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Jazzforschung im deutschsprachigen Raum: Internationale Tagung am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena

Foto: Daniel Eckenfelder

Jazzforschung im deutschsprachigen Raum: Internationale Tagung am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena

Zu der öffentlichen Tagung „Jazzforschung im deutschsprachigen Raum: Themen, Methoden, Perspektiven“ lädt das Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena am Freitag, 21. und Samstag, 22. September 2018 ein. Tagungsort ist der Seminarraum 1 im hochschulzentrum am horn der HfM Weimar.

Die wissenschaftliche Leitung übernimmt der Weimarer Professor für die Geschichte des Jazz und der populären Musik, Prof. Dr. Martin Pfleiderer. Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird aber gebeten unter jazzforschung(at)hfm-weimar.de.

Obschon die Auseinandersetzung mit Jazz in Deutschland bis in die 1920er Jahre zurückreicht, etablierte sich eine wissenschaftliche Jazzforschung erst im Laufe der 1960er und 1970er Jahre – einflussreich waren hierbei etwa das 1965 gegründete Institut für Jazzforschung in Graz oder Ekkehard Josts international rezipiertes Free Jazz-Buch aus dem Jahre 1975.

In den vergangenen Jahren hat sich nun in der deutschsprachigen Jazzforschung ein Generationswechsel vollzogen, der auch zur Erschließung neuer Forschungsthemen und -ansätze geführt hat. „So rücken einerseits die globalen Dimensionen des Jazz, die über die US-amerikanische Jazzgeschichte hinausweisen, zunehmend ins Zentrum des Interesses“, erklärt Tagungsleiter Prof. Dr. Martin Pfleiderer.

„Andererseits eröffnen die in den 1990er Jahren entstandenen US-amerikanischen New Jazz Studies mit ihrem Fokus auf historiographischer Reflexion sowie kultur-, medien- und filmwissenschaftlichen Ansätzen neue Möglichkeiten der Auseinandersetzung.“

Die Weimarer Tagung versteht sich als eine offene Bestandsaufnahme der Jazzforschung im deutschsprachigen Raum. Durch eine Diskussion von Themen, Methoden und Desideraten der aktuellen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Jazz sollen neue Forschungsperspektiven eröffnet werden.

In einer Podiumsdiskussion sollen zudem Möglichkeiten des „künstlerischen Forschens“ für die Jazzforschung und die Jazzausbildung reflektiert werden. Das Rahmenprogramm umfasst auch einen Einführungs-Workshop zur Analyse-Software „MeloSpyGUI“ des „Jazzomat Research Project“ sowie eine Exkursion ins Lippmann+Rau-Musikarchiv nach Eisenach.

Nähere Infos: http://jazzforschung.hfm-weimar.de/tagung2018

02.08.2018

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