Türen zu anderen Welten: Drei Fragen an Stefan Schultze, Komponist und Leiter des Projekts "Jazzorchester featuring Wu Wei"

Stefan Schultze | Foto: Maik Schuck

Türen zu anderen Welten: Drei Fragen an Stefan Schultze, Komponist und Leiter des Projekts "Jazzorchester featuring Wu Wei"

Der Berliner Jazzmusiker, Komponist und Arrangeur Stefan Schultze betreut an der Weimarer Musikhochschule das Jazzorchester. Nach zwei erfolgreichen "Jazz Legacy"-Konzerten bringt er mit den Studierenden nun eigene Werke auf die Bühne. "Jazzorchester featuring Wu Wei" ist ein besonderes Konzert übertitelt, das am Donnerstag, 29. Juni um 19:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus stattfinden wird. Als Solist zu Gast ist der virtuose chinesische Mundorgelspieler Wu Wei. Er spielt auf der "Cheng", einem Instrument mit 3.000 Jahre alter Tradition, das seine Klänge mit Hilfe von 36 Pfeifen erzeugt und an eine Mundharmonika erinnert. Eintrittskarten zu 7,50 Euro, ermäßigt 5 Euro, gibt es bei der Tourist-Information Weimar sowie an der Abendkasse.

Herr Schultze, alle Werke stammen aus Ihrer Feder. Wie kamen Sie darauf, Jazzmusik mit chinesischer Mundorgel zu verknüpfen?

Mich haben sowohl das Instrument "Sheng" als auch der Musiker Wu Wei stark begeistert und so kam ich auf die Idee, mich mehr mit der Thematik zu beschäftigen. Im Jahr 2014 konnte ich dann über das Goethe-Institut auf einer einmonatigen Residenz in Shanghai gemeinsam mit Wu Wei, der dort am "Conservatory of Music" Alte Chinesische Musik lehrte, an dem Programm arbeiten.

Worauf darf sich das Publikum klanglich und rhythmisch an diesem Abend freuen?

Es erklingt moderner, teils orchestraler, teils rockiger, teils freier Bigband-Jazz, der gemeinsam mit dem Gastsolisten Wu Wei an der Mundorgel "Sheng" und der Spießgeige "Erhu" verschiedene musikalische Welten erkundet.

Was ist der besondere Lerneffekt für die Studierenden?

Ein Konzert-Projekt für ein Programm mit einem Gastsolisten vorzubereiten, der einen solch vielschichtigen und andersartigen Hintergrund mitbringt, ist eine Herausforderung! Man kann hoffentlich daran lernen, dass es wunderbar ist, die Türen zu anderen Welten zu öffnen.

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