Netzwerk Musikhochschulen

Die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar engagiert sich im Netzwerk Musikhochschulen - einem Zusammenschluss von elf der 24 deutschen Musikhochschulen. Die Verbundpartner entwickeln spezifische Workshops und Evaluationsinstrumente. Zudem wird hochschulindividuell und nachfrageorientiert Unterstützung zu Aspekten des Qualitätsmanagement angeboten.

Das Netzwerk Musikhochschulen fördert die Lehr- und Personalentwicklung und ermöglicht entsprechende Reflexion durch Austausch. Außerdem soll anwendungsbezogene Forschung zu Qualitätsmanagement an Musikhochschulen die Lücke im wissenschaftlichen Diskurs schließen.

Das Netzwerk wird seit April 2012 wird durch Mittel aus dem Qualitätspakt Lehre gefördert.

Workshops und andere Veranstaltungen

Veranstaltungen an der HfM Weimar

6. QM-Workshop Von der Sisyphusarbeit zur Qualitätskultur // 27./28.09.2018

27./28. September 2018
Zielgruppe: QM-Beauftragte sowie alle Hochschulangehörigen, die Interesse haben, sich an der systematischen Qualitätsentwicklung von Studium und Lehre zu beteiligen

Im Fokus der Veranstaltung stehen eine Bestandsaufnahme aktueller Qualitätssicherungspraxis an Musikhochschulen sowie die Vernetzung von QM-Beauftragten und mit QM-Aufgaben betrauten Mitarbeitenden in Lehre und Verwaltung. Wir freuen uns über Ihre Praxisbeiträge, um gemeinsam über Erfolge und Herausforderungen bei der Implementierung von QM-Systemen an Musikhochschulen zu diskutieren und ein Benchlearning zu ermöglichen.

Im Workshop soll folgenden Fragen nachgegangen werden:
  • Wie kann es gelingen, von einzelnen Elementen der Qualitätssicherung zu einem musikhochschulspezifischen QM-System zu gelangen?
  • Wie gelingt es, dabei möglichst viele Stakeholder der Hochschule zu beteiligen und kontinuierlich einzubinden?
  • Welche Verfahren, Kommunikationsstrukturen und Prozesse sind für die Entwicklung einer Qualitätskultur förderlich?
::: Programmflyer (PDF) :::

::: Weiter Informationen und Anmeldung :::

Mit Stimmpräsenz, Freude und Ausdrucksvielfalt moderieren // 31.01.2019

31. Januar 2019, 9:30 bis 18:00 Uhr
Zielgruppe: Lehrende und Mitglieder der Verwaltung
mit Claudia Maria Brinker (Sprecherin, Rezitatorin, Performerin, Sprechtrainerin)

Es ist nur eine Frage der Zeit, dass Konzerte künftig vermehrt von den Musikern*innen selber moderiert werden, d.h. sie stellen die Stücke ihres Programms vor, kommentieren sie selbst und präsentieren vielleicht auch literarische oder ähnliche Zwischen-Texte. Wie wäre es, wenn dieser Sprechauftritt genauso engagiert, hingebungsvoll und lebendig bei dem Publikum ankäme wie die Präsentation der Musikstücke oder wenn die Stimme und die Sprechweise variieren könnten, um das Publikum emotional auf die verschiedenen Werke einzustimmen? Im Fokus soll die künstlerische Persönlichkeit stehen, die auch die Nähe zum publikum sucht und ihre künstlerische Haltung kommuniziert.

In diesem Workshop erfahren Sie durch Feedback und praktische übungen, wie Ihr Stimm- und Sprechverhalten wirkt.
  • Worauf kommt es bei einem Sprechauftritt an?
  • Wie können Atem, Stimme, Sprechgestik und die inhaltlichen Sinnschritte authentisch koordiniert werden?
  • Welche Gestaltungsmittel gibt es, um mich verständlich, klar, sympathisch und empathisch vor dem Publikum zu präsentieren?
Bitte bringen Sie zum üben drei Beispiele für Anmoderationen der relevanten Musikstücke mit und ggf. auch andere Texte, z. B. Gedichte oder Zitate, falls diese auch im Programm vor Publikum gesprochen werden sollen.

Individuelle Workshops und Coachings an der HfM Weimar

Sie interessieren sich für ein bestimmtes Thema? Unsere "Inhouse-Angebote" des Netzwerks machen individuelle Coachings für Führungskräfte oder Workshops für Lehrende und Mitglieder der Verwaltung an unserer Hochschule möglich. Bitte sprechen Sie uns jederzeit an.

