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Standing Ovations und Stromausfälle: Geigenstudentin Laura Freier war mit der Staatskapelle Weimar auf ihrer vierwöchigen USA-Tournee unterwegs

Konzert in der "Mechanics Hall" in Worchester | Foto: DNT Weimar/ Andreas Nickel

Standing Ovations und Stromausfälle: Geigenstudentin Laura Freier war mit der Staatskapelle Weimar auf ihrer vierwöchigen USA-Tournee unterwegs

18 Konzerte innerhalb von 28 Tagen in 17 Städten – die Staatskapelle Weimar war im Februar und März auf großer Gastspielreise in den USA. Auch fünf Studierende unserer Hochschule waren dabei. In den 1. Violinen spielte Laura Freier mit, die seit 2013 bei Prof. Anne-Kathrin Lindig im Master studiert und seit 2014 Substitutin der Staatskapelle ist. In UNISONO berichtet sie von der Tournee:

"Let's rock America!" stand auf einem kleinen Abschiedsgeschenk des Orchesterbüros, das nachts um 3:00 Uhr auf jedem Sitz im Bus zum Flughafen Frankfurt lag. Dieses Motto schürte die Vorfreude auf die Konzertreise als Substitutin in der Staatskapelle Weimar, dem "ältesten Orchester Deutschlands" – wie wir vor den Konzerten in Amerika stolz angekündigt wurden.

Die Tournee begann im sonnigen Florida, wo wir die erste Woche verbrachten und vier Konzerte spielten. Da wir zwei Tage frei hatten, konnten wir Sonne tanken, im Meer schwimmen und Energie für die kommenden Wochen sammeln. Nach den ersten Konzerten in Florida traten wir unseren einzigen Flug innerhalb Amerikas an, von Tampa nach New York, in den kalten Nord-Osten des Landes.

Von nun an waren wir für den Rest der Tournee mit denselben Bussen unterwegs und kamen am Ende auf 7.000 gefahrene Kilometer. Doch auch auf einer perfekt durchgeplanten Tournee können unvorhersehbare Faktoren den Tourbetrieb einschränken. So wurde eines unserer Konzerte in New York wegen eines Sturms und den damit verbundenen Stromausfällen im Saal leider abgesagt und der Tourbus musste wegen gesperrter Brücken diverse Umwege fahren.

Die nächsten Konzerte führten das Orchester in Richtung Chicago und anschließend in den "Wilden Westen", u.a. nach Missouri, Kansas und Oklahoma. Auch in kleineren Städten erwarteten uns imposante und beeindruckende Konzertsäle und ein unglaublich enthusiastisches Publikum, das in ausnahmslos jedem Konzert seinen Applaus in Standing Ovations ausdrückte. Auch ein lautes "Amen!" nach dem 2. Satz des Violinkonzerts von Brahms machte uns die pure Begeisterung des Publikums deutlich.

Ich persönlich genoss besonders das Konzert in der Mechanics Hall in Worcester (Massachusetts), einem wunderschönen Konzertsaal, in dem wir Beethovens 5. Sinfonie zum ersten Mal auf der Tournee gespielt haben.

Ich war unglaublich beeindruckt von der Organisation und dem Ablauf einer solch aufwendigen Konzerttournee. Die Arbeit mit dem Dirigenten Kirill Karabits, den Solisten und Kollegen hat die Reise für mich zu einem unvergesslichen und wertvollen Erlebnis gemacht. Dank der herzlichen Integration, der Zusammenarbeit und des Zusammenhalts innerhalb des Orchesters war es besonders leicht, sich als Substitut sehr wohlzufühlen. Es war ein großes Privileg, die Reise miterleben zu dürfen und diese Erfahrungen und Erlebnisse mit der Staatskapelle Weimar teilen zu können.

ASA | Prüfungsamt

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