Dr. Alexander  Grychtolik

Dr. Alexander Grychtolik

Lehrbeauftragter für Grundlagen des Improvisierens am Institut für Musikpädagogik und Kirchenmusik

Fach/Instrument: Improvisation

alexander.grychtolik(at)gmx.de

http://www.grychtolik.com

Alexander Grychtolik studierte Cembalo und Clavichord bei Bernhard Klapprott an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar sowie bei Frédérick Haas am Königlichen Konservatorium in Brüssel. Parallel dazu studierte er Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar, wo er im Bereich des musikalischen Kulturgüterschutzes promovierte. Im Zentrum seiner musikalischen Tätigkeit steht die schöpferische Auseinandersetzung mit der Musik der Bach-Zeit.

Zusammen mit seiner Partnerin Aleksandra Grychtolik konzertiert er regelmäßig international als Interpret und Improvisator auf dem Cembalo. Ihre Debüt-CD „Fantasia baroque“ mit Improvisationen über Bach, Bertali und Pasquini (COVIELLO) wurde für den Echo Klassik 2016 nominiert und vom Early Music Review als „excellent recording“ ausgezeichnet.

2008 gründete Alexander Grychtolik das Ensemble „Deutsche Hofmusik“, das sich vor allem den weltlichen Vokalwerken J. S. Bachs und seiner Zeitgenossen widmet. Das kammermusikalisch besetzte Ensemble ist regelmäßig auf den führenden europäischen Bach-Festivals zu hören und veröffentlicht seine Einspielungen bei Sony (DHM). So wurde die 2015 erschienene CD-Aufnahme der „Köthener Trauermusik“ von J. S. Bach beim Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert und als „wichtiger Beitrag zur Bach-Gesamtrezeption“ gewürdigt. Die 2017 aufgenommene Huldigungskantate „Erwählte Pleißenstadt“ BWV 216a wurde in die 2018 erschienene Gesamteinspielung der Werke J. S. Bachs der Deutschen Grammophon („Bach 333“) aufgenommen. 2019 erfolgte die Wiedereinspielung der „Schäferkantate“ BWV 249a (weltliche Urfassung des Osteroratoriums) und die Ersteinspielung der „Krönungskantate“ BWV 205a für August III. von Polen.

Alexander Grychtolik veröffentlicht seine Rekonstruktionen u.a. beim Musikverlag Edition Peters sowie bei Breitkopf und Härtel, die nicht nur regelmäßig in Deutschland, sondern auch im europäischen Ausland sowie u. a. in Israel und Japan aufgeführt werden: u.a. Bachs „Köthener Trauermusik“ BWV 244a, die Köthener Geburtstagskantaten BWV 36a und BWV 66a sowie eine erste Rekonstruktion der 2009 nachgewiesenen Spätfassung von Bachs Markus-Passion BWV 247 aus dem Jahre 1744, die bereits mehrfach eingespielt wurde, u.a. von der Knabenkantorei Basel sowie von Jordi Savall.

Als Musikforscher widmete er sich darüber hinaus der virtuellen Rekonstruktion historisch bedeutender Konzertsäle sowie der szenischen Aufführungspraxis bei J. S. Bach. Lehrtätigkeit und Gastvorträge führten in u. a. auch an die Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt am Main. Er war Stipendiat der Alfred Toepfer Stiftung.

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