Dr. Inna  Klause

Dr. Inna Klause

Fellowship Holder of the History of Jewish Music at the Department of Musicology Weimar-Jena

Subject/Instrument: Musicology, History of Jewish Music

Altenburg
Room: 2nd floor

+49 3643 | 555 276

inna.klause(at)hfm-weimar.de

Die aus Kasachstan stammende Musikwissenschaftlerin Dr. Inna Klause durchlief ihre gesamte Hochschulbildung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, wo sie zunächst Musikerziehung mit Hauptfach Akkordeon bei Prof. Elsbeth Moser und danach Musikwissenschaft und Philosophie studierte. Anschließend wurde sie ebenda mit einer Arbeit über Musik und Musiker in den sowjetischen Zwangsarbeitslagern der 1920er- bis 1950er-Jahre promoviert (Betreuer: Prof. Dr. Stefan Weiss und Prof. Dr. Arnfried Edler), wofür sie 2013 mit dem Georg R. Schroubek Dissertationspreis des Schroubek-Fonds Östliches Europa an der Ludwig-Maximilians-Universität München ausgezeichnet wurde. Die Begründung lautete, dass es ihr in der Dissertation "in überaus eindrucksvoller Weise gelungen ist, die Bedingungen und Auswirkungen des verordneten und selbstbestimmten Musizierens in den Straflagern des GULag zu erforschen und damit ein bisher verdrängtes Kapitel der sowjetischen Musikgeschichte erstmals zu erhellen."

Sie erhielt Stipendien der Friedrich-Ebert-Stiftung, des ASA-Programms der Carl-Duisberg-Gesellschaft, des DAAD, des Deutschen Historischen Instituts Moskau und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Gundlach Stiftung (Hannover) sowie der FAZIT-Stiftung. Sie organisierte zwei internationale, von der DFG geförderte Tagungen: "Vladislav Zolotarëv: Leben und Werk" an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover im Jahr 2007 und "Composers in the Gulag" am Musikwissenschaftlichen Seminar der Georg-August-Universität Göttingen 2010. Ihre zahlreichen Publikationen auf Deutsch, Englisch und Russisch behandeln außer der Musikausübung im Gulag russische und sowjetische Komponisten sowie russische Popularmusik.

Stationen ihres beruflichen Werdegangs sind das Musikwissenschaftliche Seminar der Georg-August-Universität Göttingen, die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, das Zentrum des Netzwerks Musikhochschulen an der Hochschule für Musik Detmold sowie das Göttinger Symphonie Orchester, wo sie aktuell als Dramaturgin und Leiterin der Notenbibliothek tätig ist.

Ihr Postdoc-Projekt, welches in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Jascha Nemtsov realisiert wird, baut thematisch auf ihrer Dissertation auf und widmet sich dem Vergleich der Musikausübung im sowjetischen Gulag und den NS-Lagern.

::: Publikationen :::

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