Thüringer Opernstudio

Das Thüringer Opernstudio ist ein Aufbaustudium, das die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Nationaltheater Weimar (DNT), dem Theater Erfurt, dem Theater Nordhausen sowie dem Theater Altenburg Gera anbietet. Der Studiengang eröffnet jungen, hochbegabten Sängerinnen und Sängern frühzeitig Chancen, ihre professionellen Erfahrungen auf der Opernbühne fortzusetzen und zu perfektionieren sowie sich dem Management der Musikpraxis zu präsentieren.

Die Studierenden erarbeiten geeignete Partien in Neuinszenierungen und im Repertoire und stehen regelmäßig in den Aufführungen der vier Theater auf der Bühne. Parallel hierzu werden sie durch Unterrichte an der Hochschule nach individueller Festlegung (Hauptfach Gesang, Werkstudium, Sprechen, Szene) betreut. Das Stipendium, das sie erhalten, ermöglicht ihnen, in finanzieller Unabhängigkeit konzentriert ihre künstlerischen Kompetenzen zu erweitern und durch den Vorsprung in der Berufspraxis ihre Chancen bei der Suche nach Engagements zu erhöhen.
 

Die Partner

Hochschule, Theater und Orchester bekennen sich zu Thüringens reicher Theater- und Orchestertradition und geben diese in der aktiven Förderung des künstlerischen Nachwuchses auf höchstem Niveau weiter. Ihre Zusammenarbeit stärkt Thüringen als Hochschulstandort und unterstreicht dessen Bedeutung als Kulturraum mit Zukunft. Die kooperierenden Theater beteiligen sich substantiell an der Finanzierung des Thüringer Opernstudios.

  • Deutsches Nationaltheater Weimar, Operndirektor Hans-Georg Wegner
  • Theater Erfurt, Generalintendant Guy Montavon
  • Theater Nordhausen/ Sondershausen, Intendant Daniel Klajner
  • Theater Altenburg Gera, Generalintendant und Operndirektor Kay Kuntze

Das Studium am Opernstudio

  • Dauer: zwei Semester / eine Spielzeit; in Einzelfällen nach gemeinsamer Entscheidung der Partner um zwei weitere Semester verlängerbar. Die Studienzeit beginnt in der Regel im Wintersemester. Bitte beachten Sie, dass die Spielzeiten der Theater nicht identisch mit den Unterrichtssemestern sind.
  • Inhalte an den Theatern: praktische Berufserfahrungen durch den regelmäßigen Einsatz in Proben und Vorstellungen, in Repertoireaufführungen und Neuinszenierungen. Bei Besetzungen werden die Eignung und Entwicklungsmöglichkeiten der Stipendiaten berücksichtigt.
    Bitte beachten Sie, dass Unterrichte und Proben auf Deutsch stattfinden. Ausreichende Deutschkenntnisse sind somit zwingend erforderlich.
  • Inhalte an der Hochschule: Einzel- und Gruppenunterrichte in Gesang bei Professor*innen der Hochschule, Szenenstudium / Vorsingetraining, Lied- und Partienstudium, Bühnensprechen Deutsch, Liedkurse
  • Abschluss: Bei Nachweis eines ordnungsgemäßen Studiums wird am Ende ein Zertifikat vergeben, das eine schriftliche Beurteilung der Leistungen in den kooperierenden Theatern beinhaltet.
  • Stipendium: 1.300 Euro monatlich für die Dauer des Studiums
  • Anzahl Stipendiaten: maximal sechs
     

Leitung
Prof. Siegfried Gohritz
- Professor für Gesang, Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar -

Informationen
Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
Frau Anja Gläßl
Tel. 03643 | 555 219
Fax 03643 | 555 209
anja.glaessl(at)hfm-weimar.de
 

Zulassungsvoraussetzungen

  • Abgeschlossenes Studium mit dem Hauptfach Gesang (oder vergleichbarer Abschluss)
  • Altersgrenze: 30 Jahre bei Bewerbung
  • Bestehen der Eignungsprüfung in Form eines Vorsingens

Bewerbung

Bewerbungen für das Studienjahr/ Spielzeit 2022/23 bitte ausschließlich über das Online-Portal zwischen dem 01.10. und 02.11.2021!

