 1943 vom Volksgerichtshof unter Roland Freisler wegen „Vorbereitung zu Hochverrat“ zum Tode verurteilt – ihre Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ ist bis heute das wohl berühmteste Symbol politischen Widerstands im Dritten Reich geblieben. Die gleichnamige Kammeroper von Udo Zimmermann nach einem Libretto von Wolfgang Willaschek greift das Schicksal des Geschwisterpaares auf.

Die Oper zeigt Hans und Sophie Scholl in der Stunde vor ihrem Tod im Gefängnis München-Stadelheim. Als ein collagenhaftes Zwei-Personen-Stück konzentriert sich das Werk ganz auf das Innenleben der beiden Widerstandskämpfer und zeichnet ein intimes Bild ihrer Hoffnungen, Erinnerungen und ihres Ringens mit sich selbst. So schafft die Oper abseits jeden Heroismus eine eindringliche Nähe zum Schicksal der Protagonisten und stellt deren Geisteshaltung als Grundlage ihrer politischen Überzeugung dar.

Parallel zur Weimarer Inszenierung kann die Wanderausstellung „Die Weiße Rose. Der Widerstand von Studenten gegen Hitler, München 1942/43“ besichtigt werden. Diese wird im Rahmen des Opernprojekts mit freundlicher Unterstützung der Weiße Rose Stiftung e.V zur Verfügung gestellt und vom 1. bis 10. Oktober in der Mensa am Park in Weimar gezeigt.