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Debüt mit Opern: Dirigierprofessor Ekhart Wycik leitet sein Antrittskonzert mit Auszügen aus Rosenkavalier, Thamos und Salome

Ekhart Wycik bei der Orchesterprobe | Foto: Maik Schuck

Debüt mit Opern: Dirigierprofessor Ekhart Wycik leitet sein Antrittskonzert mit Auszügen aus Rosenkavalier, Thamos und Salome

Er kommt vom Musiktheater, und deshalb möchte Dirigierprofessor Ekhart Wycik auch sein – zeitlich nachgereichtes – Antrittskonzert entsprechend gestalten. Auf dem Programm des Opernkonzerts am Donnerstag, 21. Juni 2018 um 19:30 Uhr in der Weimarhalle stehen Ausschnitte aus Richard Strauss‘ „Der Rosenkavalier“ und der Schlussgesang aus seiner „Salome“ sowie Zwischenaktmusiken aus der Oper „Thamos“ KV 345 von Wolfgang Amadeus Mozart.

Es spielt das Hochschulorchester unter der Leitung von Ekhart Wycik, als Solistinnen und Solisten singen neben der international gefeierten Sopranistin Annemarie Kremer auch Studierende des Instituts für Gesang | Musiktheater. Eine Konzerteinführung beginnt bereits um 18:30 Uhr im Flügelsaal der Weimarhalle.

Eintrittskarten zu 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, gibt es bei der Tourist-Information, online sowie an der Abendkasse.

Wycik beschreibt die Opernhandlungen mit seinen eigenen Worten: „Der Rosenkavalier, komponiert 1911, ist eine Soap-Opera aus dem Hochadel: Attraktive, lebenserfahrene Dame hat eine heiße Affäre mit jungem Lover. Der verliebt sich unsterblich in eine blutjunge Traumfrau, die gegen ihren Willen mit einem alternden Lebemann verheiratet werden soll.

Mozarts „Thamos“ von 1779: Weiser Herrscher in grauer, mythischer Vorzeit wird von moralisch zweifelhaftem Nebenbuhler aus Karrieresucht entthront.“ Und nicht minder kompakt fasst Ekhart Wycik die „Salome“-Handlung (1911) zusammen: „Junge, verwöhnte Prinzessinnen-Göre verguckt sich ausgerechnet in extremistischen Moralprediger, der sie und ihre Mutter wegen ihres ungehemmten Lebensstils öffentlich anprangert.“

Annemarie Kremer wird seit ihrem Rollendebüt an der Wiener Staatsoper in der ganzen Welt als Salome gefeiert. Sie hat diese Partie in mittlerweile acht Produktionen sogar öfter außerhalb Europas in Moskau, Hongkong und in Brasilien gesungen. Als Marschallin in der Oper "Der Rosenkavalier" stand sie bereits in Peking auf der Bühne. Ihr nächstes Debüt wird die Isolde in Wagners "Tristan und Isolde" zur Saisoneröffnung am Linzer Landestheater mit dem Brucknerorchester sein. Ekhart Wycik arbeitete mit ihr bei Produktionen zu Puccinis „Tosca“ und „Butterfly“ zusammen. Weitere Informationen gibt es unter: www.annemariekremer.nl

Das Musiktheater bildet in den Schwerpunkt in der Professur von Ekhart Wycik, die er zum Wintersemester 2016/17 an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar antrat. Sein Opernrepertoire aus einer insgesamt 25-jährigen Tätigkeit umfasst über 70 dirigierte Werke, darunter alle großen Mozart- und Verdi-Opern, Strauss, Wagner, Puccini oder auch Strawinsky.

Pädagogisch konnte Ekhart Wycik zuvor bereits als Dozent an den Musikhochschulen in Saarbrücken, Köln und Düsseldorf sowie als Gastprofessor für die Einstudierung des „Rosenkavalier“ an der Indiana University in Bloomington (USA) Erfahrungen sammeln.

Wycik schloss sein Studium in Düsseldorf und Wien in den Fächern Dirigieren, Musikwissenschaft und Philosophie mit Auszeichnung ab. Studien und Meisterkurse bei Heinz Rögner (Leipzig), Rolf Reuter (Berlin), Sergiu Celibidache (München) und Leif Segerstam (Helsinki) vervollständigten seine Ausbildung. Als Finalist der Wiener Meisterkurse und der Furtwängler-Dirigierwerkstatt Mürzzuschlag dirigierte er die Abschlusskonzerte.

Wycik ist Preisträger des „Bielefelder Operntalers“, mehrfacher Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und des Richard-Wagner-Verbandes, und arbeitete als Assistent bei den Opernfestspielen Verona und Erl (Tirol). Ab 1993 wurde Wycik durch das Dirigentenforum des Deutschen Musikrates gefördert und erhielt 1999 den Förderpreis der Internationalen Furtwängler-Dirigierwerkstatt Mürzzuschlag.

Im Konzertbereich arbeitete Ekhart Wycik u.a. mit dem DSO Berlin, der Staatskapelle Halle, dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie, den Berliner Symphonikern, den Bochumer Sinfonikern, dem RSO Saarbrücken, dem WDR-Funkhausorchester, dem Frankfurter Museumsorchester, der Norddeutschen Philharmonie Rostock, der Jenaer Philharmonie sowie mit Orchestern in Österreich, Ungarn, Italien, Griechenland, Großbritannien und den USA zusammen.

Wyciks britisches Operndebüt an der Scottish Opera zählte 2012 laut „Guardian“ zu den „Top Ten UK Productions“; sein italienisches Operndebüt mit „Hänsel und Gretel“ am Teatro Comunale di Bolzano wurde vom Fachmagazin „operaclick“ unter die besten Produktionen Europas gewählt.

Im Januar 2014 kehrte er für die „Zauberflöte“ nach Bolzano zurück und wurde 2014 und 2016 für Sinfoniekonzerte wieder verpflichtet. Nach seinem gefeierten Debut an der Sarasota Opera in Florida (USA) mit Rimsky-Korsakows „Goldenem Hahn“ wurde er umgehend für 2016 mit Beethovens „Fidelio“ wieder eingeladen.

29.05.2018