Bitte senden Sie alle erforderlichen Unterlagen mit Angabe Ihrer Bewerber*innen-Nummer (BNR) per E-Mail an Frau Anja Gläßl, anja.glaessl(at)hfm-weimar.de:

  • Bewerbungsantrag (ausgedruckt aus dem Online-Portal)
  • eigenhändig unterschriebener tabellarischer Lebenslauf mit für den Beruf des Opernsängers relevanten Angaben, über die bisherige Ausbildung, Bühnentätigkeit, gesungenes und studiertes Repertoire
  • 1 Passbild (als Datei)
  • Nachweis eines Hochschulabschlusses mit dem Hauptfach Gesang
  • 3 YouTube-Links/ Arbeitsproben:
    Bewerben Sie sich mit aussagekräftigen Arien/ Szenen Ihres Stimmfaches.
    Laden Sie dazu kürzlich aufgenommene Video-Dateien unverschlüsselt auf YouTube hoch und schicken uns den Link über das Bewerbungsportal. CDs, DVDs, MP3-Dateien oder sonstige Formate werden nicht akzeptiert.
  • Nachweis über die Einzahlung der Eignungsprüfungsgebühr in Höhe von 50 Euro


Der Eingang Ihrer Bewerbung wird schriftlich bestätigt, sobald uns Ihre Unterlagen vollständig vorliegen.

Eine Vorauswahl zur Eignungsprüfung wird anhand der eingereichten Dateien getroffen. Bewerber, die die Vorauswahl bestehen und die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen, werden schriftlich zur Eignungsprüfung in Form eines Vorsingens eingeladen.

Nur vollständige und fristgerecht eingegangene Bewerbungen können berücksichtigt werden.


Kontakt für Rückfragen
Anja Gläßl
Tel. 03643 | 555 219
anja.glaessl(at)hfm-weimar.de



Bitte überweisen Sie die Eignungsprüfungsgebühr von 50 Euro an:

Hochschule für Musik RANZ LISZT Weimar  
BIC: HELADEFF820
IBAN: DE91820500003004444307
Verwendungszweck: 1514172002562, Opernstudio

Landesbank Hessen-Thüringen
Anstalt des öffentlichen Rechts
Bonifaciusstraße 16
D-99084 Erfurt
 

Eignungsprüfung

Die Eignungsprüfung für das Thüringer Opernstudio (WS 2022/23) findet voraussichtlich Januar-Februar 2022 in Weimar/ DNT statt. Sie hat hinsichtlich Form, Inhalt und Dauer den Charakter eines Vorsingens an deutschen Theatern und Bühnen bei der Bewerbung um eine Stelle.

Eine gemeinsame Jury, die sich gleichermaßen aus Vertreter*innen der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, des Deutschen Nationaltheaters Weimar, des Theaters Erfurt, des Theaters Nordhausen und des Theaters Altenburg-Gera zusammensetzt, nimmt die Prüfung ab.

Die Bedingungen der Eignungsprüfung (Ort, Zeit) werden nach Bestehen der Vorauswahl zugeschickt.

Für das Vorsingen ist vorzubereiten:

  1. Vier Arien, in mindestens zwei Sprachen, ca. 20 min (der Vortrag einer Arie in deutscher Sprache ist verpflichtend)
  2. Zusätzlich kann eine Arbeitsprobe in Form einer szenischen Improvisation (ca. 10. min) verlangt werden.

Die Stipendiat*innen des Jahrgangs 2021/22

Gustavo Eda, Tenor (Brasilien)

Geboren in Brasilien, studierte Gustavo Eda zunächst traditionelle japanische Musik (Minyo) bei Meister Shuusei Ogita in Sagamihara (Japan) Für seine überaus erfolgreiche Teilnahme als Vertreter Brasiliens bei der International Esashi Oiwake Competition 2011 und beim International Kyodo Folk Song Contest of Japan 2012 wurde ihm als Preis die offizielle Lehrbefähigung in dieser musikalischen Kunstgattung verliehen.

