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Spurensuche: Neues Forschungsprojekt zu verfolgten Musiker*innen am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena

Collage: Privatarchiv Christoph Gann, Meiningen | Personalakte Josef Lindner, Stadtarchiv Rudolstadt | LATh - Staatsarchiv Altenburg, Theaterzettel, Nr. 121, S. 179 | Gustav Lewin Nachlass, NGL3, HSA ThLMA Weimar | Programmbuch 20-21RoseP, Sim2-894a, Stadtarchiv Gera

Spurensuche: Neues Forschungsprojekt zu verfolgten Musiker*innen am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena

Verfolgten Musiker*innen im nationalsozialistischen Thüringen widmet sich ein neues Forschungsprojekt am Lehrstuhl für die Geschichte der jüdischen Musik. Es führt das gleichnamige Projekt weiter, das sich mit jüdischen Persönlichkeiten des musikalischen Lebens in Thüringen vor und während der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur befasste.

Im zweiten Teil des Projektes sollen die bereits gewonnenen Forschungsergebnisse ergänzt werden. Betrachtet werden auch Lebensläufe und Aktivitäten von Thüringer Kantoren und Rabbinern sowie von Musiker*innen, die im KZ Buchenwald inhaftiert waren (nicht nur Menschen jüdischen Glaubens, sondern auch Mitglieder verschiedener Oppositionsgruppen, Homosexuelle und anders Verfolgte).

Im Zentrum der Untersuchungen sollen Mitglieder der Lagerkapelle des KZ Buchenwald stehen. Die Forschungsergebnisse werden im Rahmen einer wissenschaftlichen Tagung diskutiert sowie in einer Wanderausstellung und einer Publikation präsentiert.

Die Ausstellung „Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen. Eine Spurensuche“, die nach dem ersten Projektteil entstanden war, wird vom 18. September bis 10. November im Stadtschloss Eisenach und ab dem 15. November an der HfM Weimar präsentiert.

Betreut wird das Projekt von Prof. Dr. Jascha Nemtsov und Dr. Maria Stolarzewicz. Es wird durch die Thüringer Staatskanzlei und die Deutsche Bank Stiftung gefördert.