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Leitbild Lehre

Im Unterricht von Celloprofessor Wolfgang Emanuel Schmidt

Das Leitbild Lehre beschreibt die für die Hochschule für Musik Weimar grundlegenden Werte, die in Lehre und Studium gelebt werden sollen. Lehre verstehen wir dabei als einen Auftrag aller an der Hochschule Tätigen, denn nur gemeinsam schaffen wir ein Umfeld für gelingendes Lernen.

Im Mittelpunkt der Hochschulausbildung steht der Lern- und Lehrprozess, welcher durch die Lehrenden angeleitet und begleitet wird. Dieser gestaltet sich bilateral, sodass das Voneinanderlernen im Vordergrund steht. So begegnen wir uns stets mit Respekt, Toleranz und Akzeptanz.

Als Musikhochschule bieten wir in der Lehre ein breites und vielfältiges Spektrum von musikpraktischen, musikpädagogischen und musikwissenschaftlichen Studienangeboten. Wir leben vor, mit welcher Intensität, Begeisterung und Ernsthaftigkeit Musik erforscht, gestaltet und weitergegeben werden kann. So wollen wir umfassend gebildete und interdisziplinär denkende Persönlichkeiten hervorbringen und die Studierenden darin unterstützen, engagiert und selbstbewusst berufliche und gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen.

Das Leitbild Lehre ist verbindliche Grundlage und Maßstab bei der Entwicklung unserer Studienangebote. Es ist offen für Anpassungen an sich wandelnde Anforderungen.

Probe des Jazzorchesters

Individualität und Vielfalt ermöglichen

Unsere Hochschule lebt von der Vielseitigkeit ihrer Lernenden und Lehrenden und fördert diese. Dafür schaffen und erhalten alle Hochschulangehörigen einen geschützten Raum. Die Hochschule trägt dem durch individuell nutzbare Studienangebote Rechnung. Ermutigung und Unterstützung, persönliche Anerkennung und gemeinschaftliche Erfahrungen stehen hierbei im Vordergrund.

Der Einzel- und Kleingruppenunterricht, der das Lehrangebot einer Musikhochschule prägt, zeichnet sich durch große Nähe zwischen Lehrenden und Lernenden aus, die von allen ein hohes Verantwortungsbewusstsein verlangt. Den Lehrenden kommt dabei eine besondere Fürsorgepflicht zu.

Chancengleichheit bei Unterstützung und Förderung sowie die Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse aller sind maßgeblich für die Gestaltung der Lehre. Nachteilsausgleiche für beeinträchtigte Studierende werden individuell erarbeitet und unkompliziert gewährt.

Unsere Musikhochschule und ihre aus der mitteldeutschen Musikkultur hervorgegangenen Lehrtraditionen leben vom internationalen und interkulturellen Austausch ihrer Angehörigen. Wir handeln im Sinne einer humanistischen und weltoffenen Auffassung von Kunst und Kultur und setzen uns aktiv für Diversität und Vielfalt ein, die wir als Bereicherung ansehen. Als Hochschulgemeinschaft achten wir die unterschiedlichen Voraussetzungen, die sich durch persönliche und kulturelle Herkünfte ergeben.

Durch internationale Mobilität erweitern Lehrende und Studierende ihren Erfahrungsschatz und lassen ihn in die Studien- und Lehrpraxis einfließen. Die Hochschule sichert hierfür die Rahmenbedingungen und schafft Beratungsangebote sowie Anlaufstellen. Mitarbeitende in Technik und Verwaltung unterstützen dabei vertrauensvoll Lehrende und Studierende.

Im Unterricht von Chorleitungsprofessorin Kerstin Behnke

In der Praxis bewähren

Im Zentrum der Ausbildung steht der Erwerb praktischer Erfahrungen verbunden mit kritisch-theoretischer Reflexion. In allen Phasen des Studiums erwerben die Studierenden künstlerisch wie pädagogisch praktische Erfahrungen in verschiedenen Konzert-, Auftritts- und Unterrichtssituationen. Studierende erlangen wissenschaftliche Kompetenz durch Vorlesungen, Seminare und Übungen.

Sie haben die Möglichkeit, im Thüringischen Landesmusikarchiv der Hochschule zu forschen. Die Gestaltung des Studienangebotes ermöglicht vielseitige Praxis- und Vermittlungskompetenzen und schafft Freiräume für Erfahrungen außerhalb des Curriculums.

Die Hochschule arbeitet mit Weimarer und Thüringer Kultureinrichtungen sowie Partnerinstitutionen im In- und Ausland zusammen. Auf diese Weise bringt sich die Musikhochschule aktiv in die gesamte Breite des kulturellen Lebens ein.
 

Gesundheitliche Prävention

Im geschützten Raum der Hochschule wird gesundheitliche Prävention gefördert. Dabei richtet sich der Blick insbesondere auf den Umgang mit psychischem und physischem Stress. Durch praxisnahe Angebote in allen Fachbereichen wird eine gesamtheitliche Ausbildung angestrebt. Hierbei soll das Selbstvertrauen der Studierenden und die Souveränität im Umgang mit der persönlichen Belastbarkeit gestärkt werden.

Das Fürstenhaus, Hauptgebäude der HfM Weimar

Potenziale fördern und Perspektiven eröffnen

Die angebotenen Lehr- und Lernformen werden im engen Dialog zwischen Lehrenden und Studierenden regelmäßig kritisch hinterfragt, evaluiert und weiterentwickelt. Dies eröffnet neue Perspektiven und trägt zur persönlichen und musikalischen Entfaltung der Studierenden bei. Unterstützung für erfolgreiche Studienverläufe und den Übergang in die Berufspraxis finden die Studierenden durch eine fundierte Fachberatung sowie Austausch- und Förderprogramme.

Potentiale zu fördern bedeutet für uns die umfassende Entfaltung aller musikalischen, pädagogischen und wissenschaftlichen Begabungen der Studierenden. Die Hochschule fördert die Befähigung zum selbstständigen Gestalten eines erfolgreichen Berufsweges, bietet Chancen zur Bildung eines persönlichen Netzwerks und entwickelt gemeinsam mit den Studierenden die dafür notwendigen Kompetenzen. Eine Innovationskultur wird durch vielfältige Weiterbildungsangebote für Lehrende und Mitarbeitende geschaffen und ausgeweitet.

Erfolgreiche Lehre verstehen wir als Gemeinsschaftsaufgabe. Sie gelingt, wenn sich alle Köpfe und Herzen beteiligen - mit Leidenschaft und Solidarität.