Zwischen 2010 und 2013 studierte er klassischen Gesang an der Federal University of Minas Gerais in Brasilien. Er war Mitglied im Ars Nova Choir und im Libertas Ensemble. Mit der Internationalen Chorakademie Lübeck konzertiert er international unter bedeutenden Dirigenten.

Als Solist sang Gustavo Eda die Tenorpartien in den Kantaten und Passionen von Bach, in Mozarts Requiem, Janaceks Glagolitische Messe und in verschiedenen Opern: Mozarts "Apollo und Hyacinthus" (Oebalus), Purcells "Dido & Aeneas" (Aeneas), Mascagnis "Cavalleria Rusticana" (Turiddu). Er spielte die Rolle des Osaka, aus Mascagnis "Iris", sowie Cavaradossi in Puccinis "Tosca", in der Neuköllner Oper. Zwischen Südamerika, Europa und Asien, spielte er in Mozarts "Zauberflöte" (Tamino) und Wagners "Fliegendem Holländer" (Steuermann).

Derzeit ist er Mitglied des Thüringer Opernstudios unter der Leitung von Prof. Michael Gehrke an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Er spielte schon erfolgreiche Produktionen in Gera, namentlich Ullmans "Kaiser von Atlantis" (Soldat), Zellers "Vogelhändler" (Schneck), Sieberts "Untergang der Titanic" (1.Offizier Murdoch) und Künnekes "Vetter aus Dingsda" (2. Fremder).

Vor kurzem trat Gustavo Eda im Theater Erfurt in "Lohengrin" als 1. Edler auf - und er war Finalist beim Franz-Völker Preis 2020 in Neu-Isenburg.

Julia Gromball, Sopran (Deutschland)

Die Sopranistin Julia Gromball ist seit der Spielzeit 2021/22 Mitglied des Thüringer Opernstudios.

Parallel dazu studiert sie im Master Operngesang an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar bei Prof. Hans-Joachim Beyer. Meisterkurse bei KS Brigitte Fassbaender, KS Dorothea Röschmann, KS Angelika Kirchschlager und Eva Martòn gaben ihr wichtige Impulse in ihrer sängerischen Entwicklung.

Bereits während ihres Studiums konnte Julia wertvolle Bühnenerfahrung sammeln, u.a. als Solistin in Carl Orffs „Carmina Burana“ und Vic Nees‘ „Magnificat“, aber auch als Ännchen (Der Freischütz), 2. Dame („Die Zauberflöte“), Teufel („l`Histoire du soldat“), Helena („Ein Sommernachtstraum“) und Sandmann („Hänsel und Gretel“).  Auch im Bereich der zeitgenössischen Musik ist sie rege aktiv und konnte ihr Können in den Uraufführungen „Global Players“, „Die Wahrheitsschwestern“ und „Der Häftling“ von Giordano Bruno do Nascimento unter Beweis stellen.

2016 gab Julia ihr Bühnendebüt am Deutschen Nationaltheater Weimar als Anna in dem Musical "Frühlings Erwachen" und kehrte für Bernsteins "West Side Story" als Velma dorthin zurück. Außerdem debütiert sie im November 2021 als Gretel ("Hänsel und Gretel") mit der Jenaer Philharmonie im Volkshaus Jena.

Im Rahmen des Thüringer Opernstudios wird sie als Olympia ("Les Contes d’Hoffmann"), Gretchen ("Der Wildschütz"), Gianetta ("L’elisir d’amore"), Maria Bellacant ("Hexe Hillary geht in die Oper") und Lieschen ("Die Zwillingsbrüder") zu erleben sein.

Joanna Jaworowska, Mezzosopran (Polen)

Die polnische Mezzosopranistin Joanna Jaworowska studierte zunächst B.A. Orgel und B.A. Chorleitung an der „Uniwersytet Muzyczny Fryderyka Chopina“ in Warschau und schloss ihr Studium mit Auszeichnung ab. Zusätzlich studierte sie B.A. Kirchenmusik an der Musikhochschule Freiburg. Im Jahr 2016 nahm Joanna Jaworowska ihr Gesangsstudium an der Musikhochschule Freiburg bei Prof. Regina Kabis auf. Aktuell studiert sie im Abschlusssemester M.A. Operngesang an der HMDK Stuttgart in der Klasse von Natalie Karl.

