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Tuttiproben haben begonnen: Humperdincks Märchenoper "Königskinder" mit dem Bayreuth-Dirigenten Sebastian Weigle

Tuttiproben haben begonnen: Humperdincks Märchenoper "Königskinder" mit dem Bayreuth-Dirigenten Sebastian Weigle

Maestro Weigle ist in Weimar eingetroffen: Täglich proben jetzt das Hochschulorchester, der Hochschulchor sowie die Solisten für ihren großen Auftritt in der Weimarhalle. Für die konzertante Aufführung der Oper "Königskinder" von Engelbert Humperdinck am Freitag, 3. Februar 2017 um 19:30 Uhr in der Weimarhalle konnte mit Sebastian Weigle ein erfahrener und renommierten Dirigent gewonnen werden. Weigle war Solohornist an der Berliner Staatsoper, wechselte dann als Erster Staatskapellmeister aufs Dirigentenpult, ging als GMD an das berühmte Liceu-Theater in Barcelona. Jetzt ist er Generalmusikdirektor an der Oper Frankfurt.

Mehrfach wurde er zum "Dirigenten des Jahres" gekürt, stand bei den Bayreuther Festspielen und weltweit in der Metropolitan Opera New York, in der Staatsoper Wien und in der Oper Sydney am Pult. Die "Königskinder" von Humperdinck hat Weigle bereits in Frankfurt und London dirigiert und auf CD eingespielt. In der konzertanten Aufführung der Hochschule erarbeitet er Ausschnitte. Die anspruchsvollen Gesangspartien übernehmen Studierende des Instituts für Gesang | Musiktheater, Mitglieder des Thüringer Opernstudios und Alumni der Weimarer Musikhochschule. Der Weimarer Musiktheater-Professor Elmar Fulda führt als Moderator kurzweilig durch die Handlung. Eintrittskarten zu 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, gibt es bei der Tourist-Information Weimar sowie an der Abendkasse.

Engelbert Humperdinck suchte nach seinem Welterfolg "Hänsel und Gretel" lange nach einem neuen Opernstoff. Schließlich griff er nach dem erfundenen Märchen von zwei Kindern: einem Königssohn und einer Gänsemagd. Sie finden und verlieben sich. Sie ziehen in die Stadt, doch die Gesellschaft will ihnen keinen Platz geben. Sie akzeptiert keinen Herrscher, dem äußerer Glanz so wenig und Herzensbildung so viel bedeutet. Sie vertreibt Königssohn und Gänsemagd aus der Stadt. Beide irren durch den Schneesturm, sterben an der Kälte gesellschaftlicher Erwartung.

"Im Phantastischen reflektieren Märchen die gesellschaftliche Wirklichkeit und die Erfahrung des Menschen in Welt und Gemeinschaft", erklärt Prof. Elmar Fulda und ergänzt: "Dazu werfen sie sich die Maske des Archaischen, den Zuckerguss der guten alten Zeit über. Aber sie sind im Kern immer zeitgenössisch. Humperdinck diskutiert auf dem Höhepunkt des prunkvergessenen Wilhelminismus des deutschen Kaiserreichs kurz vor dem 1. Weltkrieg, was für ihn eine gute Staatsführung ausmacht."

Pressesprecher

Jan Kreyßig
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