Rosalía  Gómez Lasheras

Rosalía Gómez Lasheras

Stipendiatin im Thüringer Programm zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -künstlerinnen

Fach/Instrument: Historische Aufführungspraxis, Historisches Instrument

Rosalía Gómez Lasheras, geboren im Jahr 1994, begann ihre Klavierausbildung im Alter von 5 Jahren bei María José Cerviño und Alexander Gold. Danach absolvierte sie ihr Bachelor-Studium bei Alan Weiss an der Utrecht Conservatory, und ihr Master Performance-Studium und das Solistin-Diplom an der Hochschule für Musik Basel bei Claudio Martínez Mehner und Anton Kernjak.

Ihr Interesse für historische Tasteninstrumente begann in den Niederlanden, wo sie Cembalo-Unterricht bei Siebe Henstra nahm, und setzte sich an der Schola Cantorum Basiliensis fort, wo sie bei Edoardo Torbianelli Fortepiano und bei Andreas Bötticher Cembalo studierte. Außerdem ist sie in regelmäßigem Kontakt mit für sie einflussreichen Musikern wie Amandine Beyer, Kennedy Moretti, Iason Marmaras, Sergio Azzolini, Rita Wagner und Ferenc Rados. Sie nahm auch an Meisterkursen mit Menahem Pressler, Dimitri Bashkirov, Andras Schiff und Elisabeth Leonskaja teil.

Nachdem sie die Young Pianist Foundation Competition in Amsterdam gewann (2013), machte sie ihr Debut in Sälen wie Concertgebouw Amsterdam (2013), Tivoli Vredenburg Utrecht (2015), Palau de la Música Catalana (2015), Cairo Opera House (2016), Konzerthaus Dortmund (2018) und dem Herkulessaal in München (2018), sowie anderen Sälen in Spanien, den Niederlanden, Portugal, Belgien, Schweiz, Deutschland, Russland, Ägypten und den USA.

Sie hat durch die Arbeit mit Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Dima Slovodeniuk und Orchestern wie Real Filharmonía de Galicia, Orquesta Presjovem, deOrkestacademie, Orquesta Gaos, Noord Nederlands Orkest, Nederlands Jonge Orkest, Folkwang Kammerorchester Essen, Sinfónica de Galicia, Cairo Symphony Orchestra, Duisburger Philharmoniker, Sinfonieorchester Basel u.a. umfangreiche Erfahrung als Solistin.

Sie hat mit Spezialisten der historischen Aufführungspraxis wie Kristian Bezuidenhout, Malcolm Bilson, Christoph Coin, Olivier Fourés, Chiara Banchini und Clive Brown gearbeitet. Sie hat Kontakt zu den Zentren für Alte Tasteninstrumente Fondation Royaumont und La Nouvelle Athéne und ist in Konzertreihen für Alte Musik wie dem Festival Espazos Sonoros, Jagthuis Fortepiano Weekend, Utrecht Early Music Festival Fringe und Musica Antica da Camera aufgetreten.

Ihre Leidenschaft für die Geschichte der musikalischen Ästhetik hat sie zum Experimentieren mit einer breiten Vielfalt an Instrumenten geführt, von barocken bis zu elektronischen Tasteninstrumenten. Ihre jüngsten Projekte beinhalten die ganzen Debussy Preludes auf Flügeln des frühen 20. Jahrhunderts, ihre „Hommage an Clara Schumann“ auf romantischen Hammerflügeln und ihr Programm „Ricercare“, wo sie zeigt, wie Komponisten von Frescobaldi bis Ligeti die Grenzen des tonalen Systems durch den Gebrauch der Chromatik ergründen. Außerdem ist sie oft an Festivals für zeitgenössische Musik beteiligt und hat Weltpremieren von Werken solch relevanter Komponisten wie A. Frank, E. Schoenberger oder G. F. Haas aufgeführt.

Sie arbeitet regelmäßig mit einer Anzahl an Kammermusikensembles zusammen. Ihr Duo mit dem Violinisten Antonio Viñuales gewann Preise bei der BOG Duo Competition und der Orpheus Chamber Music Competition. Sie wurde zu dem Storioni Festival, Delft Chamber Music Festival, Shiermonnikoog Chamber Music Festival, Clásicos de Verano, Musikdorf Ernen, Swiss Chamber Music Festival und Wissembourg Chamber Music Festival u.a. eingeladen.

Sie wurde von Institutionen wie der Diputación de la Coruña, Juventudes Musicales de España, Mozart Gesellschaft Dortmund und der DOMS Stiftung unterstützt. 2015 verlieh ihr die Zeitung El Correo Gallego den Titel Galician of the Year für „ihre beeindruckende Karriere und ihre herausragende artistische Reife“.

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