Im Oktober 2019 gewann sie den 1. Preis beim VI. Internationalen Giulio Perotti Gesangswettbewerb in Ueckermünde. Außerdem ist sie Stipendiatin der Adelhausen-Stiftung Freiburg und erhielt 2019 ein Stipendium der Hans und Eugenia Jütting Stiftung für besonders begabte Musikstudent*innen. Erst vor kurzem wurde sie als Stipendiatin des Carl-Davis-Stipendiums und der „Yehudi Menuhin – Live Music Now“-Stiftung ausgezeichnet, wo sie sich regelmäßig auf der Bühne präsentieren darf.

Als Solistin sang Joanna Jaworowska bereits in zahlreichen Projekten und Konzerten. An der Musikhochschule Freiburg wurde sie für Solopartien in verschiedenen oratorischen Werken, wie z.B. Mätthaus-Passion, Johannespassion, h-Moll Messe, Weihnachtsoratorium von J.S. Bach, Dixit Dominus von G. F. Händel sowie Elias und Walpurgisnacht von F. Mendelssohn, ausgewählt. Dabei arbeitete sie mit bekannten Dirigenten wie Ton Koopman, Wolfgang Schäfer, Morten Schuldt-Jensen, Frank Markowitsch und Claire Levacher zusammen.

Darüber hinaus ist sie in Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Polen regelmäßig als Solistin in Konzerten zu hören. So sang sie u.a. bereits die Solopartien in G. Rossinis Petite messe solennelle, Mozarts Requiem und C. P. E. Bachs Magnificat. Sie hat auch mit anerkannten Orchestern gearbeitet, u.a. mit dem L’arpa Festante Barockorchester, dem Leipziger Kammerorchester und dem Freiburger Barockorchester. Neben dem Oratoriengesang ist ihr Schwerpunkt die Oper. Sie sang u.a. die Rolle von Mirabelle in Honeggers "Les Aventures du Roi Pausole" und die zweite Hexe in Purcells "Dido and Aeneas". Im Juni übernahm sie die Rolle von Flesh in "The Waste (no Land…)" – einer Uraufführung der Stuttgarter Musikhochschule. Im September 2021 hat sie als Donna Elvira in Mozart's "Don Giovanni" im Theater Aschaffenburg und Forum am Schlossplatz Ludwigsburg debütiert. Außerdem tritt sie regelmäßig mit professionellen Ensembles wie der Vokalakademie Berlin, dem Anton Webern Chor Freiburg und dem Orchestre & Choeur de Chambre Colmar auf.

Seit der Spielzeit 2021/22 ist Joanna Jaworowska Stipendiatin des Thüringer Opernstudios und wird u.a als Mercedes ("Carmen") und Scipio ("Caligula") im Nationaltheater Weimar und als Olga ("Eugen Oniegin") sowie in der Operette "Die ganze Welt ist himmelblau" am Theater Altenburg-Gera zu erleben sein.

Daniel Nicholson, Bariton (Australien)

Der australische Bariton Daniel Nicholson entdeckte seine Leidenschaft für Gesang in mehreren Kinderchören in Sydney und nahm schon im Alter von 8 Jahren Gesangsunterricht. Bereits 2010 bestand er die Prüfungen für den Associate of Music Award (A.Mus.A) der Australischen Musikprüfungskommission (AMEB). Anschließend wurde Daniel 2011 in das Sydney Conservatorium of Music als Stipendiat aufgenommen.