Veranstaltungen an den Verbundhochschulen des Netzwerks Musikhochschulen

Summer School "MUSIK – KÖRPER – SPRACHE. Kommunikation in künstlerischen Prozessen" // 11.-14.09.2018

11.-14. September 2018, 18:00 Uhr | HfM Detmold
Zielgruppe: Lehrende aller Fachgruppen

"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist." (Viktor Hugo)

Musik wird oft als Sprache mit besonderem Wert bezeichnet. Diese Sprache weiter zu entwickeln und das eigene künstlerische Vokabular zu erweitern sind Inhalte künstlerischer Lehr-Lern-Prozesse. Kommunikation findet hierbei auf unterschiedlichen Ebenen und – anknüpfend an das einleitende Zitat – in verschiedenen Sprachen statt. Im Rahmen der vierten Summer School des Netzwerks Musikhochschulen soll diese Vielschichtigkeit der Kommunikation in künstlerischen Prozessen mit folgenden Themenschwerpunkten
näher betrachtet werden:
  • Wie kommunizieren Sie? Mit dem Fokus auf Körpersprache und Bühnenpräsenz werden wir im ersten Teil der Summer School zunächst den Blick auf Ihr eigenes Kommunizieren richten. Entwickeln Sie ein Bewusstsein sowohl für das eigene Kommunikationsverhalten als auch für das Kommunikationsverhalten anderer, um so professionell auf der Bühne, aber auch im Unterricht agieren zu können.
  • Wie kommunizieren andere? In einem zweiten Schritt wenden wir uns interdisziplinären Methoden und Kommunikationsübungen zu. Sich blind zu verstehen, gemeinsam zu atmen, eindeutig zu kommunizieren und die Impulse des anderen richtig zu deuten sind u.a. im Tanz und im Schauspiel von zentraler Bedeutung. Profitieren Sie von fachverwandten Herangehensweisen!
  • Wie kommunizieren wir gemeinsam? Lernen Sie Kommunikations- und Feedbacktechniken kennen, die zur Aktivierung von Studierenden anregen und so zu einer effektiven Unterrichtskommunikation beitragen.
Call for participation: Sie möchten sich aktiv in die Summer School 2018 einbringen und Ihre Arbeits- bzw. Heransgehensweise zum Thema in einem Beitrag vorstellen? Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme und Ihre Ideen.
(lpe_ag(at)netzwerk-musikhochschulen.de)

Jahrestagung des Netzwerks Musikhochschulen // 15. + 16.11.2018

15. und 16. November 2018 | Hochschule für Musik Detmold (Palais)

Thema: Diversität

Vielfalt an Musikhochschulen ist wahrlich kein neues Thema. Insbesondere die unterschiedliche kulturelle Herkunft von Studierenden und Lehrenden ist gewohnte und gelebte Praxis. Relativ neu – in Deutschland seit circa 15 Jahren – ist allerdings eine besondere Sensibilität gegenüber der Heterogenität der Hochschulangehörigen – und eine durchweg positive Betrachtungsweise der Verschiedenheit. Es geht um Wertschätzung der "Anderen" und um Gewährleistung von Chancengleichheit. Argumentiert wird, dass die Entwicklung der Organisation – insbesondere hinsichtlich ihres Leistungsvermögens – letztlich von einer produktiven Vielfalt seiner Mitglieder profitiere. Diese sowohl werte- als auch nutzenorientierte positive Sichtweise soll aber nicht die besonderen Anstrengungen und Herausforderungen leugnen, die mit der Vielfalt der Hochschulangehörigen verbunden sein kann. Auf der Jahrestagung im November 2018 sollen diese verschiedenen Aspekte in Bezug auf die Realität an Musikhochschulen durchleuchtet und erörtert werden.

::: Programmflyer zum Download (PDF) :::

Nähere Informationen: https://www.netzwerk-musikhochschulen.de/jahrestagung-2018

Weitere Workshops an anderen Musikhochschulen

Das Netzwerk Musikhochschulen bietet in jedem Semester hochschulübergreifende Workshops für Lehrende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung an. Die Workshops bieten die Möglichkeit, Kolleginnen und Kollegen aus anderen Fachbereichen der eigenen Hochschule, aber auch Fachkolleginnen und Fachkollegen aus anderen Musikhochschulen zu treffen und sich – begleitet von erfahrenen Dozentinnen und Dozenten – zu klassischen und auch innovativen Themen rund um die Lehre auszutauschen. Das aktuelle Programm finden Sie hier. Die Teilnahme ist für Mitglieder unserer Hochschule kostenlos!

Das Anmeldeformular und weitere Informationen finden Sie hier.

Ansprechpartnerin

  • Dr. Susanne  Stamm

    Dr. Susanne Stamm

    Mitarbeiterin Lehre und Qualitätsentwicklung
    Lokale Koordination Netzwerk Musikhochschulen
    Verwaltungsgebäude – Rößlersches Haus
    Raum: 203
    03643 | 555 246
    03643 | 555 199

Bund-Länder-Programm Qualitätspakt Lehre

Das Netzwerk Musikhochschulen wird auch in der zweiten Förderphase durch Mittel aus dem Qualitätspakt Lehre gefördert. Mit dem Bund-Länder-Programm unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit 2011 die Verbesserung der Studienbedingungen und der Lehrqualität an deutschen Hochschulen. Das Programm unterstützt die Hochschulen bei der Qualifizierung ihres Personals für Lehre, Betreuung und Beratung. Daneben soll die Qualität der Hochschullehre gesichert und weiterentwickelt werden.

Das BMBF förderte in der ersten Periode bis 2016 insgesamt 186 Hochschulen mit 253 Projekten. In der zweiten Förderperiode bis 2020 erhalten 71 Universitäten, 61 Fachhochschulen sowie 24 Kunst- und Musikhochschulen (und darunter auch unser Verbundprojekt) die Möglichkeit, ihre erfolgreichen Konzepte nach positiver Zwischenbegutachtung weiterzuentwickeln und auf andere Hochschulbereiche zu übertragen.

Weitere Informationen finden Sie hier.