Während seiner Zeit am Conservatorium wurden Daniels musikalische und gesangliche Fähigkeiten mehrfach ausgezeichnet. Er gewann ein Chorstipendium der St. Andrews Wohngemeinschaft und  wurde 2012 mit einem Musikpreis der Big Brother Movement Ltd. ausgezeichnet, welches ihm ermöglichte Gesangsunterricht im Vereinigten Königreich zu nehmen. Mit Duopartnerin Melissa Field gewann er 2013 den Elizabeth Todd Liederpreis und absolvierte im Anschluss eine darstellerische Ausbildung an der Opera Australia. 2014 wurde Daniel für das erste Estivo Kammermusikfest des Conservatoriums ausgewählt und schloss sein Studium mit höchster Auszeichnung (First Class Honours) ab. Auch in seinem Heimatstaat New South Wales gab Daniel viele Konzerte: darunter waren die Soli in Mozarts Requiem in d-Moll und Bachs Kantaten "Herz und Mund und Tat und Leben" und "Wachet auf, ruft uns die Stimme". Daniel erschien zudem regelmäßig in der "Voci Stupendi"-Konzertreihe.

2016 zog Daniel nach Berlin und setzte seine Ausbildung an der Universität der Künste Berlin fort. Auch hier wurden Daniels hervorragende Qualitäten erkannt: So erschien er in fast jeder Produktion in einer Hauptrolle: Aeneas in Purcells "Dido and Aeneas" (2017), Barone di Trombonok in Rossinis "Il Viaggio a Reims" (2018) und Roy Cohen in Eötvös’ "Angels in America" (2019). Daniel wurde auch außerhalb der Uni schnell zum gefragten Solisten und Sänger: er war Cover der Titelrolle in der Aufführung von Mozarts "Don Giovanni" an der Passaggio Opera Berlin, er verkörperte Siegfried Wagner in einem Singspiel über das Leben Fridolin Wagners, welches Teil des Festivals Junger Künstler Bayreuth war, und sang Donner in Aufführungen von "Das Rheingold" mit der Berliner Wagner Gruppe. 2019 gab Daniel sein Debüt an der Berliner Philharmonie als Erzähler in Ludwig Thuilles "Fridolin" und trat regelmäßig mit dem Brandenburgischen Konzertorchester Eberswalde auf.

2019 war Daniel Finalist des German Australian Opera Grant in Melbourne und kurz nach seinem Studienabschluss im Jahr 2020 war Daniel Preisträger des Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Im Februar 2021 reiste Daniel nach Budapest um Ligetis "Adventures" und "Nouvelle Adventures" und Kurtágs "... pas à pas - nulle part …" als Livestream mit der Peter-Eötvös-Stiftung und dem Budapest Music Center aufzuführen.

Daniel ist seit September 2021 Mitglied des Thüringer Opernstudios.

Olivia Warburton, Sopran (Großbritannien)

Olivia Warburton schloss ihr Studium an der Royal Academy of Music bei Caitlin Hulcup, Florian Thomas, Yvonne Howard und Jonathan Papp mit Auszeichnung ab. Anschließend vertiefte sie ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln, bei der Internationalen Sommerakademie am Mozarteum in Salzburg und an der Georg-Solti-Akademie in Castiglione della Pescaia, wo sie mit Künstlern wie Richard Bonynge, Barbara Frittoli und Robert Frontali arbeitete. Sie ist Preisträgerin des 1. Internationalen Haydn-Wettbewerbs.

Mit Partien wie Euridice ("L’anima del Filosofo"), Zerlina ("Don Giovanni"), Fuchs ("Das schlaue Füchslein"), Ernando ("Venceslao"), Poppea ("Agrippina") sowie in den Titelrollen von Händels "Teseo" und Purcells "Dido und Aeneas" war sie u. a. am Bloomsbury Theatre, in der Royal Academy Opera, in der Royaumont Abbey, bei den Händel-Festspielen Halle, dem Londoner Händel-Festival und dem The Grange Festival zu erleben.

Olivia Warburton hat im Konzertbereich u. a. mit dem Göteborger Sinfonieorchester und dem Orchestra of the Age of Enlightenment sowie mit Dirigenten wie John Adams, Laurence Cummings und Masaaki Suzuki gearbeitet. Sie trat als Liedsängerin u. a. in der Wigmore Hall, beim Oxford Lieder Festival und beim Aldeburgh Festival sowie als Solistin in Oratorien u. a. in St John’s Smith Square, St Martin-in-the-Fields and Kings Place in Erscheinung.

Seit der Spielzeit 2021/22 ist Olivia Warburton Mitglied des Thüringer Opernstudios.